Katzenbesitzern und ihren Nachbarn wird es kein unbekanntes Bild sein, wenn der Liebling oben auf dem Baum festsitzt und nur mit viel Mühe, einer Leiter oder vielleicht sogar von der Feuerwehr heruntergeholt werden muss. Dabei hat sie den Weg doch auch nach oben geschafft, warum also nicht wieder nach unten?

Kletterlektionen von der Mutter

Runter ist schwieriger als rauf, aus zwei ganz einfachen Gründen. Zum einen sind die Krallen nur auf eine Kletterrichtung ausgerichtet. Durch ihre Krümmung geben sie dem Tier halt, allerdings nur, wenn die Katze nach oben schaut. Damit kommen wir zum zweiten Problem: Unsere Samtpfoten sind es nicht gewohnt, sich rückwärts zu bewegen. Um den Baum herunterzukommen, müssten sie entgegen ihrer Blickrichtung klettern, worauf junge oder unerfahrene Tiere meist gar nicht erst kommen. Denn derartige Techniken werden in der Regel von der Mutter beigebracht, wie man beispielsweise in diesem Video sehen kann.

Verhalten im Notfall

Sitzt Ihr Liebling fest, sollten Sie trotz Ihrer eigenen Aufregung versuchen, weiteren Stress für das Tier zu vermeiden. Die Katze zum Beispiel mit einem langen Stock zu Bewegungen zu drängen, kann zu einem Fehltritt und damit einem Absturz führen, der bei ungünstiger Landung mit Verletzungen und hohen Tierarztkosten verbunden ist. Auch zu viele Menschen, die sich unter dem verzweifelten Tier versammelt haben und für jede Menge Lärm sorgen, können die Katze überfordern. Geben Sie ihr stattdessen etwas Zeit, vielleicht doch noch eine eigene Lösung zu finden, spornen Sie sie zum Beispiel mit Leckerlis an. Falls alles nichts hilft und auch eine Leiter nicht ausreicht, können Sie den Tierschutz oder die Feuerwehr zur Hilfe holen.

Foto: © vvvita/Adobe Stock

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