Ihrem Vierbeiner geht es nicht gut und Sie wissen nicht, ob und wie Sie ihm am besten helfen können? In Fällen wie diesen kann eine Videosprechstunde mit den erfahrenen Tierärztinnen und Tierärzten unserer Partner FirstVet, Pfotendoctor oder Dr. Fressnapf die erste Anlaufstelle sein. Je nach Tarif, den Sie bei AGILA abgeschlossen haben, übernehmen wir für Sie die Kosten der Videosprechstunde. 

In diesen Fällen kann eine tierärztliche Videosprechstunde weiterhelfen

Hund in der tierärztlichen Videosprechstunde

Sie machen sich Sorgen um Ihren Hund oder Ihre Katze? Die Tierärztinnen und Tierärzte unserer Partner können Ihnen beispielsweise helfen, wenn Ihr Vierbeiner:

  • Durchfall hat oder erbricht
  • etwas gefressen hat, was er nicht sollte
  • hustet oder die Nase läuft
  • von Insekten oder Parasiten gestochen, gebissen oder befallen wurde
  • plötzlich humpelt


Achtung! Wenn Ihr Vierbeiner schwer verletzt ist oder offensichtlich sofort eine tierärztliche Behandlung braucht, sollten Sie sofort die nächstgelegene Tierarztpraxis oder Kleintierklinik aufsuchen.

 

In welchen Tarifen von AGILA sind die Kosten für die Videosprechstunde abgedeckt?

Videosprechstunden sind aktuell im Rahmen Ihres Tarifes bei AGILA über die Versicherungssumme für ambulante Leistungen abgedeckt, wenn Sie einen der folgenden Tarife besitzen:

  • Tierkrankenschutz Exklusiv mit Stand ab 01/2020 für Hunde und 02/2020 für Katzen
  • Tierkrankenschutz mit Stand ab 07/2021 für Hunde
  • Tierkrankenschutz 24 mit Stand ab 07/2021 für Hunde
  • Als OP-Voruntersuchung oder OP-Nachbehandlung: OP-Kostenschutz Exklusiv Katze mit Stand ab 02/2020

Wichtig für die Übernahme der Kosten ist, dass die ein- (Tarife mit Stand 05/2022) bzw. dreimonatige (Tarife mit Stand 01/2020, 02/2020, 07/2021) Wartezeit bereits verstrichen und noch ausreichend Budget in der jährlichen Versicherungssumme vorhanden ist. Wenn Sie Ihr jährliches Versicherungsbudget bei AGILA bereits ausgeschöpft haben, können Sie die Videosprechstunde auf eigene Kosten buchen.

 

Wie läuft eine Videosprechstunde ab?

Im Videochat schildern Sie das Problem Ihres Tieres und die Tierärztin oder der Tierarzt sagt Ihnen genau, was Sie machen müssen bzw. wie Sie die Kamera halten müssen, damit er/sie das Tier aus der Ferne untersuchen kann. Wichtig ist, dass Sie durch die Kamera das Tier und seine Beschwerden zeigen und ggf. zum Beispiel in die Ohren leuchten und dies mit der Kamera filmen können.

Die Tierärztinnen und Tierärzte geben Ihnen im Anschluss an die Untersuchung eine Empfehlung, was Sie als nächstes tun sollten. Im besten Fall können Sie so Ihrem Tier beispielsweise anhand von Fütterungs- oder Pflegetipps selbst helfen.

Gegebenenfalls entscheidet die Tierärztin oder der Tierarzt aber auch, dass Sie Ihren Vierbeiner unverzüglich in einer Notdienstpraxis oder Tierklinik vorstellen sollen. Oder Sie bekommen den Hinweis, dass Sie zwar Ihre Haustierarztpraxis aufsuchen sollten, aber beruhigt bis zu einem regulären Termin innerhalb der Sprechzeiten damit warten können. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn weitere Untersuchungen oder Medikamente nötig sind, um Ihrem Tier zu helfen. Gern erstellen die Tierärztinnen und Tierärzte unserer Partner einen Bericht über die Videosprechstunde und helfen Ihnen, falls nötig, bei der Praxissuche.

Haben Sie einen entsprechenden Versicherungstarif bei AGILA, müssen Sie nach der Videosprechstunde nichts weiter tun und können sich voll und ganz dem Wohl Ihres Vierbeiners widmen. Unsere Partner rechnen direkt mit AGILA ab.

 

Die Grenzen der Videosprechstunde

Das können die Tierärztinnen und Tierärzte in einer Videosprechstunde nicht:

  • Diagnosen stellen
  • Medikamente verschreiben
  • Fragen zur Versicherung bei AGILA beantworten

 

Weitere Fragen zur Videosprechstunde (FAQ)

Sie möchten noch mehr über tierärztliche Videosprechstunden erfahren? In unseren FAQ beantworten wir Ihnen die wichtigsten Fragen. Zur besseren Lesbarkeit wird davon abgesehen, die weibliche und männliche Form ausdrücklich zu verwenden. Wo die männliche Form verwandt wird, ist jeweils auch die weibliche Form gemeint.

Wenn darüber hinaus noch Fragen offen sind, kontaktieren Sie uns gerne unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Als Telemedizin in der Tiermedizin definiert man den Austausch und die Nutzung von Gesundheitsdaten eines Tieres zwischen Tierärztin bzw. Tierarzt und Kundin bzw. Kunde über technologische Plattformen. Veterinärmedizinische Telemedizin nutzt Informations- und Telekommunikationstechnologien, um eine medizinische Versorgung anzubieten oder zu unterstützen, wenn Tierärztinnen und Tierärzte räumlich von ihren Patienten getrennt sind – beispielweise ein Telefonat oder einen Videochat.

Telemedizin ist insbesondere für eine sogenannte Teletriage geeignet. Bei der Teletriage schätzen Expert:innen – hier der Tierarzt oder die Tierärztin – den Gesundheitszustand eines Tieres ein, um Behandlungsempfehlungen oder einen tierärztlichen Rat auszusprechen. Beispielsweise empfehlen die Tierärztinnen und Tierärzte, das Tier zu schonen oder sie geben Fütterungs- und Pflegetipps. Oder aber, sie überweisen in eine Tierarztpraxis vor Ort, wenn es nötig ist.

Eine solche Einschätzung aus der Ferne eignet sich beispielsweise bei plötzlich auftretenden Beschwerden wie Lahmheiten, Magen-Darm-Beschwerden (Erbrechen oder Durchfall) oder Insektenstichen.

Telemedizin ist ein zusätzlicher Service für unsere Kunden. Zahlreiche Tierkliniken haben in den vergangenen Jahren ihren Klinikstatus abgegeben und sind nicht mehr rund um die Uhr für Kunden geöffnet oder erreichbar. Immer weniger Tierärztinnen und Tierärzte können also die Notdienstzeiten abdecken und Tierhaltende müssen dorthin mitunter weite Strecken auf sich nehmen. Zum Glück sind nicht alle Beschwerden Ihres Vierbeiners ein Notfall. Vor allem in solchen Fällen, in denen Sie selbst die Not Ihres Tieres nicht einschätzen können, ist der Service „Telemedizin“ rund um die Uhr erreichbar. Die Tierärztinnen und Tierärzte helfen Ihnen bei der gesundheitlichen Ersteinschätzung und in vielen Fällen müssen Sie danach gar nicht mehr zum Tierarzt. Das erspart Ihnen und Ihren Vierbeinern möglicherweise lange Fahrtzeiten und unnötigen Stress.

In einer Videosprechstunde sind Tierhaltende via Smartphone, Tablet oder Computer per Video mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt verbunden. Sie als Kunde oder Kundin schildern das Problem Ihres Tieres und der Tierarzt bzw. die Tierärztin sagt Ihnen genau was Sie machen müssen bzw. wie Sie die Kamera halten müssen, damit das Tier aus der Ferne untersuchen werden kann. Die Tierärztin oder der Tierarzt gibt Ihnen im Anschluss an die Untersuchung eine Empfehlung, was Sie als nächstes tun sollen. Im besten Fall, kann Ihnen gesagt werden, wie Sie Ihrem Tier selbst helfen können. Gegebenenfalls entscheidet die Tierärztin bzw. der Tierarzt aber auch, dass Sie das Tier unverzüglich in einer Notdienstpraxis oder Tierklinik vorstellen sollen oder er oder sie empfiehlt, dass Sie Ihre Haustierarztpraxis zu den regulären Öffnungszeiten aufsuchen.

Vorteile

Mithilfe der tierärztlichen Empfehlungen können Sie so manches nicht-akute gesundheitliche Problem Ihres Haustieres zu Hause lösen. Dies kann Ihrem Vierbeiner unnötigen Stress durch Autofahrt und Praxisbesuch ersparen. Außerdem bietet die Videosprechstunde Ihnen Sicherheit, dass Sie entweder beruhigt mit einem Tierarztbesuch warten können oder nicht unnötig eine Praxis oder Klinik aufsuchen müssen. Wenn Ihr Haustier eine weiterführende tierärztliche Diagnostik oder Behandlung benötigt, wird die Tierärztin bzw. der Tierarzt Ihnen helfen, eine geeignete Praxis oder Klinik in der Nähe zu finden. Für die Überweisung wird Ihnen sowie den weiterbehandelnden Tierärztinnen oder Tierärzten elektronisch eine umfassende Patientenakte übermittelt.

Nachteile

In einer Videosprechstunde kann und darf keine definitive Diagnose, höchstens eine Verdachtsdiagnose, gestellt werden. Die Tierärztinnen oder Tierärzte können daher in einer Videosprechstunde auch keine Medikamente verschreiben. Möglicherweise müssen Sie nach der Videosprechstunde daher trotzdem in die Tierarztpraxis, damit dort weitere Untersuchungen durchgeführt werden können und Sie Medikamente für Ihr Tier erhalten.

AGILA informiert

Foto: © Miriam Doerr & Martin Frommherz/Adobe Stock