Ein jeder Hund braucht ein gewisses Maß an Freilauf und Bewegung. Doch nicht immer sind die äußeren Umstände dafür geben. Möchten Sie sich dennoch ein Haustier anschaffen, kann es von Vorteil sein, den notwendigen Bewegungsdrang unterschiedlicher Hunderassen zu kennen. Hierdurch haben Sie die Möglichkeit, entsprechend des Ihnen zur Verfügung stehenden Raums einen Vierbeiner auszuwählen, der sich ebenfalls in der Umgebung wohlfühlen kann.

Bewegungsempfehlungen entsprechend der Hunderasse

Zwar kommt es bei jeder Art von Hund auf eine perfekte Mischung an, die sich durch geistig und körperlich herausfordernde Aufgaben kennzeichnet, doch von Rasse zu Rasse lassen sich weitere Ansprüche differenzieren.

  • Hütehund: Drei Gassigänge pro Tag á 20 Minuten
  • Pinscher, Schnauzer, Molosser: Mehrmals täglich anspruchsvolles Sportprogramm
  • Terrier: Ausdauerndes Sportprogramm
  • Dachshund: Konditionstraining
  • Spitzhund, Urtyp-Hund: Lauflastige Gassi-Gänge
  • Laufhunde, Schweisshund: Ausdauerläufe
  • Vorstehhund: Mindestens 1x täglich langer Rundgang
  • Apportier/-Stöber/-Wasserhund: 2x täglich Wechsel aus Ausdauer und Spiel
  • Begleithund: Ausdauertraining durch hohen Energieumsatz
  • Windhund: Lange, häufige Ausläufe

Faustregeln, an die sich Erstbesitzer orientieren können

Auch wenn sich die Frage, wie viel Bewegung ein Hund braucht, nicht verallgemeinert beantworten lässt, so können Sie jedoch bei jungen Hunden bis zu neun Monaten und Zwerghunden bis zu einer Körpergröße von 35 cm davon ausgehen, dass täglich eine viertel bis halbe Stunde an Freilauf notwendig ist. Hierbei gilt es zu beachten, dass sich der Gassi-Gang durch sich abwechselnde stürmische und ruhige Phasen auszeichnet. Ist Ihr Hund groß und schwer sollten Sie als Faustregel zweimal täglich eine Stunde ansetzen. Dabei kann der Spaziergang überwiegend gemütlich angegangen werden. 15 Minuten spielerischen Tobens sollten zum Ende hin für den Erhalt der Agilität integriert werden.

Besondere Ansprüche von langbeinigen Hunden

Hunde, die groß, langbeinig und leicht miteinander verbinden, wurden für eine Arbeit auf Kondition gezüchtet. Hierdurch entstehen spezielle Anforderungen an den notwendigen Grad der Bewegung. Sie sollten Ihren Hund täglich mindestens eine halbe Stunde sportlich fordern, indem Sie stürmisch spielen, schwimmen gehen oder Ausdauersport betreiben. Hinzu kommen mindestens drei entspannt verlaufende Gassi-Runden in zügigem Tempo, die nicht kürzer als zwanzig Minuten dauern sollten.

Foto: © Rita Kochmarjova/fotolia.com