Tierlexikon zu Hunden & Katzen

Hier finden Sie, kurz und bündig erklärt, alle wichtigen Begriffe rund um Tierkrankheiten, Hunde- und Katzenrassen sowie weitere, interessante Themen.

Demodikose beim Hund

Es ist eine Vielzahl von Krankheiten bekannt, die speziell beim Hund vorkommen. Eine davon ist die Demodikose, eine Hautkrankheit. Sie ruft Haarausfall und Hautstörungen hervor, die lokal begrenzt oder am ganzen Körper zu sehen sind. Schuld an der Erkrankung ist eine besondere Milbenart, die Demodex canis. Diese Milben sind mit dem bloßen Auge nicht sichtbar. Sie nisten sich in Talgdrüsen und Haarwurzeln des Hundes ein und beginnen, sich dort zu vermehren. Hauptsächlich ernähren sich die Parasiten von Talg, Gewebeflüssigkeiten und abgestorbenen Zellen. Ein Leben außerhalb der Talgdrüse eines Hundes ist für die Milben unmöglich und sie sterben. Die Übertragung der Milben von einem Hund auf den anderen lässt sich kaum vermeiden. Häufig werden schon die wenigen Stunden alten Welpen von ihrer Mutter infiziert. Die Infektion bleibt in diesem Alter aber meist noch symptomlos. Bis die Krankheit ausbricht, vergehen meist mehrere Jahre, denn die Milben müssen sich erst verbreiten.

Den richtigen Futternapf finden

Um Ihren Hund oder Ihre Katze bestens versorgen zu können, ist auch die Wahl der richtigen Ausstattung entscheidend. Dabei kommt es beim Kauf eines passenden Futternapfes nicht auf ein ansprechendes Design an, sondern vor allem auf die Zweckmäßigkeit für das Tier. Sie benötigen mindestens zwei Näpfe, einen für das Futter und einen zweiten für das Wasser. Eventuell kann je nach Bedarf auch noch ein dritter, wassergefüllter Napf an einem anderen Ort in der Wohnung, im Garten oder auf der Terrasse aufgestellt werden. Ein ausreichendes Wasserangebot ist vor allem bei der Fütterung mit Trockenfutter wichtig, da sich sonst Nierenleiden entwickeln können.

Welchen Napf für den Hund?

Bei der Wahl eines Futter- oder Wassernapfes für Ihren Hund sollten Sie einige Dinge beachten. Um zu verhindern, dass der neue Futternapf durch ungestümes Verhalten schnell kaputt geht, empfiehlt sich hier die Nutzung von Edelstahlnäpfen. Diese sind sehr robust und halten auch ein Verschieben aus. Zudem gibt es hier auch Versionen mit Anti-Rutsch-Gummierung am Boden des Napfes. Kunststoffnäpfe mögen zwar oft schön gestaltet sein, sind aber meist nicht lang haltbar. Näpfe aus Stein sind bei Hunden empfehlenswert, die dazu neigen, ihre Futterbehälter durch den halben Raum zu "kegeln".

Beim Napf-Kauf sollten Sie Folgendes beachten:

  • Die Futtermenge: Hiernach richtet sich die Größe des Napfes (immer etwas mehr Platz für die Portion einplanen als benötigt, damit nicht alles daneben fällt).
  • Die Größe des Hundes: Für große Rassen kann eine höhenverstellbare Futter-Bar praktisch sein.
  • Langohrige Hunde benötigen spezielle Langohr-Näpfe, die schmaler und höher sind, um zu vermeiden, dass die Ohren im Futter hängen.

Welchen Napf für die Katze?

Die Auswahl eines geeigneten Futternapfes für Ihre Katze gestaltet sich eventuell etwas schwieriger als beim Hund. Mitunter können die Stubentiger beim Fressen etwas wählerisch sein. Ist der Napf unbequem oder zu hoch, kann es sein, dass die Katze das Futter ausräumt und neben dem Napf frisst. Am liebsten mögen Samtpfoten flachere Schalen. Näpfe aus glattem Material sind besonders leicht zu reinigen, was für die Hygiene sehr wichtig ist. Besonders praktisch sind, ebenso wie beim Hund, Futternäpfe, die sich nicht verschieben lassen (Anti-Rutsch-Gummierung oder schweres Material). Empfehlenswert sind vor allem hochwertige Edelstahlnäpfe, die diese Eigenschaften meist erfüllen. Plastiknäpfe sollten vermieden werden, da sie schnell kaputt gehen und sich Schmutz festsetzt.

Depression bei Hunden

Jeder Mensch kann an verschiedenen Depressionen leiden, das ist bekannt. Doch auch Hunde, alltägliche Begleiter und Freunde vieler Menschen, können von einer Depressionen betroffen sein. Schließlich stammt das heute so beliebte Haustier vom frei lebenden Wolf ab. Ursprünglich war der Hund also kein Tier, welches tagein und tagaus im Haus und mit Menschen lebte. "Er konnte sich daher auch schlecht leisten, so etwas wie Depressionen zu bekommen. Ein Wolf, der mehr als zwei Wochen (nach diesem Zeitraum spricht man von einer Depression mit den unten beschriebenen Symptomen) keine Lust mehr hat, sich um sein Futter zu kümmern, wäre nicht mehr überlebensfähig. Unser Haushund muss sich dagegen keine Sorgen darum machen, er überlebt, auch wenn er in eine Depression fällt", so die zertifizierte Tierpsychologin Nathalie Örlecke.

Erste Anzeichen von Depressionen beim Hund

Wenn Ihr normalerweise sehr aktiver und an der Umwelt interessierter Hund immer weniger Interesse an verschiedenen Aktivitäten zeigt, könnte dies ein erstes Anzeichen von Depressionen sein. "Bei einer Depression des Hundes ist vor allem auffällig, dass er sich teilnahmslos und nicht mehr hundeartig verhält. Er ist sehr schlecht zu motivieren, die Körperbewegungen sind stark eingeschränkt, sein Blick ist leer. Oft bemerkt man diese Dinge bei einem Hund recht schnell und vermutet erst einmal eine Erkrankung des Bewegungsapparates", so Expertin Nathalie Örlecke, die in der AGILA Hundetrainer-Sprechstunde auch die Fragen der User zur Hundeerziehung beantwortet.

Die Erkrankung kann sich aber auch durch andere Verhaltensänderungen äußern, darunter auch dauerhafte Unruhe oder Futterverweigerung. Mit einer Depression geht meist eine Abwehrschwäche einher, sodass Ihr Hund anfälliger für kleinere Infektionskrankheiten wird. Das Allgemeinbefinden und der Magen-Darm-Trakt sind häufig davon betroffen und der Hund zeigt Krankheitssymptome ohne erkennbare Ursache.

Auslöser für Depressionen beim Hund

Einige wichtige Auslöser für Depressionen beim Hund, die besonders häufig auftreten, sind:

  • Dramatische Veränderungen in der sozialen Umwelt des Tieres, beispielsweise der Verlust einer Bezugsperson
  • Stress: Zum Beispiel, wenn Sie Ihren Wohnort ändern und in eine komplett andere Umgebung umziehen.
  • Angst oder Frustration, wenn sich Ihr Hund überfordert fühlt
  • Zunehmendes Alter: Gebrauchshunde leiden oft unter einer Altersdepression, wenn sie in den Ruhestand versetzt werden
  • Zu wenig Regeln und Erziehung

Abhilfe bei Depressionen des Hundes

Ein depressiver Hund braucht vor allem Rückhalt und Zuwendung von Ihnen und Ihrer Familie. Hundetrainerin Nathalie Örlecke (089dogs - Professionelles Hundetraining) rät hier, nicht in Mitleid zu verfallen. "Besser als zu Hause Rückhalt zu geben sind sportliche Aktivitäten. Übungen des Grundgehorsams, die man langsam aufbaut, sehr viel Motivation beim Gassi gehen, mit dem Hund so umgehen wie mit einem Welpen, klare Strukturen und Regeln, viel Sonne und Licht. Eine graue Umgebung hilft dem Hund nicht." Sollten Sie oben genannte Veränderungen bei Ihrem Vierbeiner beobachten, suchen Sie einen Tierarzt oder Hundepsychologen auf. Dieser kann analysieren, ob Ihr Hund tatsächlich an Depressionen leidet oder eine andere Erkrankung die Ursache für die Veränderungen ist. Die Anwendung von Psychopharmaka sollte ein letzter Ausweg bleiben und ist in vielen Fällen nicht notwendig. Örlecke: "Helfen kann auch eine Lavendelduftlampe zu Hause oder Lavendeltropfen, befragen Sie dazu am besten einen Tierheilpraktiker."

Schapendoes

Der Nederlandse Schapendoes ist eine niederländische Hunderasse, die primär als Hüte- und Hirtenhund in weitläufigen Weidelandschaften eingesetzt wurde und inzwischen auch als Haushund gehalten wird. Der liebenswerte Schäferhund mit dem dichten, zotteligen Fell, den langen Stirnfransen und dem gutmütigen Temperament entstand bereits im 19. Jahrhundert in den Niederlanden und war zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine der am weitesten eingesetzten Hütehunderassen der Region. Die Population an Schapendoes Hunden nahm bis zu den 1940er-Jahren jedoch rapide ab, woraufhin der niederländische Kynologe Toepoel es sich zur Aufgabe machte, die Rasse vor dem Aussterben zu retten. Heute wird der Schapendoes sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland und vielen weiteren europäischen Ländern gezüchtet. Offiziell anerkannt wurde die Hunderasse im Jahr 1971.

Typische Eigenschaften des Schapendoes

Hütehunde haben eine Reihe an typischen Charaktermerkmalen, die problemlos auch beim Schapendoes wiedergefunden werden können. So sind die Tiere nicht nur überaus intelligent, sondern auch ausgesprochen selbstständig – unabdingbare Qualitäten für einen Hirtenhund, der stets ein Auge auf große Schafherden haben muss. Die Eigenständigkeit der Schapendoes Hunde sollte dabei aber nicht mit einem Verlangen nach Unabhängigkeit verwechselt werden: Die Rasse ist sehr anhänglich und stark auf ihren Besitzer fixiert. Auch sind die Nederlandse Schapendoes eine sehr agile, schnelle und wendige Hunderasse, wenngleich das lange Fell über den sportlichen Körperbau des Hundes mitunter hinwegtäuschen kann. Tatsächlich hat die Rasse aber einen hohen Bewegungsdrang und ist vor allem für ihr ausgezeichnetes Sprungvermögen bekannt. Schließlich ist der Schapendoes zudem ein sehr freundlicher und fröhlicher Hund, der gerne spielt, Aufmerksamkeit erhält und seiner Energie freien Lauf lässt. Damit eignet sich dieser Vierbeiner auch hervorragend als Familienhund und kann von noch unerfahrenen Hundehaltern ebenfalls gut erzogen werden.

Ratschläge für ein erfolgreiches Zusammenleben

Hirtenhunde brauchen Bewegung – je mehr, desto besser. Ist der Hund unterfordert oder gelangweilt, kann es schnell zu Disziplinproblemen oder einem unglücklichen Haustier kommen. Sollten Sie über die Anschaffung eines Schapendoes nachdenken, müssen mindestens folgende Dinge geboten werden können:

  • Viel Auslauf
  • Sportliche Betätigung
  • Sinnvolle Beschäftigung
  • Ein hohes Maß an Sozialkontakt

Als Ersatz für die genetisch verankerte Hütetätigkeit eignen sich vor allem Agility Trainingskurse, in denen der Schapendoes aufgrund seiner Schnelligkeit und Intelligenz brilliert. Von einer Zwingerhaltung sollte aufgrund des ausgeprägten Sozialverhaltens abgesehen werden. Der Nedelandse Schapendoes möchte ein vollwertiges Mitglied Ihrer Familie sein und seinen Raum mit Ihnen teilen.

Dermatitis beim Hund

Dieser Begriff bezeichnet eine allergisch bedingte Hauterkrankung, die mit intensivem Juckreiz und daraus resultierenden Hautverletzungen wie Hotspots einhergeht. Oft entwickelt sie sich bei Hunden innerhalb der ersten drei bis fünf Lebensjahre. Diese Erkrankung lässt sich in der Regel erfolgreich behandeln.

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhaltende sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall eine Tierärztin oder einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.

Deutsch Drahthaar

Beim Deutsch Drahthaar handelt es sich um eine anerkannte Hunderasse aus Deutschland. Diese Hunderasse wurde von dem Jagdkynologen Sigismund Freiherr von Zedlitz und Neukirch bewusst ins Leben gerufen. An der Entstehung der Rasse waren Griffon Korthals, Deutsch Stichelhaar, Deutsch Kurzhaar und Pudelpointer beteiligt. Den richtigen Züchter für Deutsch Drahthaar finden Wer einen solchen Jagdhund im eigenen Haushalt aufnehmen möchte, sollte wissen, dass viele Deutsch Drahthaar Züchter ihre Tiere ausschließlich an Jäger abgeben. Wer diesen Hund als reinen Familienhund halten möchte, muss sich bewusst machen, dass er viel Zeit investieren muss, um dem aktiven Gebrauchshund ein angemessenes Leben bieten zu können.

Deutsch Kurzhaar

Dieser elegante Jagdhund ist ein wahrer Teamplayer, wenn er richtig ausgebildet und herausgefordert wird. Feiner Geruchsinn und Jagdtrieb in Kombination mit aufmerksamer Beherrschung machen ihn zu einem vielseitig einsetzbaren Vollgebrauchshund. Weitere Infos über den Charakter und die Erziehung beim Deutsch Kurzhaar lesen Sie in diesem Artikel.

Deutsch Langhaar

Beim Deutsch Langhaar handelt es sich um eine anerkannte Hunderasse, die ihren Ursprung in Deutschland hat. Dieser Rassehund gilt als Nachkomme der mittelalterlichen Wachtel- und Habichthunde, die mit dem Epagneul verpaart wurden. Der Deutsch Langhaar gilt als sehr vielseitiger deutscher Vorstehhund. Mit dem Großen Münsterländer ist diese Hunderasse eng verwandt.

Die Deutsch Langhaar Katzen mussten viele Jahre auf ihre Anerkennung warten. Erst im Jahr 2012 wurde diese Katzenrasse von der WCF offiziell anerkannt. Dabei soll diese Katzenrasse bereits um 1930 entstanden sein. Der Zoologe und Biologe Prof. Dr. Friedrich Schwangart hat den Ursprung dieser Rasse begründet.

Züchter für Deutsch Langhaar - wie findet man den Richtigen?

Wer eine Deutsch Langhaar Katze bei sich aufnehmen möchte, muss unter Umständen etwas länger nach einem  Züchter suchen. Die Zucht dieser Rassekatze wurde erst vor einigen Jahren wieder aufgenommen. Aus diesem Grund sind Katzen dieser Rasse relativ selten.

Bei diesen Hunden handelt es sich um anerkannte Rassehunde, die ihren Ursprung in Deutschland haben. Die Hunde gelten als die ältesten deutschen rauhaarigen Vorstehhunde. Der Kynologe Hans von Kadisch konnte 1888 nachweisen, dass es sich bei diesem Rassehund um eine rauhaarige Variante des deutschen Hühnerhundes handelt. Diese Hunderasse wurde also nicht durch Züchtung gezielt erschaffen, sondern hat sich durch noch vorhandene Exemplare im Land weiterentwickelt.

Deutsche Bracke

Die Deutsche Bracke ist als unermüdlicher und treuer Jagdhund bekannt, mit tiefer Wurzel in der westfälischen Brackenschlag. Dieser agile Hund ist nicht nur für seine hervorragenden Fähigkeiten im Wald bekannt, sondern auch für seine liebevolle Natur und Bindung zu seinem Menschen.

Deutsche Dogge

Die Deutsche Dogge ist ein wachsamer Schutzhund und zählt zu den größten Hunderassen der Welt. Mit ihrer majestätischen Erscheinung und ihrem sanften Wesen ist sie heute ein beliebter Familienhund, der jedoch einige gesundheitliche Prädispositionen aufweist. Wir haben für Sie die wichtigsten Infos zusammengetragen.

Deutscher Boxer neigt niedlich den Kopf

Der Deutsche Boxer ist bekannt für seinen lebhaften Charakter und vereint Kraft, Eleganz und eine spielerische Natur. In unserem Rasseporträt stellen wir Ihnen die einzigartige Hunderasse vor und geben wichtige Hinweise zur Haltung, Pflege, Ernährung und Gesundheit.

Beim Deutschen Jagdterrier handelt es sich um eine anerkannte Hunderasse, die ihren Ursprung in Deutschland hat. Entstanden sein soll die Rasse durch den Zusammenschluss einiger Jäger, die einen Hund züchten wollten, der sich für die Jagd unter der Erde eignet. Den Entwicklern dieser Rasse kam es dabei nicht auf die Optik, sondern lediglich auf die Eigenschaften als Jagdgebrauchshund an. An der Entwicklung dieser Rasse waren altenglische rauhaarige Urterrier, Welsh Terrier und Foxterrier beteiligt. Noch heute wird bei dieser Rasse auf ihre jagdliche Brauchbarkeit geachtet.

Deutscher Pinscher

Mit seiner kompakten Größe, seinem lebhaften Wesen und seinem ausgeprägten Wachinstinkt ist der Deutsche Pinscher sowohl ein geschätzter Familienhund als auch ein talentierter Arbeitshund. Erfahren Sie alles über die vielseitige Hunderasse!


Inhaltsverzeichnis:


Herkunft: alte deutsche Rasse

Der Deutsche Pinscher gehört zu den ältesten Hunderassen Deutschlands und hat eine lange Geschichte, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht. Als Hof- und Wachhund wurde er für seine herausragenden Fähigkeiten als Rattenfänger und Beschützer von Haus und Hof geschätzt. Seine Verwandtschaft mit dem Schnauzer ist eng, da beide Rassen einst als Typvarianten (unterschiedliche Ausprägungen wie z. B. Größe oder Fellart innerhalb einer Rasse) gezüchtet wurden.1955 wurde der Deutsche Pinscher endgültig als eigenständige Hunderasse anerkennt. Der Deutsche Pinscher genießt heute Ansehen als vielseitiger Begleiter und Wachhund.

Neben dem Deutschen Pinscher gibt es noch weitere bekannte Pinscher-Varianten, die sich durch ihre Größe und spezifischen Eigenschaften unterscheiden. Zu den bekanntesten zählen der Zwergpinscher, eine kleinere Version des Deutschen Pinschers, der durch seine lebhafte und mutige Art überzeugt, sowie der Dobermann, eine kräftigere und größere Variante, die vor allem als Schutz- und Diensthund eingesetzt wird. Eine weitere seltenere Pinscher-Rasse ist der Affenpinscher, der durch sein charakteristisches, affenähnliches Gesicht auffällt. Alle teilen eine gemeinsame Herkunft und sind für ihre Intelligenz, Wachsamkeit und Treue bekannt.

Aussehen: Eleganz trifft auf Athletik

Der Deutsche Pinscher beeindruckt durch sein elegantes und zugleich athletisches Erscheinungsbild. Der Deutsche Pinscher gehört zu den mittelgroßen Hunderassen: Rüden erreichen eine Schulterhöhe von 45 bis 50cm und ein Körpergewicht von etwa 14 bis 20kg, Hündinnen werden etwa 43 bis 48cm groß und 12 bis 18kg schwer.

Der Körper des Pinschers Körper ist gut proportioniert und muskulös. Das kurze, glatte Fell liegt dicht am Körper an und glänzt in Farben wie Schwarz-Rot oder einfarbigem Rot. Mit seinen aufrechten Ohren und dem wachsamen Blick wirkt er stets aufmerksam und lebendig.

Deutscher Pinscher Aussehen: Portrait mit Blick in die Kamera

Temperamentvoller und wachsamer Charakter

Der Deutsche Pinscher zeichnet sich durch seine lebhafte und aufmerksame Art aus. Er ist von Natur aus wachsam, was ihn zu einem geeigneten Wachhund macht. Er ist dabei jedoch nicht übermäßig bellfreudig, sondern schlägt nur in potenziellen Gefahrensituationen an. Diese Vierbeiner sind sehr menschenbezogen und zeigen sich loyal gegenüber ihrer Familie. Der Pinscher ist intelligent und lernt schnell, braucht aber erfahrene Frauchen und Herrchen, die seinen selbstbewussten und teilweise stürmischen Charakter lenken können. Mit ausreichend Beschäftigung und einer klaren Führung entwickelt er sich zu einem ausgeglichenen Begleiter, der sich sowohl als Familienhund als auch im sportlichen Bereich wohlfühlt.

Obwohl die Rasse des Pinschers bestimmte charakteristische Merkmale aufweist, sollten Sie immer bedenken, dass jeder Hund ein Individuum ist. Temperament, Vorlieben und Verhaltensweisen können daher variieren. Diese Beschreibung dient als allgemeiner Überblick, aber die einzigartige Persönlichkeit eines Hundes zeigt sich erst im Zusammenleben mit ihm.

Haltung und Erziehung im Überblick

Der Deutsche Pinscher erfordert eine klare und konsequente Erziehung sowie ausreichend Bewegung und geistige Anregung. Mit der richtigen Führung und einer frühzeitigen Sozialisierung entwickelt er sich zu einem treuen und gut erzogenen Begleiter.

Auslastung des energiegeladenen Pinschers

Deutscher Pinscher springt im Wasser

Der Pinscher ist eine aktive und arbeitsfreudige Hunderasse, die sowohl körperliche als auch geistige Beschäftigung benötigt. Regelmäßige Bewegung, wie lange Spaziergänge, Lauftraining oder Spiele im Freien, helfen, seine Energie in sinnvolle Beschäftigung umzulenken.

Neben der körperlichen Aktivität ist auch geistige Auslastung wichtig: Intelligenzspiele, Apportierübungen oder Nasenarbeit fordern den Pinscher mental heraus und verhindern Langeweile. Der Deutsche Pinscher ist ein hervorragender Begleiter für Hundesportarten wie Agility oder Obedience.

Erziehung: klare Strukturen und Konsequenz  

Die Erziehung eines Deutschen Pinschers erfordert klare Strukturen und viel Konsequenz. Diese Rasse ist intelligent und lernfreudig, kann aber auch einen eigenständigen und sturen Kopf haben. Der Deutsche Pinscher will gefordert werden, womit er oft seine Haltenden herausfordert.

Der kluge und selbstständige Vierbeiner braucht aufmerksame Frauchen und Herrchen, die kein Fehlverhalten durchgehen lassen, ihn mit Geduld lenken und seine Bedürfnisse verstehen. Damit die Kommunikation klappt, ist auch erfahrenen Hundehaltenden zum professionellen Training in einer Hundeschule zu raten.

Erziehung vom Deutschen Pinscher: Leinenführigkeit

Zusammenleben und artgerechte Haltung

Der Pinscher benötigt aufgrund seines hohen Aktivitätslevels ausreichend Platz und Beschäftigung. Ein Haus mit Garten ist ideal, da er dort sowohl seinen Bewegungsdrang als auch seinen Wachinstinkt ausleben kann. Für eine Haltung in der Wohnung eignet er sich eher weniger, dort bräuchte er einen entsprechend umfangreichen Ausgleich durch Spaziergänge, Sport und Spiele in der Natur.

Diese Vierbeiner sind bekannt für ihre Familienbindung und können gut mit Kindern umgehen, vorausgesetzt, sie werden früh sozialisiert und Kinder lernen den respektvollen Umgang mit ihnen. Mit anderen Haustieren, insbesondere weiteren Hunden oder Katzen, kann das Zusammenleben funktionieren, wenn auf eine schrittweise Eingewöhnung geachtet wird. Die angeborenen Jagdtriebe des Pinschers sollten jedoch berücksichtigt werden, besonders bei kleineren Tieren.

Pinscher-Pflege leicht gemacht

Die Fellpflege des Deutschen Pinschers ist relativ unkompliziert, erfordert jedoch Regelmäßigkeit. Sein kurzes, glattes Fell benötigt wenig Pflege und muss nur gelegentlich gebürstet werden, um loses Haar zu entfernen und die Hautgesundheit zu fördern. Ein regelmäßiges Abwischen mit einem feuchten Tuch kann helfen, Schmutz und Staub zu entfernen.

Neben der Fellpflege spielt auch die richtige Ernährung eine wichtige Rolle. Eine ausgewogene und auf die Bedürfnisse des Pinschers abgestimmte Ernährung trägt zur Gesundheit und zu einem glänzenden Fell bei. Hochwertiges Hundefutter, das reich an Proteinen und gesunden Fetten ist, unterstützt die Energieversorgung dieses aktiven Hundes.

Was gehört in eine perfekte Hundemahlzeit?

Gesundheit

Der Deutsche Pinscher gilt als robuste und gesunde Hunderasse. Mit der richtigen Pflege und einer ausgewogenen Ernährung bleibt er in der Regel bis ins hohe Alter vital. Dennoch gibt es einige rassetypische Prädispositionen, die im Blick behalten werden sollten.

Von-Willebrand-Erkrankung (VWD) Typ I

Die VWD ist eine erbliche Blutgerinnungsstörung, die beim Deutschen Pinscher auftreten kann. Symptome können Blutungen aus Nase, Zahnfleisch oder Schleimhäuten sowie verlängerte Blutungen nach Verletzungen oder Operationen sein. Typ I ist die mildeste Form dieser Erkrankung und in manchen Fällen zeigen betroffene Hunde nur milde Symptome oder bleiben symptomfrei. Die Behandlung besteht in der Vermeidung von Verletzungen, bei akuten Blutungen kann eine Transfusion mit Blutprodukten erforderlich sein.

Idiopathische proliferative thrombovaskuläre Ohrrandnekrose

Bei dieser Erkrankung, die nicht nur bei Deutschen Pinschern, sonder auch bei anderen, meist kurzhaarigen Hunderassen wie dem Rhodesian Ridgeback vorkommt, werden die Ohrränder schlecht durchblutet. Dies führt zu ulzerierten und nekrotischen Stellen an den Ohrrändern, die schmerzhaft sein können. Die genaue Ursache ist unbekannt (idiopathisch). Zur Behandlung werden durchblutungsfördernde Mittel oder Salben verwendet, in schweren Fällen muss das abgestorbene Gewebe entfernt werden.

Ventrikelseptumdefekt (VSD)

Ein VSD ist ein angeborener Herzfehler, bei dem sich ein Loch in der Wand zwischen den beiden Herzkammern befindet. Bei betroffenen Hunden kann dies zu einer verminderten Sauerstoffversorgung des Körpers führen. Symptome umfassen Müdigkeit, Kurzatmigkeit, schlechte Belastbarkeit, langsames Wachstum und in schweren Fällen Herzversagen. Einige Welpen sind jedoch klinisch unauffällig. Die Behandlung hängt von der Größe des Loches ab: Kleinere Löcher können sich manchmal von selbst schließen, während größere chirurgisch behandelt werden müssen.

Persistierender rechter Aortenbogen (PRAA)

Der PRAA ist eine angeborene Fehlbildung der Herzgefäße, bei der der Aortenbogen (Teil der Hauptschlagader) auf der rechten Seite anstatt wie üblich links verläuft. Dies kann zu einer Einengung der Speiseröhre führen, was Schluckbeschwerden, Erbrechen und Wachstumsprobleme verursacht. Meist ist ein chirurgischer Eingriff notwendig, um eine normale Nahrungsaufnahme zu ermöglichen. Je früher die Erkrankung diagnostiziert und behandelt wird, desto besser ist die Prognose.

Sexuelle Entwicklungsstörung: Ovotestes oder Testes mit XX-Karyotyp

Ovotestes oder Testes mit XX-Karyotyp sind sexuelle Entwicklungsstörungen. Beim Ovotestes entwickeln betroffene Hunde sowohl Eierstock- als auch Hodengewebe. Diese seltene Fehlbildung ist bei vielen verschiedenen Rassen sowie bei Mischlingen beschrieben und kann unter anderem zu hormonellem Ungleichgewicht, Unfruchtbarkeit und ungewöhnlichem Verhalten führen. Je nach individuellem Fall kann ein chirurgischer Eingriff notwendig sein.

Seborrhö und Schuppenbildung

Seborrhö und Schuppenbildung sind Hautprobleme, die auch beim Deutschen Pinscher auftreten können. Eine Seborrhö entsteht über eine übermäßige Talgproduktion, die fettige oder trockene Haut und oft Schuppenbildung zur Folge hat. Die Ursachen können genetisch bedingt oder auf Hautinfektionen oder systemische Erkrankungen zurückzuführen sein. Die Behandlung umfasst – neben der Therapie der zugrunde liegenden Erkrankung – spezielle Shampoos, Diätanpassungen und in einigen Fällen Medikamente, die die Hautgesundheit verbessern.

Den passenden Vierbeiner finden

Die Wahl eines neuen Familienmitglieds sollte gut durchdacht sein. Erfahren Sie hier, ob der Deutsche Pinscher zu Ihnen passt, welche ähnlichen Rassen es gibt und welche Möglichkeiten der Anschaffung abgewogen werden sollten.

Ist der Pinscher die richtige Rasse für mich?

Um zu entscheiden, ob der Pinscher der passende Hund für Sie ist, können Sie sich die folgenden Fragen stellen:

Brauner Deutscher Pinscher schaut in die Ferne
  • Sind Sie aktiv? Der Pinscher benötigt viel Bewegung und regelmäßige Beschäftigung im Freien.
  • Haben Sie Erfahrung in der Hundeerziehung? Der Pinscher benötigt eine klare und erfahrene Führung.
  • Haben Sie genügend Zeit? Diese Rasse erfordert Aufmerksamkeit und sollte wenig alleine gelassen werden.
  • Wie geduldig sind Sie? Pinscher können eigensinnig sein, was Geduld und Konsequenz bei der Erziehung erfordert.

Welche Rassen ähneln dem Pinscher?

Es gibt zahlreiche Rassen, die einige Charakterzüge – wie Energie, Wachsamkeit und Intelligenz – mit dem Deutschen Pinscher teilen und ebenfalls für Sie in Frage kommen könnten:

  • Zwergpinscher: Kleinere Version des Deutschen Pinschers, temperamentvoll und wachsam, jedoch kompakter und agiler.
  • Dobermann: Größer und kräftiger, aber mit der gleichen Loyalität und dem gleichen Beschützerinstinkt.
  • Manchester TerrierManchester Terrier: Ein ebenfalls wachsamer und aktiver Hund, der dem Pinscher in seinem eleganten Erscheinungsbild und seiner Energie ähnelt.
  • Belgischer Schäferhund: Größer, hat jedoch einen ähnlichen Arbeitswillen und ist ebenfalls ideal für aktive Haltende.
  • Border Terrier: Diese Hunderasse teilt die hohe Aktivitäten und Neigung, wachsam zu sein, ist jedoch etwas kleiner.

Bedenken Sie, dass sich die Rassen zwar in einigen Eigenschaften ähneln mögen, jedoch jeder Vierbeiner seine individuellen Bedürfnisse und Eigenheiten aufweist. Gerade hinsichtlich gesundheitlicher Vorbelastungen kann es gravierende Unterschiede geben, weshalb es wichtig ist, dass Sie sich zu jeder Rasse vor der Anschaffung umfassend informieren.

Welche Anschaffungsmöglichkeiten gibt es?

Wenn Sie sich für einen Pinscher entschieden haben, sollten Sie sorgfältig abwägen, woher der Hund kommt. Der Besuch in einem Tierheim ist eine gute Option, um einem Vierbeiner eine zweite Chance auf ein Zuhause zu bieten. Viele Pinscher oder Mischlinge dieser Rasse warten dort auf eine liebevolle Familie.

Alternativ kann eine seriöse Zuchtstelle eine gute Wahl sein. Dabei sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Züchterin oder der Züchter nach den Richtlinien eines anerkannten Zuchtverbands arbeitet und erkrankte Tiere aus der Zucht ausschließt. Dies stellt sicher, dass der Hund möglichst gesund ist und gut sozialisiert wurde. Egal, woher der Pinscher kommt, eine verantwortungsvolle Entscheidung ist der erste Schritt zu einer glücklichen Hund-Mensch-Beziehung.

Deutscher Pinscher mit roter Leine liegt auf einer Wiese

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhaltende sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall eine Tierärztin oder einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.