Katzen können ihren Rufnamen hören, nur ignorieren sie Rufe in der Regel. Doch ist es vielleicht auch bei unseren Stubentigern möglich, ihnen wie bei Hunden einen sicheren Rückruf beizubringen? Wir haben Ihnen einige Tipps zusammengefasst, wie Katzen lernen können, auf Ihren Rufnamen zu hören.

Verständlichkeit

Katzen verstehen zwar einen Großteil unserer Laute, sprechen allerdings trotzdem noch eine andere Sprache. Sollten Sie also die Möglichkeit haben, ist es sinnvoll, einen kurzen und leicht verständlichen Namen für Ihren Liebling auszuwählen. Das heißt, dass Sie auf Zischlaute (S, Z, SCH) verzichten sollten, da sie in den Ohren unserer Vierbeiner unangenehm klingen. Vokale dagegen können Stubentiger besonders gut wahrnehmen: Besonders viele und verschiedene Vokale und im besten Fall sogar eine Endung auf A, E, I, O oder U sind also ideal. Ideen finden Sie in unserem Lexikon für Katzennamen, in dem Sie außerdem die Herkunft und Bedeutung nachlesen können.

Katzen lernen durch schöne Momente

Die wichtigste Voraussetzung für das Training ist, dass sich Ihr Liebling in der Situation wohlfühlt. Stress und Anspannung sind für die Übungen eher kontraproduktiv. Sagen Sie zunächst den Namen und richten Sie sich dabei an Ihr Tier. Eine Reaktion, sei es nur ein Blick zu Ihnen, können Sie mit einem kleinen Leckerli belohnen. Nach einer Stunde versuchen Sie es noch einmal und am nächsten Tag erneut. Klappt das irgendwann, können Sie, wenn Ihr Sofalöwe gerade auf dem Weg zu Ihnen ist, einen Befehl (beispielsweise „Komm“) hinzufügen. So lernt Ihre Katze langsam, was Sie überhaupt von Ihr wollen. Für positive Assoziationen und damit eine verstärkte Wirkung, können Sie außerdem die Ansprache mit dem Namen bei Kuscheleinheiten, beim Füttern und beim Nachhausekommen gelegentlich wiederholen.

Häufige Fehler

Eine zu aggressive Stimme kann abschrecken. Achten Sie also darauf, dass Ihr Tonfall liebevoll und Ihre Stimme hell und weich sind. Außerdem sollten Sie den Namen vermeiden, wenn Sie gerade schimpfen, zum Beispiel beim Krallenschärfen am Sofa. Ein klarer Befehl wie ein „Nein“ in einem strengen Tonfall ist da besser. Besonders wichtig ist noch, dass Sie geduldig sind. Die Übungen sollten nicht öfter als ein- bis zweimal am Tag wiederholt werden, damit Ihr Liebling nicht überfordert oder gelangweilt reagiert. Außerdem ist vom individuellen Charakter abhängig, ob und wann Ihre Samtpfote reagiert. Haben Sie also nicht zu hohe Erwartungen – einige Katzen können sich als stur erweisen – und freuen Sie sich, sollten Sie doch Erfolg haben.

Foto: © Pelz/Adobe Stock

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