Auf den Duft kommt es an
Frisch gedüngte Kuhwiesen, abgestandene Matschpfützen, Müll- und Lebensmittelreste oder im schlimmsten Fall Aas oder Hinterlassenschaften anderer Tiere. Was auf uns abstoßend wirkt, scheint unsere Vierbeiner geradezu magisch anzuziehen, und zwar so sehr, dass sie ihr ganzes Fell damit tränken wollen. Ergebnis ist dann häufig ein Bad zuhause, um den mit fleißigem Wälzen erarbeiteten Geruch wieder loszuwerden. Was die Gründe für dieses Verhaltens angeht, wird in verschiedenen Theorien erklärt.
Gestank als Tarnung
Einer Theorie nach haben Hunde das Wälzen im Dreck von ihren wilden Vorfahren geerbt. Demnach können sich „stinkende“ Raubtiere näher an ihre anvisierte Beute anschleichen, ohne errochen zu werden. Der Jagderfolg ist also wahrscheinlicher, was für unsere Lieblinge zwar nicht mehr von überlebenswichtiger Bedeutung sein mag, dennoch aber in ihren Instinkten stecken könnte.
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Reisemitbringsel
Eine weitere Möglichkeit ist, dass die Geruchsabdrücke auf dem Fell der innerartlichen Kommunikation dienen. So, wie wir Menschen Postkarten oder Fotos zeigen, um von unseren Reisen zu erzählen, reicht bei Hunden (oder Wölfen) ein Schnuppern aus, um zu erkennen, wo der andere gewesen ist.
Alles Geschmackssache
Haben Sie Ihren Liebling vor kurzem mit einem parfümierten Shampoo gewaschen? Dann ist es kein Wunder, dass er alles daransetzt, diesen für ihn unangenehmen Duft wieder los zu werden. Ein bisschen Gülle von der nächsten Wiese ist da eine gute Lösung. Und auch so freuen sich Hunde über die natürliche Duftnote in ihrem Fell. Sie haben nun mal von Natur aus eine andere Wahrnehmung von Gerüchen.
Verwendetes Bildmaterial
Foto: © Danijel Levicki/Adobe Stock