Kletten – Blütenkugeln mit kräftigen Widerhaken – sind darauf ausgerichtet, sich im Fell von Tieren festzusetzen, um so die Samen der Pflanze möglichst weitläufig zu verstreuen. Gerade für Hunde mit langem oder besonders dickem Haar kann es den Waldspaziergang gehörig vermiesen, wenn sich Kletten an ihnen festgesetzt haben. Wir haben einige Tipps, wie Sie Störenfriede schmerzfrei entfernen.

Kletten finden und entfernen

Häufig verstecken sich Kletten im Tierhaar, ohne dass der Besitzer sie direkt sieht. Für den Hund kann es sehr schmerzhaft sein, wenn sich die spitzen Haken in die Haut bohren, am Fell ziehen und durch die Bewegung immer weiter eingefilzt werden. Nehmen Sie sich also am besten während des Spaziergangs immer wieder Zeit, Ihren Liebling danach abzusuchen. Kletten können sich überall im Fell festsetzen, häufig finden sie sich allerdings an den Ohren und der Nase des Hundes, wenn er sich durch dichtes Gestrüpp geschnüffelt hat. Besonders störend und schwer zu erkennen sind Kletten im Achselbereich und zwischen den Pfotenballen. Außerdem bietet der Schwanz eine große Angriffsfläche. Sind die Kletten gefunden, gibt es verschiedene Möglichkeiten, sie zu entfernen:

  • Mit den Händen: Locker sitzende Kletten können vorsichtig mit den Händen gelöst werden. In diesem Fall sind Handschuhe gut, um die Haut zu schützen und einen festeren Griff um die Stacheln zu haben.
  • Kamm: Ein grober Kamm hilft, kleinere Kletten, die sich nicht so gut greifen lassen und weit über den Körper verteilt sind, zu lösen.
  • Zange: Mit einer kleinen Zange können sie härtere Kletten zerbrechen. Die einzelnen Stückchen sollten dann nicht mehr so fest sitzen und sich leichter lösen lassen.
  • Schuhe: Zum Schutz der Pfoten können Sie Ihrem Tier Schuhe aus dem Fachhandel überziehen. Die meisten Vierbeiner finden das allerdings unangenehm. Sie sollten also abwägen, ob die Schuhe vielleicht störender sind, als die Kletten an den Pfoten.
  • Schere: Für besonders schwierige Fälle können Sie eine Schere nutzen. Einige Kletten werden durch die Bewegung des Hundes so sehr in das Fell gedrückt, dass sie sich nur noch herausschneiden lassen. Achten Sie unbedingt darauf, nicht ausversehen die Haut Ihres Lieblings zu verletzen.

Idee für den Klettverschluss

Was uns bei unseren Spaziergängen nervt, war Mitte des 20. Jahrhunderts Inspiration für eine bedeutende Erfindung: den Klettverschluss. Der Schweizer Ingenieur George de Mestral hatte bei Spaziergängen mit seinem Hund ebenfalls das Problem, dass sich Kletten immer wieder im Fell verhedderten. Bei genauerem Betrachten bemerkte er die winzigen Häkchen und entwickelte daraus das Verschlusssystem wie wir es heute kennen.

Foto: © Katja/Adobe Stock

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