Seit dem 01.07 2011 gilt in Niedersachsen für Hundebesitzer und solche, die es werden wollen: Hundeführerschein-Pflicht.

Jeder der sich ab diesem Zeitpunkt einen Hund zulegt und keine mindestens zweijährige Vorerfahrung innerhalb der letzten 10 Jahre vorweisen kann muss bei einer Hundeschule oder einem Hundetrainer den Hundeführerschein ablegen. Dieser soll gewährleisten, dass der neue Besitzer sicher und angemessen mit seinem Hund umgehen kann und dieser zu keiner Zeit eine Gefahr für Menschen oder andere Artgenossen darstellt. Besitzern wird eine Übergangszeit bis zum 01.07.2013 eingeräumt, um den sogenannten Sachkundenachweis zu erbringen. Von dieser Regel ausgenommen sind einige Personengruppen wie Tierärzte, Jäger und z. B. Tierheimbetreiber. Außerdem muss nicht jedes Familienmitglied einen eigenen Hundeführerschein besitzen.

Allein der eingetragene Halter des Hundes muss die Prüfung ablegen und entscheidet dann darüber, wer auf den Hund aufpassen darf und trägt somit auch die Verantwortung dafür. Den Hundeführerschein müssen Besitzer aller Hunderassen ablegen, ob groß, ob klein, jeder Hund kann bei falscher Erziehung aus der Reihe tanzen und unangenehm auffallen. Durch das neue Gesetz kommen auf den Hundehalter Mehrkosten in Höhe von ca. 200€ für das Erwerben des Hundeführerscheins zu. In einem praktischen und einem theoretischen Teil werden Alltagssituationen durchgespielt und Fragen zu gesetzlichen Regelungen, Verhalten, Kommunikation und Erziehung des Hundes sowie zur Aufzucht und Gesundheit gestellt. Bei groben Fehlverhalten kann man durch den Test fallen, die Wiederholung ist dann aber möglich. Auch in allen anderen Bundesländern ist es möglich, freiwillig einen Hundeführerschein abzulegen. Viele Hundeschulen und Hundetrainer bieten dieses spezielle Training an.

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