Unsere Stubentiger können etwa 14-mal besser riechen als wir Menschen. Doch zur Katzennase gibt es noch mehr Wissenswertes – haben Sie zum Beispiel schon vom Jacobsonschen Organ gehört? Wir haben für Sie die interessantesten Fakten rund um das Riechorgan Deutschlands beliebtesten Haustieres zusammengetragen.

Futtersuche

Katzen verfügen über 200 Millionen Riechzellen und das direkt nach der Geburt. Bereits in der Lebensphase, in der ihre Augen noch geschlossen sind, finden sie dank ihres feinen Geruchsinns problemlos zu den Zitzen ihrer Mutter. Und auch in höherem Alter ist der Duft wichtiger Entscheidungsfaktor, wenn es um die Nahrungsaufnahme geht: Trägt das Futter einen falschen Geruch, wird Ihr Haustier es verschmähen. Das ist auch der Grund dafür, weshalb bei Erkrankungen im Nasenbereich Futter häufig gemieden wird – es riecht einfach nicht stark genug. Erwärmen des Futters oder die Zugabe von Fischöl können den Geruch wieder intensivieren und die Mahlzeit schmackhafter erscheinen lassen.

Orientierung und Kommunikation

Der feine Geruchssinn ermöglicht es unseren Lieblingen, Artgenossen und damit potentielle Fortpflanzungspartner auch über eine sehr weite Distanz aufzuspüren. Außerdem können Reviere markiert werden, und die feine Nase ist essentiell für die Kommunikation untereinander. Katzen haben an verschiedenen Stellen ihres Körpers, wie an den Fußballen und am Kinn, Duftdrüsen. Über diese geben geben sie Pheromone ab und geben damit dem Gesprächspartner wichtige Informationen über sich preis, sodass die Samtpfoten das Geschlecht bestimmen und zwischen vertraut und unvertraut unterscheiden können. Weibchen signalisieren so außerdem, dass sie paarungsbereit sind.

Flehmen

Sicher kennen Sie folgenden Gesichtsausdruck Ihrer Samtpfote: Sie öffnet den Mund leicht, zieht die Nase nach oben und ihr Blick wird starr. Dieses Verhalten wird Flehmen genannt und ist ein Zeichen dafür, dass Ihr Liebling einen besonders spannenden Geruch aufnimmt. Über den Mund wird der Geruch zum sogenannten Jacobsonschen Organ geleitet und kann so besonders intensiv wahrgenommen werden, da er sowohl gerochen als auch geschmeckt wird.

Indikator für Krankheiten

Katzennasen sollten normalerweise weich, kühl und leicht feucht sein. Längerfristige Trockenheit, Risse oder sogar blutige Stellen deuten auf einen Wassermangel, Hautprobleme oder eine allergische Reaktion hin. Das Sekret sollte immer klar sein, Verfärbungen oder Veränderungen in der Konsistenz können Anzeichen für einen Bakterien- oder Virenbefall sein, aber auch für komplexere Krankheiten wie Schnupfen.

Einzigartigkeit

Der Abdruck der Katzennase und der des menschlichen Fingers haben eine Besonderheit gemeinsam: Sie sind beide einzigartig. Bei ganz genauem Hinsehen können Sie bei Ihrem Stubentiger ein Muster von Unebenheiten erkennen. Dieses Muster gibt es genau einmal, nämlich nur bei Ihrem Liebling.

Foto: © Melashacat/Adobe Stock

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