Forscher aus New York haben herausgefunden, dass Katzen auch beim Schlafen nichts dem Zufall überlassen. Jeder Katzenhalter wird sicherlich bereits die verschiedensten und vielleicht auch kuriosesten Schlafpositionen seines Stubentigers kennen. Doch wussten Sie, dass einige Schlafpositionen der Katzen ganz bestimmte Bedeutungen haben?

Die Seitenlage

Diese Position wird am häufigsten von den Samtpfoten eingenommen. Sie ist am besten dafür geeignet „chemische Abfälle“ aus dem Hirn zu entfernen. Das Gehirn spült nachts mit der sogenannten Zerebrospinalflüssigkeit (Rückenmarks-Flüssigkeit) durch. Dadurch wird die Unordnung des Tages im Kopf aufgeräumt – dies funktioniert am besten, wenn man dabei den Kopf beim Schlaf zur Seite neigt. Ob dies auch der Grund für die seitliche Schlafposition bei Katzen ist oder ob die Position einfach am bequemsten ist, werden wir wohl nie erfahren.

Der Verteidigungsschlaf

Für diese Position suchen sich die kleinen Vierbeiner bevorzugt erhöhte Plätze. Sie rollen sich zusammen und drehen einem den Rücken zu. Auch wenn ihre Augen dabei geschlossen sind, schlafen sie nicht wirklich. Sie legen ihr Köpfchen nicht ab, des Weiteren werden ein oder beide Ohren nach hinten gerichtet. Dieser Verteidigungsschlaf hat nichts mit entspannen zu tun, sondern ist vielmehr ein Zeichen dafür, dass das Tier von seinem Umfeld genervt ist oder auch Schmerzen hat. Fällt Ihnen diese Schlafposition vermehrt bei Ihrer Samtpfote auf, sollten Sie vorsichtshalber einen Tierarzt aufsuchen.

Kleinkatzenstellung

Zum Ruhen nehmen Katzen häufig die Kleinkatzenstellung ein. Hierbei legt sich die Samtpfote mit Brust und Bauch auf den Untergrund und positioniert ihre Vorderpfoten eingeknickt unter der Brust. Auf diese Weise kann sie entspannt Einschlafen aber auch jederzeit ihre Umgebung wahrnehmen. Eine weitere beliebte Schlafposition bei Katzen: Brust-Seiten-Lage mit angewinkelten Beinen.

Temperatur und Witterungsbedingungen

Die meisten Schlafpositionen bei Katzen hängen von der Temperatur der Umgebung ab. Ist es warm, schlafen die kleinen Vierbeiner häufig ausgestreckt. Bei dem sogenannten „Kälteschlaf“ hingegen rollt sich die Samtpfote zusammen und legt die Stirnpartie auf den Untergrund auf oder schützt sie mit ihren Pfoten zum Beispiel vor kalter Zugluft.

Die Schlafpositionen der Katze können uns einiges über ihren Gemüts- und auch Gesundheitszustand verraten. Wir können erkennen, ob sie bloß döst, friert oder ihr warm ist. So manche Schlafposition der Samtpfoten wirkt oft jedoch alles andere als sinnvoll oder gar gemütlich. Das mag daran liegen, dass sich Stubentiger häufig schlichtweg ihrem Schlafplatz anpassen und somit jegliche Interpretationen überflüssig werden.

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