Katzen verbringen bekanntlich viel Zeit damit, ihr Fell zu säubern. In seltenen Fällen, wie bei einem Pilz- oder Milbenbefall, reicht diese penible Pflege jedoch nicht. Rät der Tierarzt zu einem Bad, kann das für Sie und Ihren wasserscheuen Liebling viel Stress bedeuten. Damit Ihr Vorhaben möglichst erträglich umgesetzt wird, haben wir Ihnen die hilfreichsten Tipps zusammengestellt.

Die richtige Vorbereitung

Nur wenige Samtpfoten wurden bereits früh an Bäder gewöhnt – für die meisten ist und bleibt der Vorgang beängstigend. Achten Sie darauf, möglichst schnell und ruhig vorzugehen und verbreiten Sie keine Hektik. Falls möglich, holen Sie sich eine weitere Person zur Hilfe, damit Sie sich gegenseitig beim Festhalten und Waschen unterstützen und so Verletzungen vermeiden können. Es sollte eine warme Raumtemperatur herrschen, da Katzen sich schnell erkälten, besonders mit nassem Fell. Um die Rutschgefahr zu minimieren, legen Sie die Wanne und glatten Boden nach Möglichkeit mit Matten aus. Stellen Sie das Spezialshampoo (lassen Sie sich dazu von Ihrem Tierarzt beraten), eine Schüssel mit warmem Wasser, einen Waschlappen und Handtücher griffbereit. Um Ihre Hände vor Kratzern und Bissen zu schützen, empfehlen wir Ihnen außerdem, sich Handschuhe anzuziehen. Füllen Sie die Wanne mit etwa 10-15cm lauwarmem Wasser und denken Sie daran, die Tür zu schließen, damit das Zimmer warm bleibt und Ihr Liebling nicht flüchten kann.

Stressfrei und schnell

Achten Sie während der Wäsche auf die Reaktion Ihres Stubentigers. Wenn Sie den Eindruck haben, ihn nicht selbst waschen zu können, bitten Sie gegebenenfalls Ihren Tierarzt um Hilfe. Das Bad selbst sollte möglichst rasch vonstattengehen:

  • Nutzen Sie einen in Wasser getränkten Waschlappen, um Ihren Liebling zu reinigen und nicht direkt den Wasserhahn oder die Duschbrause (letzteres würde nur erschrecken).
  • Achten Sie darauf, dass kein Wasser in Ohren und Augen gelangt.
  • Massieren Sie eine kleine Menge Shampoo in das Fell ein (sparen Sie die Kopfpartie möglichst aus).
  • Spülen Sie das Shampoo gründlich mit dem Lappen ab und trocknen Sie das Fell mit einem Handtuch.
  • Ermöglichen Sie Ihrer Samtpfote einen warmen Platz, beispielsweise nahe einer Heizung, und lassen Sie sie erst aus dem Haus, wenn sie vollständig getrocknet ist.

Ungewohnter Duft

In einem Mehrkatzenhaushalt dürfen Sie nicht überrascht sein, wenn die anderen Stubentiger auf den neuen Geruch der frisch gewaschenen Katze irritiert oder ablehnend reagieren. Um das zu vermeiden, können Sie versuchen, alle mit dem Shampoo-Duft vertraut zu machen. Nehmen Sie dafür das Handtuch, das Sie zuvor zum Abtrocknen genutzt haben, und reiben Sie die Katzen damit ab. Vergessen Sie nicht, dass Bäder nicht Teil der regelmäßigen Fellpflege für Katzen sind und auf Dauer die Haut reizen können. Hat Ihr Liebling nur stark verdrecktes Fell, sollte das vorsichtige Säubern mit einem nassen Lappen ausreichen.

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