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500.000 Katzen im ersten Weltkrieg

Es wird geschätzt, dass ungefähr eine halbe Millionen Katzen und Kater den Soldaten im ersten Weltkrieg zur Seite standen. Ihre wichtigste und offizielle Aufgabe war es – wie auch bei Schiffskatzen auf hoher See – Ratten, Mäuse und andere Schädlinge zu jagen. Diese konnten sonst den überlebenswichtigen Lebensmittelvorräten gefährlich werden und Krankheiten verbreiten. Katzen haben ein ausgeprägtes Jagdverhalten und stellten die wirksamste Möglichkeit dar, jegliche Nager im Zaum zu halten. Außerdem wurde von einigen Seiten vermutet, Katzen wären von Spionen zur Übermittlung von Nachrichten eingesetzt worden – wirklich bestätigt werden konnte das allerdings nicht. Was stattdessen fest steht: Die süßen Samtpfoten waren nicht nur im Kampf ums Überleben wichtige Helfer, sondern stellten auch Begleiter für die Soldaten dar und hoben als Maskottchen und Haustiere die Moral unter sonst düsteren Bedingungen.

Ein Kriegskater als Lebensretter

Ein überliefertes Beispiel für die Rettung eines Menschenlebens durch Katzen ist die Geschichte des Katers Pitouchi. Er wurde zwischen den Schützengräben geboren, seine Mutter verstarb jedoch früh. Glücklicherweise fand der belgische Soldat Lekeux das junge Kätzchen und adoptierte es, woraufhin beide nicht mehr voneinander zu trennen waren. An einem Tag saß Lekeux versteckt in einem Loch und skizzierte die Artilleriearbeit des Feindes, als deutsche Soldaten auf Streife seine Bewegung bemerkten. Lekeux erwartete seinen Tod, doch zum Glück hatte er Pitouchi bei sich, der hinaus aus dem Loch sprang. Die Soldaten feuerten und verfehlten den Kater. Als sie das Tier sahen, dachten sie, sie hätten sich geirrt und es bestünde keine feindliche Gefahr. So ließen sie von dem Versteck ab und Pitouchi und Lekeux konnten sicher zu ihrem Lager zurückkehren.

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Gedenken an die Tiere im Krieg

Wie viele der ungefähr 500.000 Katzen und Kater im ersten Weltkrieg ums Leben kamen, ist nicht klar. Es wurden jedoch zahlreiche Denkmäler errichtet, die an die wichtigen Rollen aller Tiere für Menschen erinnern, so gibt es zum Beispiel das „The Animals in War Memorial“ in London, England. Auf ihm wird mit der Inschrift „They had no choice“ (englisch für: „Sie hatten keine Wahl“) auch daran erinnert, dass die Tiere uns Menschen im Krieg zwar treu zur Seite gestanden haben, gleichzeitig aber auch kaum die Möglichkeit hatten, sich anders zu entscheiden. Umso mehr stehen wir heute in der Verantwortung, uns gut um unsere vierbeinigen Lieblinge zu kümmern.

Verwendetes Bildmaterial

Foto: © prextimize/Adobe Stock

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