Sie haben ein neues Familienmitglied mit scheinbar unendlicher Energie? Obwohl Sie mit Ihrem Welpen regelmäßig Gassi gehen und ihm genug Spielzeug bieten, dreht er manchmal einfach durch? Kein Grund zur Sorge – wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihren energiegeladenen und überdrehten Welpen beruhigen können.

Ein großes Fragezeichen für viele Hundehaltende: überdrehte Welpen

Welpen sind jung, voller Neugier und Tatendrang. Mit ungebremster Energie entdecken Sie Ihre Umwelt und versuchen sich zurecht zu finden. Kein Grund zur Sorge für Hundebesitzende – der Überschuss an Energie ist „welpenüblich“ und legt sich im Laufe des Heranwachsens in der Regel von selbst. Nichtsdestotrotz setzt das überdrehte Verhalten der jungen Hunde vielen Hundebesitzenden ziemlich zu. Plötzliches Herumrennen, Zerkauen von Gegenständen, Anspringen oder lautes Gebell stehen häufig an der Tagesordnung. Wenn der Welpe kaum mehr ansprechbar ist und wie in Trance alles Herumliegende zernagt oder wild rennt, sind Hundehaltende oft überfordert. Häufig liegt der Grund für diesen Energieschub in einem fehlerhaften Verhältnis von Ruhe und Auslastung. Aber auch Ernährung, Krankheiten, Charakterzüge und fehlende Routine können Gründe für diese kleinen „Ausraster“ sein. Wie Sie Ihren überdrehten Welpen beruhigen können, das finden Sie also am besten über die zugrundeliegende Ursache heraus.

Wie am besten überdrehten Welpen beruhigen?

Finden Hundebesitzende die Ursache für die plötzlichen Energieschübe, lassen sich überdrehte Welpen in der Regel gut beruhigen. Die häufigsten Ursachen und was Sie dagegen tun können, haben wir Ihnen im Folgenden aufgelistet:

  1. Verhältnis von Ruhe & Auslastung: Der häufigste Grund, der zu unkontrollierbaren Energieschüben von Welpen führt, ist ein unausgewogenes Verhältnis von Ruhe und Auslastung. Denn die kleinen Racker brauchen nicht nur Spielzeug, Spaziergänge und Platz zum Austoben, sondern auch sehr viel Ruhe. Gerade junge Hunde benötigen sehr viel Schlaf und Entspannung, oft bis zu 20 Stunden am Tag. Wenn der Hund also regelmäßig stark ausgelastet ist, aber wenig Ruhe bekommt, kann das zu Hyperaktivität führen. Grundsätzlich sollten Ruhephasen bei Weitem die Aktivitätsphasen überwiegen. Sie sollten Ihrem Welpen genug Zeit zur Entspannung geben, wenn Sie ihn körperlich und geistig gefordert haben.
  2. Routine: Wichtig für unsere Vierbeiner ist zudem Routine. Fehlt diese, kann sich der Hund nicht darauf einstellen, was als nächstes kommt und fühlt sich oft unsicher. Einige Hunde reagieren darauf mit energiereichen Ausrastern und versuchen so, ihre Bedürfnisse zu stillen. Schaffen Sie daher am besten eine Tagesroutine, die für Sie und Ihren Vierbeiner geeignet ist. Planen Sie feste Essenszeiten, regelmäßiges Gassigehen und Spielen, aber auch Ruhezeiten ein.
  3. Ernährung: Auch die Ernährung spielt für die jungen Vierbeiner eine große Rolle und könnte unkontrollierte Energieschübe mit fördern. Sollten Sie sich bezüglich des Welpenfutters und der Menge an Futter unsicher sein, halten Sie Rücksprache mit Ihrer Tierarztpraxis.
  4. Krankheit: Ebenso wie wir Menschen äußern auch Hunde ihre Bedürfnisse unterschiedlich. Veränderte Verhaltensweisen können ein Zeichen von Krankheit sein – sowohl psychisch als auch physisch. Um sicher zu gehen, lassen Sie vor allem bei langanhaltenden oder besonders stark ausgeprägten Energie- oder Aggressionsschüben Ihr Tier von einer Tierärztin oder einem Tierarzt untersuchen.

Überdrehten Welpen beruhigen – Ursachenforschung und Geduld

Plötzliches Herumtoben, Umwerfen oder Zerkauen von Gegenständen, lautes Bellen und wildes Herumrennen – auch wenn Welpen ihre Besitzenden manchmal an den Rand des Wahnsinns bringen, ist das, was sie unbedingt wahren sollten, vor allem Geduld. Denn jeder Hund ist unterschiedlich und gerade junge Hunde neigen dazu, alles ausprobieren zu wollen. Diese Energieschübe sind in erster Linie harmlos. Welpen sind jung, voller ungebremster Energie, neugierig und randvoll mit Entdeckergeist – etwas ungestümes Verhalten ist da absolut üblich. Wenn das Toben des überdrehten Welpen aber häufig kippt und sich in Richtung aggressives oder zerstörerisches Verhalten entwickelt, sollten Sie sich nochmal eingehend mit den bereits erläuterten Themen Auslastung, Ruhe, Ernährung, Routine und Krankheit auseinandersetzen. Bei so viel Energie kann auch schon mal etwas zu Bruch gehen. Um sich und Ihren Welpen gegen die finanzielle Folgen solcher Schäden am Eigentum Dritter zu schützen, empfiehlt es sich, eine Hundehaftpflichtversicherung abzuschließen.

Foto: © studio Hoto/Adobe Stock

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