Die Frage, ob Hunde vegetarisch oder sogar vegan ernährt werden können, ist nicht neu. Betrachtet man die Ernährungsbiologie des Hundes, so ist er als Beutetierfresser zu sehen. Aufgrund der großen Anpassungsfähigkeit hinsichtlich der Ernährungsweise können Hunde aber prinzipiell auch Futtermittel auf rein pflanzlicher Basis verwerten. Wichtig ist dabei, auf die Qualität der Proteine und die bedarfsgerechte Nährstoffversorgung zu achten. Unternehmen wie Vegan4Dogs, VEGDOG und Meinert haben sich dem veganen Ernährungstrend gewidmet und bieten laut eigener Angabe bedarfsdeckendes Alleinfutter auf rein pflanzlicher Basis an.

Besondere Rezepturen: Was steckt im veganen Hundefutter?

Kartoffeln, Linsen, Spinat, Erbsen und Chiasamen bilden die Zutaten für das Nassfutter ADULT, einem Produkt aus der VEGDOG-Palette. Was selbst bei so manchem Zweibeiner eher selten auf den Teller kommt, soll nun unsere Vierbeiner begeistern? Das VEGDOG-Team und seine Kunden sind zumindest von den veganen Produkten überzeugt. Sie argumentieren, dass Hunde pflanzliches Eiweiß genauso gut verwerten können wie tierisches, sofern es aus hochwertigen Quellen wie zum Beispiel Lupinen stammt. Ihr Futter wird durch Mineralpulver sowie eine spezielle Alge zur Versorgung mit Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren ergänzt. Auch Vegan4Dogs setzt bei dem veganen Alleinfutter Greta auf hochwertige Zutaten. Leicht verdaulicher Reis und Kartoffeln als Energiequelle, Eiweiße aus Erbsen und Linsen sowie Meersalz und Seealgenmehl als Mineralienlieferanten – die Liste der Bestandteile ist lang. Ein Hinweis darauf, vor welcher Herausforderung die Anbieter des bedarfsdeckenden veganen Hundefutters standen. VEGDOG und Vegan4Dogs entwickelten die Rezepturen in Zusammenarbeit mit Experten für Tierernährung. Produkte von VEGDOG und das vegane Alleinfuttermittel Harmonie von Meinert verzichten neben tierischem Protein auch auf Getreide und Soja.

Warum Allergiker von veganem Hundefutter profitieren können

Selbst wenn der Vierbeiner gesund ist, ist es nicht leicht, unter der Vielfalt von Angeboten das richtige Hundefutter zu finden. Neue Marken, neue Inhaltsstoffe, neue Ernährungstrends – wer soll da den Überblick behalten. Hat der Hund eine Futtermittelallergie, gestaltet sich die Suche nach der passenden Ernährungsform erst recht schwierig. Hundefutter auf rein pflanzlicher Basis, das zudem soja- und getreidefrei ist, kann für solche Allergiker in Betracht gezogen werden. Eiweiße aus Rind, Milch, Huhn und Weizen gehören zu den Hauptallergenen des Hundes. Auch auf Eiweiße aus Soja, Lamm, Schwein und Mais können Hunde allergisch reagieren. Die Produkte von VEGDOG und Meinert verzichten auf diese Hauptallergene und könnten somit hilfreich sein. Auch für eine Ausschlussdiät, um herauszufinden, worauf der Hund allergisch reagiert, können vegane Futtermittel geeignet sein.

Ob aus medizinischen Gründen oder als Beitrag zum Tier- und Umweltschutz – wer die Ernährung seines Hundes teilweise oder gänzlich umstellen will, sollte dies auf jeden Fall mit dem Tierarzt abklären. Denn auch, wenn es prinzipiell möglich ist, Hunde vegetarisch oder vegan zu ernähren: Wissenschaftliche Untersuchungen, die die langfristigen Auswirkungen einer solchen Ernährungsweise eindeutig belegen, gibt es bislang nicht.

Foto: © Alexei Maximenko/Adobe Stock

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