Der Dackel ist vermutlich keine Hunderasse der Neuzeit, denn der Ursprung dieser Rasse scheint weit in der Vergangenheit zu liegen. Knochenfunde, altägyptische Skulpturen und Höhlenabbildungen deuten darauf hin, dass es Hunde mit einem ähnlichen Körperbau bereits in der Vorzeit gab. Die Vorfahren der Dackel, die im Fachjargon auch Teckel genannt werden, sollen zudem schon im Mittelalter als Jagdhunde genutzt worden sein. Aufgrund ihres besonderen Körperbaus wurden Dackel vor allem bei der Jagd auf den Dachs eingesetzt, was dieser Hunderasse auch den Namen Dachshund einbrachte. Der Dackel machte seine Arbeit bei der Jagd im Dachsbau so gut, dass er auch bald als Jagdhund am englischen Königshof gehalten wurde. So fand der Teckel auch weitere Verbreitung auf den britischen Inseln. Auch hierzulande war der Dachshund seit jeher beliebt und vor allem in den 1960er Jahren weit verbreitet. Auch heute noch wird der Dackel gerne als Jagdhund gehalten, macht aber auch als Begleit- und Familienhund eine gute Figur.

Der Dackel ist ein echter Kämpfer

Der Dackel mag körperlich nicht besonders groß sein, aber er hat eine starke Persönlichkeit. Dackel gelten grundsätzlich als selbstbewusst und mutig und sie treffen ihre eigenen Entscheidungen. Der Dachshund war seit jeher ein Alleinjäger, der den gejagten Tieren in deren Bau folgte und dort hinaustrieb. Angst durfte der kurzbeinige Teckel beim Jagdeinsatz im Dachsbau nicht haben. Die Vergangenheit als Jagdhund hat den Teckel geprägt und aus ihm eine starke Persönlichkeit mit eigenem Kopf gemacht.

Allerdings fügt sich der Teckel auch als Familienhund in ein ruhigeres Leben ein. Als Familienhund zeigt der Dachshund sein gut gelauntes Wesen und ist vor allem Kindern gegenüber freundlich und nachsichtig. Da der Dachshund gerne Entscheidungen im Alleingang fällt, bindet er sich oftmals weniger an Herrchen und Frauchen. Aus diesem Grund sollte ein Dachshund schon vom Welpenalter an klare Regel kennen und gut erzogen werden. Ansonsten neigt der kleine Teckel dazu, sich selbst für den Chef zu halten und seine Größe auch im Umgang mit anderen Hunden zu überschätzen. Gegenüber Fremden zeigt sich der Dackel im Übrigen meist etwas misstrauisch.

Der Dachshund - Haltung und Pflege

Der Teckel neigt grundsätzlich zu Übergewicht. Allerdings sollte Übergewicht beim Dackel aufgrund des besonderen Körperbaus unbedingt vermieden werden. Wichtig ist daher, den Dachshund seiner Aktivität entsprechend zu füttern. Ein jagdlich geführter Dackel benötigt zumeist mehr Futter als ein reiner Familienhund. Auch Süßigkeiten sollten Teckel nicht bekommen, da sonst Zahnstein und Zahnprobleme entstehen können. Die Fellpflege ist beim Teckel unkompliziert, so genügt es, den Dachshund hin und wieder zu bürsten. Der Dachshund kann aufgrund seiner geringen Größe auch gut in der Stadt gehalten werden. Er passt sich dem Alltag seiner Menschen an und braucht auch keine große Wohnung. Allerdings möchte der Dachshund gerne regelmäßig Bewegung. Wer einen großen Garten hat, kann diesen seinem Dackel zur Verfügung stellen. Ansonsten sollten Halter mit ihrem Teckel täglich mehrmals einen Spaziergang machen. Die Gassi-Runden müssen allerdings nicht allzu groß sein, wichtig ist dem Teckel nur, dass er hin und wieder seiner angeborenen Neigung zum Wühlen nachgehen kann. Ein bisschen schnuppern und graben sollte man seinem Dackel daher gestatten.