Wer zum allerersten Mal einen Welpen bei sich aufnimmt, erlebt viele aufregende Momente: Der erste gemeinsame Sofa-Abend, die bruchsichere Umgestaltung der Wohnung oder das Aufwischen von Pfützen auf den Küchenfliesen. Ein Hund bedeutet neben viel Spaß und Kuschelstunden auch Aufwand. Womit wir bei der Erziehung wären. Damit Sie gemeinsam entspannt durchs Leben gehen, haben wir mit Unterstützung von Hundetrainerin Gabriele Holz die AGILA Grundlagen für Welpentraining zusammengetragen.


Inhaltsverzeichnis:

Anfang mit Hindernissen

Ihr Vierbeiner hat Sie in wenigen Momenten verzaubert und gibt Ihnen jeden Tag einen Grund zu lachen – und zu weinen? Auch wenn etwas kaputt geht und Sie beide noch nicht die gleiche Sprache gefunden haben – Hundeglück kann man sich erarbeiten. Zum Grundlagen Welpentraining gehören dabei mehrere Punkte, die Sie in den ersten Wochen mit Ihrem Welpen beachten sollten:

  • Nur die Ruhe: Ihr Welpe ist noch schnell überfordert, er braucht viel Schlaf und Rückzugsorte
  • Ihre Familie ist so neu für den Welpen, wie der Welpe für Sie: Schenken Sie ihm Sicherheit, Liebe und Zusammenhalt
  • Die ersten „Schritte“: Beachten Sie die Faustregel „1 Minute Spaziergang pro Lebenswoche des Welpen am Stück“, so schützen Sie noch wachsende Hundegelenke. Gestärkt wird der kleine Körper vor allem durch vielseitigere Bewegungen beim Spielen
  • Bei Schäden an fremdem Eigentum kann Sie die AGILA Haftpflichtversicherung schon ab 4,08€ monatlich absichern

Grundlagen des Welpentrainings erlernen

Die folgenden, wohl wichtigsten Lerninhalte sorgen für die nötige Sicherheit und das Wohlbefinden Ihres Welpen in seinem neuen Leben mit Ihnen:

  • Umwelt in kurzen Trainingseinheiten kennenlernen:

Innenstadt- und Zooausflüge, Zugfahrten, Waldspaziergänge und Trainings-Besuche bei Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt, spielende Kinder, Fahrradfahrer, Jogger und andere Verkehrsteilnehmer

  • Grundsignale: Hier, Nein, auf den eigenen Namen reagieren
  • Stubenreinheit und Vertrauen aufbauen

Die nächsten Schritte bauen auf dem anfänglichen Grundlagen Welpentraining auf:

  • Sitz, Platz, entspanntes an der Leine Laufen, Hundeplatz (auch: Decke, auf deinen Platz), Stopp

Wer lernfreudig bei der Arbeit ist, kann Stück für Stück Tricks erarbeiten:

  • Gib Pfote, Links/Rechts, Männchen, Schritt/Trab/Galopp und viele weitere

Individualität und Intensität

Sie dürfen kreativ sein. Der Sinn hinter den Signalen ist das, was zählt, nicht der Begriff selbst. Sagen Sie vielleicht lieber Nein anstelle von Stopp? Haben Sie sich die Begriffe für Ihre Grundsignale zurechtgelegt, sollten Sie aber nicht mehr zwischen verschiedenen Begriffen für eine Anweisung wechseln, dies erschwert Ihrem Welpen das Lernen. Überlegen Sie sich also mit sämtlichen „Erziehungsberechtigten“, welche Begriffe Sie natürlicherweise verwenden würden:

  • Überlegen Sie sich Signalwörter, die Sie über das Grundlagen Welpentraining hinaus nutzen möchten

Dazu gehört auch die Überlegung, was Sie von Ihren Signalen konkret erwarten. Beispielsweise rufen Sie Ihren Hund zurück: Wann soll er kommen? Direkt oder genügt es auch, wenn er erst gleich kommt? Wohin soll er kommen, auf welche Position? Darf er stehen oder soll er sitzen? Darf er gleich wieder weg oder soll er bleiben? Haben Sie Ihre Regeln verinnerlicht, können Sie mit dem Lehrauftrag beginnen. Mit Fröhlichkeit, Leckerlis und spielendem Lernen, bekommen Sie Ihren Hund motiviert dazu, auf Sie zu achten. Wichtig ist, ihn aber nicht gleich zu überfordern. Nach wenigen Minuten des Übens sollten Sie das Training mit einem verständlichen Signal beenden und Ihrem Hund Pausen gönnen. Sie werden schnell merken, wie lange sich Ihr Liebling konzentrieren kann – und die Trainingseinheiten Stück für Stück verlängern können.

  • Fangen Sie mit maximal 5 Minuten an, steigern Sie sich in Länge und Häufigkeit des Trainings
  • Führen Sie das Grundlagen Welpentraining außerdem an unterschiedlichen Orten durch, damit Ihr Vierbeiner das gemeinsame Lernen auch in fremden Situationen fröhlich mitmacht
  • Neben den Signalen und der Umwelt kann auch Ihre eigene Verfassung und Handeln variieren, beachten Sie dies in allen den Trainingseinheiten

Lernen Sie gemeinsam

Sie bestimmen, wann trainiert und wann Pause gemacht wird. Auch Ihr Hund muss lernen, sich für ein fröhliches Miteinander nach Ihnen zu richten. Mit jeder Situation und allen Erfolgen Ihres Trainings lernen Sie beide dazu. Der Hund lernt Sie kennen und Sie Ihren Hund. Nehmen Sie wahr, wann Ihr Vierbeiner den Spaß verliert oder überfordert ist. Je genauer Sie auf seine Bedürfnisse achten, desto besser können Sie konzentrierte Momente nutzen und Lernerfolge herbeiführen. Das Grundlagen Welpentraining erfordert:

  • Geduld
  • Konsequenz
  • Den Sinn, auch an sich selbst zu arbeiten und zu erkennen, was Sie und Ihr Hund leisten können
  • Den Mut, sich Hilfe zu holen, kommen Sie in einer wichtigen Trainingssituation nicht weiter

Angstmomente überwinden

Sie werden immer wieder auf Probleme stoßen. Verlieren Sie jedoch nicht das Vertrauen in sich und Ihren Liebling. Wer trainiert, hat Tiefpunkte und Erfolgsmomente. Das bringt Sie weiter. Auch gefährliche Situationen können dazugehören, wie zum Beispiel Übungen im Straßenverkehr. Sorgen Sie dabei für die nötige Sicherheit. Sind Sie überfordert, wird es auch Ihr Hund sein. Überforderung kann Trainingserfolge ins Wanken bringen, daher sollten Signale, die der Sicherheit dienen, nur erfolgen, wenn Ihr Schatz das Grundlagen Welpentraining bereits eingehend verinnerlicht hat. Trainieren Sie also immer in Situationen, in denen Sie sich und Ihrem Hund das nötige Selbstbewusstsein geben können - damit Sie gemeinsam angstfrei und routiniert durch das Leben gehen können.

Wenn Sie noch auf der Suche nach Ihrem zukünftigen Welpen sind und weitere Informationen brauchen, informieren Sie sich gerne umfassend in unserer Serie zum Thema Hundeanschaffung und drucken sich unsere Checkliste zur Hundeanschaffung als PDF aus.

Foto: © DoraZett / Adobe Stock

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