Wer kennt ihn nicht, den schwarz-weiß getupften Hund namens Dalmatiner? Spätestens seit dem Film "101 Dalmatiner" ist er weltbekannt. Clever und lebhaft, ein Hund den jeder gerne hätte. Doch bei den meisten hört das Wissen über diese Hunderasse hier auch schon auf. Der Dalmatiner stammt in seiner heutigen Form aus Kroatien, es gibt allerdings Hinweise, die sogar auf eine Existenz schon zu Zeiten der Pharaonen hindeuten.

Dalmatiner - Ein Weltenbummler

Glaubt man den Erzählungen kam der Dalmatiner vor sehr langer Zeit von Indien über Ägypten und Griechenland nach Europa. In England war der Dalmatiner als ausdauernder Hund für die Kutschenbegleitung sehr beliebt. In New York wurde der Dalmatiner sogar als lebende Sirene der Feuerwehr verwendet und avancierte so zu deren Maskottchen. Eine eindeutige und allseits anerkannte Herkunftstheorie des Dalmatiners gibt es allerdings bis heute nicht. Auch ob sein Name wirklich von der kroatischen Küstenregion Dalmatien stammt ist nicht bewiesen. Sein getupftes Fell verdankt der Dalmatiner dem sogenannten Scheckungs-Gen. Neben der meistbekannten Fellfarbe des Dalmatiners, weiß mit schwarzen Tupfen, gibt es diese Rasse auch noch mit leberbraunen Tupfen. Die Augen sollten immer dunkelbraun bei schwarzen Tupfen und bernsteinfarbend bei leberbraunen Tupfen sein. Es gibt allerdings auch Exemplare mit außergewöhnlichen blauen Augen. Diese Dalmatiner werden allerdings leider von der Zucht ausgeschlossen.

Dalmatiner - Ein Hund mit viel Bewegungsdrang

Der Dalmatiner wurde über all die Jahre auf Ausdauer gezüchtet, das heißt dieser Hund braucht sehr viel Bewegung und Auslauf. Lange Spaziergänge oder Hundesportarten wie Agility und Obidience sind genau das Richtige für ihn. Allein der Auslauf im Garten ist nicht genug für diesen energiegeladenen Hund. Dalmatiner sind oft sehr überschwenglich und sprudeln gerade zu vor Entschlossenheit. Fahrrad fahren, laufen, schwimmen und spielen sind ein Muss, wenn man sich für ein Exemplar dieser Rasse entscheidet. Aufgrund seiner Intelligenz und Lernfähigkeit eignet sich der Dalmatiner auch mit großer Begeisterung Kunststücke an und hat viel Freude an jeder Art von Spielen. Mit solchen Aktivitäten fördern und fordern Hundehalter den Geist des Dalmatiners.

Der Dalmatiner will ins Familienleben integriert werden

Dalmatiner haben ein sehr freundlichen und sensibles Wesen. Hundehalter sollten diesen Vierbeiner mit liebevoller Konsequenz und Lob erziehen, zum Beispiel über seinen Spiel- und Fresstrieb. Von einem harten Ton sollte man absehen, da der Dalmatiner darauf sehr sensibel reagiert und in diesen Fällen schnell auf stur schaltet. Eine Grundausbildung in der Hundeschule ist bei Dalmatinern eine gute Investition, da diese Hunde durchaus auch ihren eigenen Kopf haben. Dalmatiner sind zwar sehr aktive und lebhafte Hunde, aber auch sehr anpassungsfähig. In Familien ist der Dalmatiner oft sehr verschmust und verträgt sich gut mit Kindern. Wenn er einmal Teil der Familie ist möchte der Dalmatiner ins Familienleben einbezogen und beachtet werden. Mit seiner Sensibilität merkt er schnell wenn es einem Familienmitglied nicht gut geht oder etwas nicht stimmt und weicht seinem Halter nicht von der Seite. Wenn der Dalmatiner allerdings dauerhaft körperlich und geistig unterfordert ist, kann es zu Problemen wie übertriebenem Schutztrieb oder aggressivem Verhalten kommen. Ein Dalmatiner sollte also nur von sehr aktiven Menschen gehalten werden, die dem Bewegungsdrangs dieses Hundes gerecht werden können.