Springender Blutsauger: Der Floh

Die flügellosen Insekten werden, je nach Geschlecht, ein bis vier Millimeter lang. Katzenhalter können jetzt etwas aufatmen: Der gemeine Floh befällt in der Regel eher Hunde als Katzen. Er versteckt sich im Fell der Vierbeiner und ernährt sich mit seinem kombinierten Stech- und Saugrüssel vom Blut seines Wirtes. Der Körper reagiert daraufhin häufig mit Juckreiz, Hautrötungen und Pusteln. Kleine dunkle Körnchen (Flohkot) im Fell und auf der Haut der Fellnase bestätigen den Verdacht eines Flohbefalls. Bleibt eine schnellstmögliche Behandlung aus, besteht die Gefahr, dass Bandwürmer und andere Krankheitserreger durch den Floh auf das Tier übertragen werden. Um die Parasiten effektiv zu bekämpfen, muss zunächst die Umgebung des Vierbeiners komplett gereinigt werden. Alle waschbaren Textilien sollten bei mindestens 60 Grad gewaschen, Böden gewischt und sämtliche Liege- und Aufenthaltsplätze mit Flohbekämpfungssprays eingesprüht werden. Diese Sprays sind auch auf pflanzlicher Basis erhältlich. Zusätzlich sollte das Tier mittels Medikamenten vom Tierarzt behandelt werden.  

Geduldiger Begleiter: Die Milbe

Milben zählen zu den achtbeinigen Spinnentieren und erreichen eine Größe von weniger als einem Millimeter. Die Schädlinge leben überall dort, wo pflanzliche oder tierische Nahrung vorhanden ist. Insgesamt gibt es mehr als 20.000 verschiedene Milbenarten. Besonders häufig werden Hunde und Katzen dabei von Ohr-, Gras und Räudemilben befallen. Auch, wenn die Symptome eines Milbenbefalls dem eines Flohbefalls ähneln, sind sie in den meisten Fällen weniger stark ausgeprägt. Krankheitserreger werden in der Regel seltener übertragen. Daher werden Milben, anders als Flöhe, meist von Hund und Katze toleriert. Dennoch gibt es einige Milbenarten, die sehr unangenehm für unsere Vierbeiner werden können. Das Gemeine an den Parasiten: Sie „greifen“ ihre Wirtstiere nicht direkt an, sondern warten – häufig im Gras – auf eine „Mitfahrgelegenheit“. Bei einem starken Milbenbefall können Spot-On Präparate, Salben oder Puder sinnvoll sein. Diese sollten stets in Absprache mit einem Tierarzt genutzt werden.

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Gefährliches Spinnentier: Die Zecke

Die Zecke gehört zur Gruppe der Milben. Weltweit gibt es gut 800 verschiedene Zeckenarten, davon 20 Arten bei uns in Deutschland. Die Parasiten saugen sich mit dem Blut ihres Wirtstieres voll und können dabei das Vierfache ihrer ursprünglichen Größe erreichen. Gefährlich macht die Zecke vor allem, dass sie Krankheiten wie Borreliose, Babesiose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen kann. Auch wenn Katzen nicht seltener von Zecken befallen werden als Hunde, scheinen sie dennoch weniger häufig unter den übertragenen, gefährlichen Krankheiten zu leiden. Der Blutsauger sollte mit Fingerspitzengefühl rückstandslos entfernt werden. Welches Zecken-Werkzeug sich dafür am besten eignet, ist Ansichtssache. Ob Zeckenzange, -haken oder -lasso: Der Parasit sollte in jedem Fall hautnah gefasst und langsam entfernt werden. Je länger eine Zecke sich bereits in der Haut ihres Wirtes verankert hat, sprich je größer sie ist, desto höher ist die Gefahr, dass Erreger übertragen wurden. Bei auffälligen Symptomen nach einem Zeckenbiss, sollte sicherheitshalber ein Tierarzt aufgesucht werden. Mehr zu den verschiedenen Zeckenarten und den von ihnen ausgehenden Gefahren, erfahren Sie in unserer Infografik.

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Hartnäckige Mitbewohner: Der Band- und der Spulwurm

Band- und Spulwürmer leben im Darm ihrer Wirtstiere. Mit ihrem Kopf verankern sie sich in der Darmwand und ernähren sich dort vom Nahrungsbrei des Tieres. Je nach Art können Bandwürmer einige Millimeter und bis zu 20 Meter lang werden. Spulwürmer erreichen eine Länge von bis zu 35 Zentimetern. Typische Symptome eines Bandwurmbefalls sind Verdauungsprobleme sowie eine Mangelversorgung des Tieres. Das Fell wirkt struppig und glanzlos, die Anfälligkeit für Krankheiten steigt und der Vierbeiner ist insgesamt schlapp und ausgelaugt. Ob eine Wurmprophylaxe, also die regelmäßige Gabe von Wurmkurpräparaten zur Vermeidung von Wurmbefällen, sinnvoll ist, ist umstritten. Wegen ihres hohen Anteils an chemischen Wirkstoffen sind die Mittel in Verruf geraten. Durch Beobachten des Verdauungsverhaltens (Durchfall, Verstopfung, Würmer im Kot) lässt sich ein Wurmbefall rechtzeitig erkennen und tierärztlich behandeln.

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