Viele Menschen haben übermäßige Furcht vor Spinnen, obwohl diese eigentlich keine Gefahr darstellen. Auf die gleiche Art überkommen auch manche unserer Vierbeiner in unbedenklichen Situationen Panik. Eine Trainingsmethode zur Angstbewältigung ist das sogenannte Flooding, also die Reizüberflutung.

Einschränkung im Alltag

Unbegründete Ängste unserer Lieblinge können den Alltag maßgeblich erschweren. Reagiert ein Hund zum Beispiel auf Mülltonnen mit Angst, so wird der Spaziergang durch die Wohngegend zur Überforderung. Einem Menschen mit Arachnophobie würde im Sinne des Flooding eine große Spinne auf die Hand gesetzt werden. Genauso wird bei dieser Methode der Hund mit den Angstauslösern konfrontiert, ohne Möglichkeiten zur Flucht. Ziel ist die Abstumpfung und das Verständnis dafür, dass die jeweilige Situation keine Bedrohung darstellt.

Reine Konfrontation als fragwürdiger Lösungsansatz

Diese Technik wird immer weniger benutzt, aus gutem Grund: Bei der Stressbekämpfung für Menschen wird die jeweilige Person zuvor umfangreich aufgeklärt und willigt selbst ein, dieses Training durchzuführen. Bei unseren Vierbeinern dagegen ist das nicht möglich. Sie werden den Stressauslösern einfach ausgesetzt, bis sie keine Panikreaktion mehr zeigen (sollen). Dabei weiß der Hund nicht, dass er in Wirklichkeit keinen Gefahren ausgesetzt ist – er leidet reale Ängste. Der scheinbare Erfolg basiert hier meist auf der Resignation des Vierbeiners, wenn dieser weiß, dass ihn nichts aus der Situation retten kann. Die Angst selbst wird jedoch nur in seltenen Fällen genommen. Stattdessen ist es wahrscheinlicher, dass Sie sogar noch das Vertrauen Ihrer Fellnase in Sie verspielen!

Individuell trainieren

Die meisten Ängste können nicht mit reiner Konfrontation bekämpft werden. Stattdessen empfehlen wir Ihnen ein individuell auf Ihr Tier abgestimmtes Training, das einen selbstbewussten Umgang mit der Umwelt ermöglicht. Ziehen Sie einen ausgebildeten Trainer zurate, um Ihrem Liebling die Furcht zu nehmen.

Foto: © Corinna/Adobe Stock

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