Geschrieben von Franziska Obert und Greta Clasen

Der Hund ist des Menschen treuester Begleiter, und zwar überall. Das Fliegen mit Hund stellt daher heute keine Besonderheit mehr dar, denn immer mehr Hundebesitzer möchten ihren Vierbeiner in den Urlaub oder auf Geschäftsreise mitnehmen. Größere Rassen müssen dazu leider während des Fluges in einer Hundtransportbox im Frachtraum des Fliegers ausharren. Sehr kleine Hunderassen und Welpen dürfen ihren Besitzern hingegen in der Passagierkabine in einem entsprechenden Transportbehälter Gesellschaft leisten. Aber ist das Fliegen mit Hund wirklich in Ordnung oder stresst es die Tiere viel zu sehr? Wir haben uns für Sie mit diesem kontroversen Thema auseinander gesetzt.

Franziska: Fliegen mit Hund ist absolut in Ordnung

Ich finde, wenn man für mindestens zwei oder drei Wochen in den Urlaub fliegt ist es völlig okay, den Hund im Flugzeug mitzunehmen. Natürlich muss man bedenken, dass nicht alle Urlaubsorte für Vierbeiner geeignet sind. Wenn man vor hat, seinen gesamten Urlaub in Griechenland all-inclusive am Strand zu verbringen, sollte man sich sicherlich überlegen, ob das auch das richtige für den Hund ist. Doch es gibt ja durchaus viele Ziele, die für einen Urlaub mit Hund ideal, aber mit dem Flugzeug am einfachsten zu erreichen sind. Also wieso sollte dann Fliegen mit dem Hund nicht in Ordnung sein? Wenn man einmal im Jahr seinen Hund per Flugzeug mit in den Urlaub nimmt, bedeutet das noch keinen übermäßigen Stress für ihn. Letztendlich hat auch der Vierbeiner etwas davon, wenn er vor Ort im Urlaubsland ganz neue Ecken erkunden, spannende Gerüche wahrnehmen und vielleicht sogar neue Spielkameraden kennenlernen kann. Ich finde, Fliegen mit Hund ist, in Maßen, absolut in Ordnung. Natürlich sollte der Liebling vor Antritt der Reise immer von einem Tierarzt durchgecheckt und im Idealfall mit einer Hundekrankenversicherung abgesichert sein.

Greta: Die psychische Belastung ist zu hoch!

Einen Hund im Flugzeug mitzunehmen ist eigennützig und unverantwortlich. Er ist kein Kuscheltier oder Spielzeug, dass man mal eben einsteckt, um sich im Urlaub wohler zu fühlen. Die Vierbeiner wissen weder wo sie sich auf einmal befinden, noch warum sie auf einmal in eine enge Box zwischen Koffern und Kisten eingesperrt werden. Das Frauchen beziehungsweise Herrchen ist nirgendwo in Sicht, dazu ist es noch furchtbar laut und alles wackelt und bewegt sich, besonders beim Start und bei der Landung. Was für Auswirkungen meinen Sie also, kann das Fliegen mit Hund haben? Richtig, Stress pur! Und das kann bis zu unwiderruflichen psychischen Schäden gehen. Besonders Welpen und junge Hunde kommen mit diesem plötzlichen Stressfaktor nicht klar und können danach verhaltensauffällig werden. Dann können höchstens noch Hundetrainer helfen, das Verhalten wieder zu normalisieren. Ich finde, dass alleine dieses potentielle Risiko gegen das Fliegen mit Hund spricht. Wer sich einen Hund anschafft, muss sich vorher über die Verantwortung und die damit einhergehenden eingeschränkten Reisemöglichkeiten im Klaren sein.

Foto: © narumol pug/fotolia.com

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