Appetenzverhalten beim Hund
Wenn es um die Triebe und das Benehmen unserer Vierbeiner geht, fällt immer wieder der Begriff „Appetenz“. Dieses Wort klingt doch recht kompliziert und wissenschaftlich, dabei ist es schnell erklärt.
Wenn es um die Triebe und das Benehmen unserer Vierbeiner geht, fällt immer wieder der Begriff „Appetenz“. Dieses Wort klingt doch recht kompliziert und wissenschaftlich, dabei ist es schnell erklärt.
Der Begriff „Appetenz“ stammt aus der Verhaltensforschung. Er beschreibt ein triebhaftes Handeln, das bei Tieren zu beobachten ist. Dabei übt das Tier eine zunächst ungerichtete Aktivität aus, um einen auslösenden Reiz aufzunehmen und damit den Trieb zu befriedigen. In der Theorie klingt es noch recht abstrakt. Wie können wir uns also Appetenz bei unseren Vierbeinern vorstellen?
Wenn Ihr Liebling Hunger hat, wird er dieses Bedürfnis stillen wollen. Dafür läuft er zunächst einfach umher, auf der Suche nach einem Reiz, in diesem Fall dem Geruch von Futter. Dieses ziellose Umherlaufen ist Ausdruck des ungerichteten Appetenzverhaltens. Das heißt, dass dieses Benehmen die Grundlage für eine folgende instinktgeleitete Handlung ist. Denn wenn Ihr Hund schließlich den gesuchten Duft aufnimmt, also einen Schlüsselreiz wahrnimmt, wird er diesen verfolgen. Dieses gezielte Verfolgen von Reizen wird als gerichtetes Appetenzverhalten bezeichnet.
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Appetenz wird häufig in Verbindung mit Jagdhunden genannt, da Fellnasen mit einem gesteigerten Appetenzverhalten in diesem Bereich besonders „konzentrationsfähig“ sind. Das heißt, sie können besonders lange ihre Umgebung nach Reizen (wie der Spur eines Fuchses) absuchen und bei Auffinden entsprechend schnell reagieren.
Foto: © ocveit/Adobe Stock
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