Die Narkose von Hund oder Katze unterscheidet sich im Grunde kaum von der Narkotisierung eines Menschen. Eine Narkose führt zu vollständiger Bewusstlosigkeit, Schmerzfreiheit und Bewegungslosigkeit. Ein Tier muss betäubt werden, um es während einer Untersuchungsmethode, einer tierärztlichen Behandlung oder eines chirurgischen Eingriffs ruhig zu stellen. Eine Narkose bei Hund oder Katze ist also auch dann notwendig, wenn eine Behandlung eher unangenehm ist und das Tier auf jeden Fall stillhalten muss.

Beispielsweise bei der Entfernung von Zahnstein, von Fremdkörpern aus dem Ohr und bei Augenbehandlungen müssen die Tiere in der Regel betäubt werden. Auch sehr schmerzhafte Behandlungen führt man unter Narkose durch. Die Betäubung schaltet das Schmerzempfinden aus und sorgt dafür, dass der Tierarzt das Tier behandeln kann, ohne dass es sich wehrt oder gar den Tierarzt verletzt. Für einige Röntgenuntersuchungen kann es ebenfalls nötig sein, das Tier zu betäuben. So sollen verwackelte Aufnahmen und ggf. Schmerzen vermieden werden und es wird sichergestellt, dass das Tier richtig gelagert werden kann. Selbstverständlich werden auch Tiere in Narkose gelegt, die operiert werden sollen. Bevor Hunde oder Katzen eine Betäubung erhalten, werden diese in der Regel eingehend untersucht. Durch die vorherige Untersuchung soll die Allgemeingesundheit festgestellt und so das Narkoserisiko eingeschätzt werden.

Worauf sollte man nach einer Narkose bei Hund oder Katze achten?

Tiere können bestimmte Anzeichen und Verhaltensweisen nach einer Narkose zeigen. Sie benötigen im Anschluss an eine solche Betäubung viel Ruhe und müssen von außen gewärmt werden, da die Körpertemperatur unter Umständen erniedrigt ist. Auch kann sich die Blase unkontrolliert entleeren. Das Tier wacht in der Regel innerhalb von einigen Minuten oder Stunden nach der Narkose auf. Die Wachheit nimmt mehr und mehr zu. Das Tier kann nach einer Narkose Anzeichen wie Orientierungslosigkeit und taumelnden Gang zeigen. Auch Schmerzen im Anschluss an einen operativen Eingriff können auftreten. Tierhalter sollten sich in dieser besonderen Situation einfühlsam um ihr Tier kümmern und die Anweisungen des Tierarztes genau befolgen.

Warum sollte man eine Krankenversicherung für ein Tier abschließen?

Die Narkose und darauf folgenden Behandlungsmaßnahmen bei Hund und Katze verursachen Kosten, die der Tierhalter tragen muss. Eine Tierkrankenversicherung für Hunde und Katzen bietet daher eine gute Absicherung. 

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhalter sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.

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