Bei der Englischen Bulldogge handelt es sich um einen vom United Kennel Club anerkannten Rassehund, der seinen Ursprung in Großbritannien hat. Es wird vermutet, dass der Ursprung dieser Hunderasse auf die Molosser zurückgeht. Die Englische Bulldogge ist auch als "Bullenbeißer" bekannt. Dieser Rassehund wurde unter anderem für Hundekämpfe eingesetzt und musste gegen Stiere kämpfen. Als im 19. Jahrhundert die Hundekämpfe in Großbritannien verboten wurden, verloren auch die Bulldoggen an Beliebtheit. Allerdings verschwanden diese Rassehunde nicht ganz von der Bildfläche. Sie wurden weiter gezüchtet, nun aber mit dem Hauptaugenmerk auf einen angenehmen Charakter und die Eignung als Gesellschafts- und Begleithund. Dabei ist bei dem Hund vermehrt mit rassespezifischen gesundheitlichen Problemen zu rechnen.


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Den richtigen Englische Bulldogge-Züchter finden

Wer sich eine Englische Bulldogge ins Haus holen möchte, sollte darauf achten, einen Züchter zu finden, der Wert auf Gesundheit und Wesen seiner Tiere legt. Es gibt einige Krankheiten, von denen Bulldoggen besonders häufig betroffen sind. Insbesondere Brachycephalie als Ergebnis von Qualzucht ist ein typisches Merkmal der Rasse, das die Gesundheit einschränken kann. Neben Symptomen wie Schnarchen, Röcheln und Atemnot kann es bei betroffenen Vierbeinern beispielsweise viel schneller zu einer Überlastung bzw. einem lebensgefährlichen Hitzschlag kommen. Bei Hunden dieser Rasse kommen zudem unter anderem Herzmuskelerkrankungen, Wirbelsäulenerkrankungen (wie z.B. Keilwirbel), Hauterkrankungen (wie z.B. Demodikose und Hautfaltendermatitis), Anarska (Ansammlung von Gewebsflüssigkeit unter der Haut), Hirntumore und Gelenksdysplasien vermehrt vor. Informieren Sie sich daher im Vorfeld, wie Sie Überzüchtung erkennen können.

Englische Bulldogge: Der Charakter

Wenn man die Bulldogge aus Großbritannien sieht, nimmt man zunächst einmal nur ihren grimmigen Gesichtsausdruck wahr. Doch man tut dem Rassehund unrecht, wenn man von seinem faltigen, grimmigen Äußeren auf seinen Charakter schließt. Die Tiere haben ihren ganz eigenen Charme. Der Charakter der Englischen Bulldogge wird im Allgemeinen als freundlich, geduldig und gutmütig beschrieben. Mit Kindern gehen Hunde dieser Rasse in der Regel sehr liebevoll um. Ihrer Familie gegenüber zeigen sich die Bulldoggen sehr anhänglich. Das Wesen der Englischen Bulldogge ist sehr sensibel, auch wenn ihr Aussehen diesen Eindruck eher nicht erweckt.

Englische Bulldogge: Die Haltung

Die Haltung Englischer Bulldoggen ist sowohl auf dem Land als auch in der Stadt möglich. Hunde dieser Rasse benötigen kein straffes Sportprogramm, um zufrieden zu sein. Allerdings sollten sich Herrchen und Frauchen ausgiebig mit ihrer Bulldogge beschäftigen. Dieser Rassehund neigt zu Übergewicht und braucht daher täglich ausreichend Bewegung. Die Englische Bulldogge wird häufig als sehr schwer erziehbar beschrieben. Die eigenwilligen Hunde sind aber keineswegs unerziehbar. Mit Liebe, Geduld und viel Motivation können Herrchen und Frauchen ihren britischen Rassehund zu einem Vorzeige-Begleithund machen, der alltägliche Situationen mit Bravour meistert.

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