Tierlexikon zu Hunden & Katzen

Hier finden Sie, kurz und bündig erklärt, alle wichtigen Begriffe rund um Tierkrankheiten, Hunde- und Katzenrassen sowie weitere, interessante Themen. Wenn Sie Fragen zu anderen Begriffen aus der Hunde- und Katzenwelt haben, schreiben Sie einfach eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Die Antwort interessiert vielleicht auch andere Tierfreunde und wird dann in das Lexikon aufgenommen.

Die letzten Tage vor dem Geburtstermin können nicht nur bei der Hündin, sondern auch beim Besitzer für Aufregung sorgen. Doch mit ein wenig Vorbereitung wird auch der Laie zum erfolgreichen Geburtshelfer. Trotzdem sollten Sie auch bei einer unbeschwert verlaufenden Trächtigkeit vorab immer Ihren Tierarzt benachrichtigen, damit er im Fall jeglicher Komplikationen zeitnah zur Hilfe kommen kann. Danach heißt es, auf die ersten Anzeichen der nahenden Entbindung zu achten.

Wann steht die Geburt unmittelbar bevor?

Die Phase unmittelbar vor dem Einsetzen der Wehen ist von einer zunehmenden Unruhe der Hündin gekennzeichnet. Sie irrt oft hektisch umher, schaut Sie Hilfe suchend an oder versucht sich ein Geburtsnest zu buddeln. Manchmal (aber nicht immer) verliert die Hündin Appetit und drängt auf einen Gassigang, kehrt dann aber ebenso schnell um. Diese Unruhephase kann ganz individuell von wenigen Stunden bis zu einem Tag andauern. Auch die Körpertemperatur sinkt in der Regel in den letzten vierundzwanzig Stunden vor der Geburt mindestens um ein Grad.

Den Welpen ins Leben helfen

Wenn sich dann die ersten wellenartigen, immer häufiger auftretenden Wehen bemerkbar machen, heißt es, dass nur noch eine bis drei Stunden bis zur Geburt des ersten Welpen bleiben. Die Eröffnungswehen, die die Welpen aus der Gebärmutter schiebend, gehen in noch stärkere Presswehen über, die den Welpen durch den Geburtstrakt in die Welt stoßen. Oft ist dieser noch von den Resten seiner Fruchtblase bedeckt. Falls die Hündin ihn nicht freileckt, müssen Sie helfend eingreifen und Gesicht und Nasenlöcher des Welpen vorsichtig von der Hülle befreien.

Die Nachgeburt, die Plazenta, die die Welpen in der Gebärmutter versorgte, kann zeitgleich mit dem Welpen oder auch einige Minuten danach austreten. Manchmal schubst auch der nächste Welpe die Plazenta aus. Nach der Geburt des ersten Welpen ruht sich die Hündin einige Minuten aus, bis sie erneut mit dem Pressen beginnt. Erst nach einigen Stunden kann sie sich entspannen und sich um das Füttern ihrer Babys sorgen. Viele Geburten ergeben keine Komplikationen, doch bei diesen Anzeichen sollten Sie unbedingt den Tierarzt rufen

  • Falls nach dem Beginn der häufigen Presswehen mehr als drei Stunden vergangen sind.
  • Wenn während der Geburt aus dem Gebärmuttertrakt übermäßig große Mengen an dichtem Blut heraustreten.
  • Wenn die Nachgeburt auch nach zwei bis drei Stunden nicht austritt.
  • Falls die Zeitspanne zwischen dem Erscheinen zweier Welpen sich in die Länge zieht (30 Minuten bis zu zwei Stunden sind normal).
  • Wenn die Fruchtblase geplatzt ist, stark grüne Flüssigkeit zum Vorschein kommt, der Welpe aber weiterhin im Geburtstrakt steckt.

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhalter sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.

Appenzeller Sennenhund

Der Appenzeller Sennenhund ist einer von vier schweizerischen Arten der Sennenhunde. Seine Herkunft und Entstehungszeit sind nicht genau festgelegt, jedoch geht man weithin davon aus, dass der Appenzeller Sennenhund seinen Ursprung in der Schweiz findet. Ihren Namen verdankt diese Hunderasse dem schweizerischen Kanton Appenzell, dem ursprünglichen Zuchtgebiet dieses Sennenhundes.

Apportieren Hunde

Unter dem Begriff "apportieren" versteht man im Allgemeinen das Herbeibringen eines Gegenstands. Dieser Begriff stammt aus der Jägersprache. Die Aufgabe des Jagdhundes besteht darin, Wild, das vom Jäger erlegt wird, anschließend zu suchen und zum Jäger zu bringen. Mittlerweile sind allerdings nur noch wenige Hundehalter als Jäger aktiv. Jagdhunde brauchen allerdings eine Ersatzbeschäftigung für die Jagdarbeit. Das Apportieren von Gegenständen kann hier Abhilfe leisten.

Ein Apportierhund ist vom Ursprung her ein Jagdhund. Die Hunde wurden ursprünglich gezüchtet, um das Wild, das der Jäger erlegt hat, zu diesem zu bringen. In erster Linie wurden die Hunde bei der Jagd auf Vögel eingesetzt. Da ein Vogel durchaus im Wasser zu finden sein und dort auch abgeschossen werden kann, muss ein Apportierhund seine Aufgabe auch dort erfüllen können. Aus diesem Grund haben Apportierhunde in der Regel keine Angst vor Wasser. Sie sind auch als Retriever bekannt, denn im Englischen bedeutet "to retrieve" nichts anderes als "apportieren" beziehungsweise " etwas zurückbringen". Von diesem Verb leitet sich die Bezeichnung Retriever ab.

Arabische Mau Katze

Bei der Arabischen Mau handelt es sich um eine relativ junge Katzenrasse. Sie wurde erst im Jahr 2009 offiziell anerkannt. Ursprünglich ordnete man die Arabische Mau den Wildrassen zu und schenkte ihr weder als Hauskatze noch als Zuchtkatze besondere Aufmerksamkeit. Allerdings hat man mittlerweile ihre Vorteile entdeckt und begonnen, sie gezielt zu züchten. Die Katzen haben einen schlanken Körper, lange Beine und sind äußerst muskulös. Die Ohren sind groß und etwas seitlich am Kopf angesetzt. Die Arabische Mau gibt es in verschiedenen Farben. Ihr Fell kann getupft, getigert oder einfarbig sein.

Beim Ariégeois handelt es sich um eine aus Frankreich stammende Hunderasse. Es wird vermutet, dass an der Entstehung die Rassen Bleu de Gascogne, Grand Gascon Saintongeois und verschiedene Briquets beteiligt waren. Ariégeois werden vor allem bei der Hasenjagd eingesetzt. Aber auch bei der Jagd auf Rehe und Wildschweine können diese Rassehunde verwendet werden. Besonders leistungsstark zeigen sie sich auf trockenem Gelände. Ariégeois sind mittelgroß, leicht und haben ein elegantes Aussehen. Das Haarkleid ist weiß mit klar abgegrenzten schwarzen Flecken. Manche Tiere können auch schwarze Tupfen und blasse Abzeichen auf den Wangen haben.

Artgerechte Haltung von Hund und Katze

Bevor Sie sich für den Kauf einer Katze oder eines Hundes entscheiden, sollten Sie sich ausgiebig mit der jeweiligen Tierart auseinandergesetzt haben und dessen jeweiligen Bedürfnisse kennen. Hinweise und Tipps, die Sie im Internet und Ratgebern finden, sind meist nur allgemein gehalten und lassen nicht zwingend auf die Persönlichkeit Ihres Hundes beziehungsweise Ihrer Katze schließen. Verspielter Hund oder Schmusetiger- wer passt besser zu Ihnen?

Ein Hund:

  • Reagiert auf Ihren Ruf
  • Lässt sich zum folgsamen Begleiter erziehen
  • Erledigt sein Geschäft in der Natur
  • Ist meist nicht wählerisch bei der Nahrungsaufnahme
  • Toleriert auch Menschen, die er weniger sympathisch findet 

Eine Katze:

  • Entscheidet selbst, wann sie zu Ihnen kommt
  • Lässt sich schwerer erziehen
  • Benötigt ein Katzenklo
  • Ist häufig wählerisch bei der Nahrungsaufnahme
  • Meidet Menschen, die ihr unsympathisch sind

Die artgerechte Haltung Ihres Hundes in Haus oder Wohnung

Ein Hund sollte in einer großzügigen Wohnung oder einem Haus gehalten werden, nicht aber in einem Zwinger. Sie sollten darauf achten, dass ihm ein Rückzugsort zur Verfügung steht. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der soziale Kontakt zu seinen Bezugspersonen und Artgenossen. Regelmäßiges Gassi gehen mit anderen Hunden und der Besuch einer Hundeschule fördern dies. Mindestens dreimal am Tag sollte ein Auslauf im Wald, Park oder auf Feldern und Wiesen ermöglicht werden. Ein Auslauf ohne Leine ist dabei optimal, damit Ihr Hund ausgelassen toben kann. Außerdem können Sie diese Zeit für Spiele sowie erzieherische Maßnahmen nutzen. Je nach Rasse, Größe, Alter und Gesundheitszustand sollten täglich ein bis zwei Stunden für den Auslauf sowie ein bis zwei Stunden für die richtige Erziehung und das gemeinsame Spielen eingeplant werden. Ein regelmäßiges Alleinlassen des Hundes, aufgrund von Berufstätigkeit oder anderen Verpflichtungen, muss schrittweise geübt werden und sollte nicht mehr als einige Stunden anhalten. In der Zeit muss dem Hund natürlich ausreichend Wasser und Futter zur Verfügung gestellt werden.

Und wie halten Sie Ihre Katze artgerecht?

Während für den Hund ein regelmäßiger Auslauf unverzichtbar ist, kann die Katze durchaus in der Wohnung gehalten werden. Katzen bestimmen selbst! Möchte Ihre Katze gerade nicht spielen, lässt sie sich dazu auch nicht drängen. Verbote und Regeln, wie das Benutzen des Katzenklos, sollten Sie mit viel Geduld durchsetzen. Auch die Ausstattung Ihrer Wohnung sollten Sie etwas anpassen: Ein Kratzbaum für Ihre Katze ist unverzichtbar, nicht nur zum Kratzen, sondern auch, damit Ihre Katze das Geschehen in der Wohnung von einem sicheren Platz aus beobachten kann. Türen, Fenster und Balkone sollten Sie „katzensicher“ verriegeln, wenn es sich bei Ihrer Katze um eine reine Hauskatze handelt. 

Athritis bei Katzen

Auch Katzen können an einer entzündlichen Gelenkerkrankung (Gelenkentzündung), einer so genannten Arthritis, erkranken. Sie kann grundsätzlich an jedem Gelenk auftreten, in der Regel sind jedoch die Gelenke der Gliedmaßen deutlich häufiger betroffen. Eine Arthritis kann bei Katzen infektiöse und nicht-infektiöse Ursachen haben, es handelt sich dabei immer um ein akutes, also ein plötzlich auftretendes und schnell verlaufendes Krankheitsgeschehen. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei einer Arthrose um einen chronischen Prozess. Eine Arthrose kann sich aber aus einer Arthritis entwickeln oder auch durch übermäßige Belastung von Gelenken entstehen.

Arthritis beim Hund

Bei einer Arthritis handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung des Gelenks. Es können ein oder mehrere Gelenke betroffen sein. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen infektiösen (durch Krankheitskeime verursachten) und nicht-infektiösen Gelenkentzündungen. Es handelt sich dabei immer um ein akutes, also ein plötzlich auftretendes und schnell verlaufendes Krankheitsgeschehen. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei der Arthrose eines Hundes um einen chronischen Prozess. Eine Arthrose kann sich aber aus einer Arthritis entwickeln oder auch durch übermäßige Belastung von Gelenken entstehen.

Arthrose beim Hund

Bei der Arthrose des Hundes handelt es sich um eine Erkrankung des Bewegungsapparats, die oftmals schleichend entsteht. Diese chronische Gelenkerkrankung wird von Schmerzen begleitet und beeinträchtigt mehr und mehr das Bewegungsverhalten des Vierbeiners. Alle Gelenke des Hundes können grundsätzlich von einer Arthrose betroffen sein, besonders häufig entsteht die Erkrankung jedoch an den Hüftgelenken, den Kniegelenken und den Sprunggelenken. Im Gegensatz zu einer Arthritis handelt es sich bei einer Arthrose nicht um einen entzündlichen Prozess, sondern um eine Verschleißerscheinung. Allerdings können auch beide Erkrankungen gleichzeitig in einem Gelenk vorkommen.

Bei der Asian-Katze handelt es sich im eigentlichen Sinne nicht um eine separate Katzenrasse, sondern um eine Zusammenfassung mehrerer Rassen. Unter dem Begriff werden in der Regel die Asian Smoke, die Asian Burmilla, die Tiffanie und die Asian Tabby zusammengefasst. Alle diese Katzen haben einen gemeinsamen Ursprung in Großbritannien. Die Verpaarung eines Chinchillakaters und einer Burmakatze soll den Grundstein für diese Rassekatzen gelegt haben. Asian-Katzen unterscheiden sich vor allem hinsichtlich ihrer Fellfarben und der Haarlänge. Sie sind in der Regel mittelgroß, haben einen kräftigen Körper, aber zierliche Beine und Pfoten.

Hunde werden von Menschen seit Jahrhunderten vielseitig genutzt. Sie helfen bei der Jagd, dienen als Begleit- oder Gesellschaftshund und werden zu Rettungshunden ausgebildet. Assistenzhunde kommen ebenfalls häufig vor. Sie erleichtern ihrem Herrchen oder Frauchen den Alltag, indem sie verschiedene Aufgaben für diese übernehmen. Sie können vielseitig eingesetzt werden und eignen sich für unterschiedliche Personen. Grundsätzlich werden Assistenzhunde von Menschen mit einer geistigen oder körperlichen Beeinträchtigung eingesetzt.

Asthma bei Katzen

Als Tierbesitzer ist es sicherlich besonders besorgniserregend, wenn der vierbeinige Liebling nach Luft schnappt. Dieses "Nach-Luft-schnappen" ist eines der häufigsten Symptome eines Asthmaanfalls. Weitere charakteristische Symptome von Asthma bei Katzen sind pfeifende Atemgeräusche und Husten. Anders als bei uns Menschen wird das Asthma bei Katzen (auch Felines Asthma) durch verengte Bronchien, vermehrte Schleimbildung, Allergene und entzündete Atemwege ausgelöst.

Auch Hunde können unter Atemnot leiden. Sie können dann kaum sportliche Leistungen erfüllen, ringen oft nach Luft und husten häufig. Bei Hunden gibt es verschiedene Arten von Atemwegserkrankungen, bei denen die Bronchien betroffen sind und der geliebte Vierbeiner weniger Luft bekommt. Die Krankheit "Asthma" gibt es allerdings in dieser Bezeichnung bei Hunden nicht.

Ataxie bei Hunden

Bei einer Ataxie sind die Bewegungsabläufe des Hundes gestört. Die Ataxie beruht auf verschiedenen organischen Veränderungen des Gehirns und Rückenmarks oder des peripheren Nervensystems. Bei Hunden wird in verschiedene Ataxien differenziert. Bei folgenden Rassen ist ein vermehrtes Auftreten zu verzeichnen:

  • Airedale-Terrier
  • Boston-Terrier
  • Französische Bulldogge
  • Golden Retriever
  • Gordon Setter
  • Greyhound
  • Kerry-Blue-Terrier
  • Labrador
  • Samoyede

Außerdem neigen Collies zur Kleinhirn- und Wirbelsäulenerkrankung, Foxterrier zur progressiven Ataxie und Jack-Russell-Terrier zur hereditären Ataxie. Insgesamt sind große Rassen und Rüden merklich öfter von Spinaler Ataxie betroffen.