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Unterschiede in der Bildfrequenz
Dass unsere Vierbeiner nicht auf die gleiche Art und Weise sehen wie wir Menschen, ist bekannt. Ein wichtiger Unterschied hinsichtlich des Fernsehens ist, dass sie „schneller“ sehen. Hunde nehmen Bewegungen besser wahr, da sie eine andere „Flickerfrequenz“ haben. Diese Flickerfrequenz beschreibt, wie oft ein Bild im Auge auf- und abgebaut wird. Bei uns Menschen liegt diese bei ungefähr 50 Hertz, sodass es beim Fernsehen reicht, wenn innerhalb einer Sekunde das Bild 50 mal auf- und abgebaut wird. So nehmen wir die Bilder und dargestellten Bewegungen als kontinuierlich wahr. Bei Hunden liegt diese Frequenz allerdings bei ungefähr 75 Hertz. Wenn Hunde fernsehen, brauchen sie also eine höhere Bildfrequenz als wir Menschen. Das heißt, dass insbesondere alte Bildschirme mit niedrigerer Bildfrequenz für den Hund nur ein Flimmern vieler Einzelbilder zeigen. Neuere Fernseher mit einer höheren Wiedergabefrequenz sind darum in der Regel interessanter für Hunde.
Andere Wahrnehmungsfaktoren
Früher hieß es, Hunde sähen nur Schwarz-Weiß. Inzwischen sind wir schlauer: Die Vierbeiner können auch Farben wahrnehmen. Allerdings sehen sie nur dichromatisch, d.h. lediglich die blauen und gelben Anteile des Lichts. Einige spezielle Hundesender setzen diese Farben daher bewusst ein, um unsere Vierbeiner anzusprechen. Hinzu kommt, dass Hunde ihre Umgebung mehr über Gerüche und Hörsignale wahrnehmen als über das Sehen. Wenn Hunde fernsehen sind darum die Geräusche der jeweiligen Sendung, insbesondere Bellen, Winseln, Quietschen von Spielzeug oder die Laut-Interaktion von Menschen mit Hunden, interessanter für die Vierbeiner. Besonders entscheidend ist allerdings die Interaktion des eigenen Halters mit dem Fernseher. Unsere Vierbeiner orientieren sich stark an unserem Verhalten und unseren Emotionen – so ist es zum Beispiel möglich, dass Ihr Hund Sie bei einem traurigen Film, der Sie offensichtlich berührt, trösten möchte, ohne die Handlung auf dem Bildschirm zu verstehen.
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Können Hunde fernsehen? Die Aufmerksamkeitsspanne
Generell wurde festgestellt, dass Hunde dem Fernseher eine sehr viel kürzere Zeit Aufmerksamkeit schenken. Während wir Menschen uns gerne über einen längeren Zeitraum auf einen Film oder eine Sendung konzentrieren, dauert die Interaktion von Hunden mit dem Fernseher meist nicht länger als drei Sekunden. Doch auch wenn unsere Vierbeiner sich nicht wirklich für das Fernsehprogramm interessieren: Solange sie in unserer Nähe sein können und wir ihnen zwischendurch immer wieder etwas Aufmerksamkeit und Kuscheleinheiten schenken, haben auch sie Spaß an einem Fernsehabend.
Verwendetes Bildmaterial
Foto: © NDABCREATIVITY/Adobe Stock