Um Katzen die Deckung des Wasserbedarfs zu erleichtern, greifen viele zu Nass- statt zu Trockenfutter. Für eine gesunde und ausgewogene Ernährung nehmen wir dabei gerne etwas mehr Geld in die Hand – Dabei heißt teurer nicht gleich besser, zeigen Analysen der Stiftung Warentest.

Viel Geld für wenige Nährstoffe

Sechs der 25 überprüften Feuchtfutter haben nur mit einem „Mangelhaft“ abgeschnitten: Sie enthalten zu kleine oder zu große Mengen wichtiger Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, Fett und Eiweiß. Besonders auffällig ist der zu hohe Phosphorgehalt in jedem zweiten mangelhaften Produkt – eine zu hohe Menge kann den Nieren Ihrer Samtpfote maßgeblich schaden. Die durchschnittlichen Kosten der mangelhaften Produkte sind mit 1,26 Euro je Tagesration vergleichsweise hoch, wobei der niedrigste Preis mit 94 Cent von der Marke „Das Futterhaus“ und der höchste mit 1,53 Euro von „Defu“ angeboten wird. Daneben ist von den Angeboten von Mac’s, Gourmet Gold, Terra faelis und Tundra aufgrund der mangelhaften Testergebnisse abzuraten.

Gutes aus dem Supermarkt

Relativ preiswert sind die zehn guten und sehr guten Produkte, hier liegen die durchschnittlichen Kosten einer Tagesration bei 56 Cent. Das teuerste Produkt mit 1,49 Euro wird von der mit einem „Gut“ bewerteten Marke Catz angeboten. Den niedrigsten Preis von 23 Cent bieten der Testsieger „Gut und Günstig“ von Edeka und das ebenfalls sehr gut bewertete Produkt von Norma. Daneben haben die drei Marken Kitekat, Sheba und Whiskas des US-amerikanischen Herstellers Mars Petcare eine sehr gute Bewertung erhalten, ebenso Aldi Nord. Etwas schlechter haben die Produkte von dm, Animonda und Netto abgeschnitten. Besonders wichtig bei der Bewertung der Produkte war der Inhalt: Die zehn mit „gut“ und „sehr gut“ bewerteten Futter bieten optimale Mengen der verschiedenen Nährstoffe. Daneben wurden die Fütterungsempfehlungen sowie enthaltene Schadstoffe und Werbeaussagen untersucht, wobei Edeka seine Versprechen am meisten hielt und sich damit von den anderen Produkten abhob.

Unter- und Übergewicht vermeiden

Insgesamt ist der Zuckergehalt bei allen Futtermitteln unproblematisch und auch die Untersuchung der Eiweißqualität hat bei allen Produkten, abgesehen von Terra faelis, ein zufriedenstellendes Ergebnis geliefert. Vorsicht ist jedoch bei den Mengenempfehlungen geboten: Nicht nur bei mangelhaften Produkten ist diese zu niedrig oder zu hoch, weshalb Sie selbst das Gewicht Ihres Stubentigers im Auge behalten sollten.

Alle Testergebnisse können Sie bei Stiftung Warentest kaufen und einsehen.

Foto: © Nailia Schwarz/fotolia.com

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