Eine neue Modeerscheinung aus China und Japan zeigt auf, wie Vierbeiner zu einem Spielzeug für ihre Besitzer werden. Der Oberbegriff für den neuen Trend lautet Creative Dog Grooming und zeichnet sich dadurch aus, dass Hunde frisiert, gefärbt und lackiert werden, um sie möglichst bunt, schrill und außergewöhnlich darzustellen.

Kaum ein Besitzer denkt über die Folgen für den Hund (oder die Katze) nach, dabei kann besonders das Färben des Fells zu gesundheitlichen Problemen führen.

Risiken des Fellfärbens

Es mag lustig aussehen, aber das Fellfärben des Vierbeiners birgt viele gesundheitliche Risiken. Zum einen ist es für die meisten Tiere purer Stress, teilweise stundenlang still zu stehen/sitzen und die Prozedur mitzumachen. Sie können ihrem natürlichen Bewegungsdrang nicht nachgehen und atmen in der Zeit den intensiven Geruch der Chemikalien, die sich in dem Färbemittel befinden, ein. Zum anderen werden von unwissenden Tierhaltern Färbemittel für Menschen verwendet, die im schlimmsten Fall zu schweren Verbrennungen führen können. Weitere Risiken sind z.B. verstopfte Poren, Reizungen, Juckreiz, Ekzeme aber auch das Auslösen von Allergien.

Folgen für den Hund

Abgesehen von den oben genannten Risiken, die den Gesundheitszustand der Tiere beeinträchtigen und im schlimmsten Fall dauerhaft schädigen, kann das Fellfärben auch Folgen für den Vierbeiner in Bezug auf seine Kommunikation zu Artgenossen haben. Durch die schrillen Farben und die Unnatürlichkeit kann der eigene Hund auf andere aggressiv wirken und wird dadurch gemieden oder gar attackiert. Außerdem können die Chemikalien zu einer Geruchsveränderung und damit ebenfalls zu einer gestörten Kommunikation untereinander führen - Tiere reagieren in dieser Hinsicht häufig sehr sensibel.

Rundum gesund

Auch wenn es mittlerweile „hundefreundliche“ Färbemittel für Tiere gibt, die laut Angaben der Hersteller ungefährlich sind, raten Tierschützer von dieser Modeerscheinung ab, die sich derzeit ganz besonders in den USA großer Beliebtheit erfreut. So sollte es an oberster Stelle stehen, seinen Vierbeiner glücklich und gesund zu wissen und diesen nicht als Spielzeug oder Objekt anzusehen, das einem Aufmerksamkeit und Anerkennung bringt.

Foto: © ANNA BERDNIK/Adobe Stock

(1)