Ein Gastartikel von Nadine Potthoff

Was ist besser als ein Hund? Mehrere Hunde! In einer Artikel-Serie erzählt uns Mehrhunde-Halterin Nadine Potthoff von ihrem Leben mit einem ganzen Hunderudel. Von den Anfängen mit ihrer ersten Hündin Luna über die Entscheidung zu einer zweiten Hündin bis zu einer ganzen Handvoll Hunde, Nadine Potthoff nimmt Sie mit und erzählt aus ihrem turbulenten Hunde-Alltag.

Auf den Hund gekommen…

…bin ich im Dezember 2004. Am 25. Oktober 2004 erblickte eine kleine Mischlingshündin das Licht der Welt und wurde am 30. Dezember 2004 zu meiner ersten Hündin Luna. Ich hatte sie von einem Bauernhof, auf dem auch Schweine lebten. Diesen hat sie ihren, wie ich ihn liebevoll nenne, Heckspoiler (abgebissene Rute) zu verdanken.

Anfängerfehler

Luna war mein erster Hund und ich hatte keinerlei Hundeerfahrung. In dieser Zeit ist man den Hundebesitzern die man kennt, für jeden Tipp dankbar. So war es auch bei mir, als mir eine Bekannte sagte, dass immer wenn Luna sich drehte, sie sich lösen musste. Ich legte mich also zum Schlafen hin und Luna fing an sich zu drehen. Sofort sprang ich in meinem Pyjama auf, schnappte mir Luna, rannte die Treppen drei Etagen hinunter, schloss die Haustüre auf und ging mit ihr auf die Wiese. Dort standen wir nebeneinander, Luna schnupperte ein wenig und schaute mich an. Total müde nahm ich sie nach einer Weile wieder auf den Arm, schloss die Türe wieder auf, ging wieder in die dritte Etage und versuchte mich erneut hinzulegen. Diesen Ablauf haben wir einige Male wiederholt. Übrigens immer mit dem Ergebnis, dass Luna weder Wasser noch was anderes gelassen hat. Einige Nächte später stellte sich heraus, dass Luna sich drehte um sich schlafen zu legen. Luna lernte schnell und entwickelte sich, auch ohne Hundeschule, zu einem wahren Traumhund.

Hochzeitsreise mit Hund

Als Luna vier Jahre alt war, planten mein Verlobter und ich unsere Hochzeit und die Hochzeitsreise. Bei uns musste dies jedoch genau umgekehrt erfolgen, weil es beruflich nicht anders möglich war. Somit wurde erst gereist, dann geheiratet. Wir überlegten: Eine Kreuzfahrt, eine Flugreise, Inselurlaub à la Malediven. Bei all diesen Reisen hätten wir Luna zurücklassen müssen und wir waren der Meinung, dass sie zu uns gehört und auch mit in den Urlaub gehört. Unser Ziel also Spanisches Festland mit dem Auto. Wir fanden ein Ferienhaus in einem hundefreundlichen spanischen Örtchen mit Hundestrand.

Ein weiterer Hund?

In Spanien hatten wir mit Luna eine schöne Zeit. Sie konnte ohne Leine mit uns durch den Ort laufen, am Strand herumtoben und im Meer baden. Sie war mit uns in Valencia und Barcelona. Durch die Runden mit Luna trafen wir auf ein Rudel spanischer Hunde. Und durch dieses Rudel lernten wir eine Dame kennen, die uns auf ein privates Tierheim aufmerksam machte. Nachdenklich, ob es das richtige ist, sich in den Flitterwochen ein spanisches Tierheim anzusehen, da man diese „Perreras“ aus dem Fernsehen kannte, suchten wir das Tierheim auf. Im Tierheim lernten wir die kleine Mischlingshündin Teta kennen und lieben und mit ihr begann die Überlegung über einen Zweithund.

Foto: © Nadine Potthoff

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