Katzenakne, auch Kinnakne oder feline Akne genannt, ist eine relativ häufig auftretende Hauterkrankung im Kinnbereich der Samtpfoten. Während sie meist keine Umstände verursacht und es sich lediglich um ein kosmetisches Problem handelt, bedarf es bei schwereren Fällen einer medizinischen Behandlung.

Erkrankung erkennen

Anders als bei Menschen handelt es sich bei Katzenakne nicht um eine klassische „Jugenderkrankung“, Alter, Rasse und Geschlecht des Tieres spielen in diesem Fall tatsächlich keine Rolle in der Entstehung. Auch das Auftreten variiert von einmaliger Erkrankung über wiederkehrende bis hin zu chronischen Merkmalen. Typisch sind vermehrte Mitesser im Kinnbereich der Katze, zusätzlich können kleine Pickel oder Pusteln auftreten. Diese Hautunreinheiten spüren Sie in der Regel dann, wenn Sie vorsichtig über die betroffene Stelle streichen.

Entstehung

In den Wurzelbereichen der Haare – den Haarbälgen bzw. Follikeln – wird Talg produziert, der normalerweise einfach nach draußen „abfließt“. Kommt es zu einer Verstopfung der Poren, sammelt sich der Talg zunehmend unter der Haut und die Haarbälge werden gedehnt, was wir als Mittesser bzw. Pickel erkennen. Normalerweise ist das kein Problem (nur wenige Katzen haben bereits bei leichter Akne Schmerzen oder einen Juckreiz), allerdings kann es durch Bakterien oder Keime zu problematischen Entzündungen kommen.

Ursachen

Die genauen Ursachen konnten von Medizinern noch nicht geklärt werden, es gibt allerdings einige Faktoren, die vermutlich die Entstehung von feliner Akne fördern: Ein geschwächtes Immunsystem, eine Überproduktion von Talg sowie Stress sollen der Erkrankung zutragen. Außerdem fördern ein mangelhaftes Putzverhalten und das Fressen aus einem dreckigen Napf (und damit der vermehrte Kontakt zu Bakterien) eine verstärkte Verschmutzung der Haut und damit Entzündungen. Um dem entgegenzuwirken, sollten Sie eine Futterschale aus Keramik, Metall oder Glas nutzen, welche Sie täglich reinigen. Außerdem kann es helfen, wenn Sie nach der Fütterung das Kinn Ihres Lieblings vorsichtig mit einem feuchten Tuch säubern.

Behandlung

Bleibt die Erkrankung im Mitesser-Stadium, ist sie relativ harmlos. Größere Mitesser sollten auf keinen Fall ausgedrückt werden! Stattdessen können Sie versuchen, ein warmes und feuchtes Tuch auf das Kinn zu legen, um die Haut geschmeidiger zu machen. Danach sollten sich größere Verschmutzungen sanft rausreiben bzw. –kraulen lassen. Zusätzlich können Sie eigens für Tiere entwickelte Reinigungspads mit einer desinfizierenden Wirkung im Fachhandel erwerben. Allerdings reagiert die Haut mancher Samtpfoten gereizt auf die Tücher, weshalb sie nicht für jeden geeignet sind. Erst bei schwereren Entzündungen kann es sein, dass Medikamente wie Antibiotika für die Behandlung nötig werden. In jedem Fall sollten Sie Ihren Tierarzt einen Blick auf Ihre Katze werfen lassen. So kann er den Schweregrad einschätzen und andere Erkrankungen, beispielsweise Hautpilz, ausschließen.

Foto: © Alena Ozerova/Adobe Stock

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