Rund 22,9 Millionen Hunde und Katzen haben ein Zuhause in deutschen Haushalten und bewegen sich als geschätzte Familienmitglieder in der Regel ebenso frei im Haus, wie Frauchen und Herrchen es tun. Auf diesen engen Kontakt mit unseren Vierbeinern wollen wir nicht verzichten – doch wie gestaltet man einen hygienischen Haushalt für Mensch und Tier? Damit der Sauberkeitsaspekt weder vernachlässigt noch übertrieben wird, gibt es hier ein paar Grundregeln.

Ein sauberes Haustier braucht keine tägliche Dusche

Für uns Menschen wird Sauberkeit mit regelmäßigen Bädern gleichgesetzt, dies sollten Sie allerdings nicht auf Ihren Vierbeiner übertragen. Katzen sind bekannt für ihre Reinlichkeit und auch Freigänger verbringen viel Zeit mit ihrer eigenen Pflege. Konzentrieren Sie sich daher bei Ihrem Stubentiger darauf, ihn in seiner Fellpflege zu unterstützen: Bäder sind nur in seltenen Fällen notwendig, in der Regel erst auf Anraten des Tierarztes. Hunde sind etwas weniger zimperlich, wenn es um Dreck geht und nutzen jede Pfütze und jeden See für ihren Badespaß, doch auch sie sollten eher selten gebadet werden. Um zu viel Schlamm im Fell und in der Wohnung zu vermeiden, können Sie Ihren Liebling mit einem Handtuch abrubbeln. Gründliches Bürsten des Fells ist ein weiterer wichtiger Faktor für eine tierfreundliche Pflege und einen sauberen Haushalt.

Bett & Bad

Die Orte, an denen sich Ihre Lieblinge oft aufhalten, sollten Ihre besondere Aufmerksamkeit erhalten. Stubentiger legen Wert auf eine saubere Toilette, und auch die Polster der tierischen Schlafplätze und Futterstellen sollten regelmäßig gewaschen werden, um eine Ansammlung von Schmutz oder möglicherweise Parasiten entgegenzuwirken. Kratzbäume sollten ebenfalls hin und wieder gereinigt werden, genauso wie Spielzeug.

Ein gesundes Tier für einen gesunden Haushalt

Zecken sind für aufmerksame Halter schnell zu erkennen und zu entfernen. Weitere Parasiten oder Erkrankungen dagegen werden meist erst bei genaueren Untersuchungen festgestellt, weshalb regelmäßige Tierarztbesuche und Wurmkuren bei Hund und Katze die wirksamsten Präventionsmaßnahmen sind, um unerwünschte Krankheitsüberträger und Infektionen aus dem Haushalt fernzuhalten.

Es nicht übertreiben

Hunde und Katzen stellen grundsätzlich kein gefährliches Hygienerisiko für einen Haushalt dar. Wer auf die oben erläuterten Pflege-Grundlagen und seine persönliche Hygiene wie regelmäßiges Händewaschen achtet, kann die Gesellschaft seines Vierbeiners ohne weitere Bedenken genießen und sollte auf keine aggressiven Desinfektionsmittel zurückgreifen, die im Zweifelsfall dem Tier sogar schaden können. Der enge Kontakt zu (gesunden) Tieren kann außerdem einen positiven Effekt auf die Psyche haben, für mehr Bewegung im Alltag sorgen und bei Kindern der Entstehung von Allergien vorbeugen.

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