Immer mehr Städter wollen heutzutage nicht auf die Haltung eines Hundes verzichten. In einer Umgebung in der Menschen unterschiedlichster Art auf engstem Raum zusammenleben ist das manchmal eine Herausforderung. Umso wichtiger, dass sich sowohl Hundehalter als auch Politiker auf der kommunalen Ebene für ein harmonisches Zusammenleben von Mensch und Tier einsetzen. Was gilt es alles zu beachten und welche deutschen Städte sind besonders hundefreundlich?

Hundehaltung in der Stadt – Was ist zu beachten?

Zu einer artgerechten Haltung gehören unter anderem die an Rasse und Alter angepasste Auslastung und Beschäftigung des Hundes sowie der Kontakt zu Artgenossen. In Städten ist dies durch die bestehende Leinenpflicht und begrenzte Anzahl von Grünflächen nicht so einfach zu gewährleisten wie auf dem Land. Deshalb bemühen sich immer mehr Städte durch die Anlegung von Parkanlagen und Hundewiesen attraktiver zu werden. Zudem ist die medizinische Versorgung des Vierbeiners wichtig. Egal ob zur Vorsorge, bei Krankheiten oder Verletzungen – einen Tierarzt in der Nähe zu wissen ist unverzichtbar. Denn nur ein gesunder und ausgelasteter Vierbeiner kann ein freundlicher Stadthund sein und so zu einem friedlichen Zusammenleben beitragen.

Studien zur Hundehaltung in der Stadt

Das Immobilienportal Immonet und das Online-Hundemagazin Iss‘n Rüde haben Studien zur städtischen Hundehaltung erstellt, um zu klären, wo man mit seinem Vierbeiner besonders gut leben kann. Untersucht wurden die Themenfelder Hundeanteil (Anzahl der angemeldeten Hunde pro Einwohner), Höhe der Hundesteuer, Lifestyle/Service für den Hund (Freilaufflächen, Pensionen, Salons, Vereine, Tierärzte) und Verschmutzung durch Hundekot. Dabei kam man zu folgenden Ergebnissen: Vergleichsweise günstig ist die Hundesteuer in Hamburg und, wer hätte es gedacht, in München. Trotzdem leben in der bayerischen Großstadt recht wenige Hunde. Im Gegensatz zu Wuppertal, Dortmund und Berlin, wo vergleichsweise viele Hunde gehalten werden. Dies wird leider auch an der Verschmutzung durch Hundekot sichtbar, die speziell in Berlin und Dortmund, aber auch in Hannover hoch ist. Die niedersächsische Landeshauptstadt punktet jedoch zusammen mit München und Frankfurt in der Kategorie tierärztliche Versorgung.

Gut weg kommt Frankfurt auch bei der Anzahl von Hundevereinen. Außerordentlich gepflegt könnten Fellnasen in Dresden, Hamburg und München sein, zumindest gibt es dort die größte Auswahl an Hundesalons. Ein Plätzchen zum Toben und Wälzen gibt es in jeder deutschen Stadt – richtig schnell ist dieses aber aufgrund der hohen Anzahl von Freilaufflächen in Köln, Leipzig, Hamburg oder Frankfurt gefunden.

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