Kein Hund als Urlaubs-Souvenir
Bei unserem Besuch in einem spanischen Tierheim lernten wir die kleine Mischlingshündin Teta kennen und lieben und mit ihr ein paar Hundert kleine Hundeseelen. Die nächsten zwei Urlaubswochen überlegten wir, ob wir Teta mit nach Deutschland nehmen sollten. Aber wie sollte es da weitergehen? Teta war gerade ein Jahr alt, kannte nur das Tierheim und wir müssten zu hause direkt wieder arbeiten. Vernünftig, aber traurig, ließen wir Teta zurück, wollten uns aber aus Deutschland für das Tierheim engagieren. Wir erstellten eine Website mit den Fotos aller Hunde, wurden deutscher Kontakt und sammelten Spenden. Wir wollten auch bei der Vermittlung helfen und suchten nach geeigneten Familien.
Perfektes Timing
Eines Tages meldete sich die Tierheimleiterin, dass sie einen Flug gebucht hat und mit sechs Welpen zu uns kommt. Zwar hatten wir genug Interessenten und diese auch mit einem Fragebogen, Mails und Telefonaten abgecheckt, jedoch sollten die sechs Welpen vorerst unser Haus beziehen.
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Luna als große Schwester
Nach dem Flug von Barcelona nach Deutschland wurden die Welpen von uns erst einmal gebadet, gefüttert, konnten sich ausschlafen oder durch den Garten toben und zum ersten Mal Rasen unter den Pfoten spüren. Luna kümmerte sich immer um die Kleinste der Welpen, eine drei Monate junge Mischlingshündin. Alle Welpen waren nach ein paar Tagen in ihre neuen Familien vermittelt. Doch eine kam zwei Tage später wieder zurück… Es war die kleine Mischlingshündin. Die Gründe für die Rückgabe spare ich mir an dieser Stelle. Die Kleine betrat das Haus, traf auf Luna und war das blühende Hundeleben. Die beiden hatten sofort Spaß miteinander. Sie liefen durch den Garten, spielten zusammen, fraßen nebeneinander und schliefen abends gemeinsam in Lunas Hundezimmer.
Aus eins mach zwei
Mein Mann wollte die Kleine unbedingt behalten. Und auch Luna hatte Spaß an ihr. Ich jedoch hatte die ganze Zeit im Kopf, was es bedeuten würde, wieder einen Welpen aufzuziehen. Zwar hatte ich nun mehr Erfahrung, aber ich wollte es mir genau überlegen. Mein Mann versuchte mich mit den Argumenten zu überreden, dass es sein Hund wäre und er sie erziehen würde und ich nichts damit zu tun hätte. Die Kleine tat mir auch Leid. Geboren im spanischen Tierheim, Flug nach Deutschland, erst bei uns, dann in eine Familie vermittelt, dann wieder zurück zu uns und jetzt sollte sie wieder weg, wo sie sich so wohl fühlte bei Luna und schon so viele Stationen mit ihren erst drei Monaten durchlaufen musste.
Meine Entscheidung war gefallen: Ich bestellte für unsere in weniger als einer Woche stattfindende Hochzeit einen zweiten Hund aus Marzipan neben dem Brautpaar als Tortenaufsatz für die Hochzeitstorte - Luna & Mini.