Auch wenn mittlerweile die meisten Infektionskrankheiten bei Hunden und Katzen in Deutschland nur noch selten zu finden sind, benötigen die Vierbeiner genau wie wir Menschen regelmäßige Impfungen. Die steigende Lebenserwartung unserer Haustiere kann man in dieser Hinsicht als klaren Erfolg werten. Welche Impfungen Sie bei Ihrem Haustier unbedingt durchführen lassen sollten und warum die regelmäßige Immunisierung von Hund und Katze so wichtig ist, lesen Sie in diesem Artikel.

Es wird zwischen sogenannten Core-Komponenten und Non-Core-Komponenten unterschieden. Bei Core-Komponenten handelt es sich um Pflichtimpfstoffe, die jeder Hund und jede Katze erhalten sollte. Non-Core-Komponenten sind Impfstoffe, die nur bei Bedarf eingesetzt werden. Die Notwendigkeit einer solchen Impfung richtet sich nach Alter, Lebensbedingungen und Konstitution des Tieres. Wichtig ist, dass Hund und Katze im Alter von 8-9 Wochen grundimmunisiert werden. Die Grundimmunisierung besteht bei beiden Vierbeinern aus mehreren Impfungen mit Core-Komponenten. In einem Abstand von 3-5 Wochen wird wiederholt geimpft. Eine nachfolgende Abschlussimpfung sollte nach einem Jahr erfolgen.

Impfungen mit Core-Komponenten bei Hunden

Bei Hunden wird bei der Grundimmunisierung (die sogenannte „5-fach Impfung“) gegen die fünf häufigsten Infektionskrankheiten Staupe, Parvovirose, Zwingerhusten, Leptospirose und Tollwut geimpft. Die Tollwutimpfung nimmt dabei eine Sonderstellung ein. Sie ist die einzige Impfung, die in der EU gesetzlich geregelt ist. Das bedeutet, dass sich Tierärzte hierbei strikt an die Herstellerangaben halten müssen. Für eine Reise in das EU-Ausland ist eine mindestens 21 Tage zurückliegende Tollwutimpfung Pflicht. Impfungen mit Core-Komponenten bei Katzen Zu den Pflichtimpfungen bei Katzen zählen die Immunisierung gegen das feline Herpesvirus (FeHV), das feline Calicivirus (FCV) und das feline Panleukopenievirus (RCP). FCV und FHV gehören zu den Haupterregern von Katzenschnupfen. Diese Erkrankung kommt nach wie vor relativ häufig dort vor, wo mehrere Katzen auf engem Raum gehalten werden. Auch bei reinen Wohnungskatzen ist das Risiko in Relation höher an Katzenschnupfen zu erkranken als bei Freigängerkatzen.

Impfungen mit Non-Core-Komponenten

Bei Hunden gehören dazu unter anderem die Impfungen gegen Borreliose und Tetanus. Impfungen mit Non-Core-Komponenten bei Katzen richten sich unter anderem gegen folgende Erreger: Tollwut, Bordetella brochoseptica (Zwingerhusten), FIP (tödliche Bauchfellentzündung) und FeLV (Katzenleukämie). Ihr Tierarzt wird Sie gerne beraten, ob eine solche Immunisierung für Ihren Hund oder Ihre Katze sinnvoll ist. Die Impfkosten erfragen Tierhalter direkt bei ihrem Tierarzt.

Zum Schutz vor hohen Tierarztkosten hilft eine Hunde- bzw. Katzenkrankenversicherung. Diese übernimmt sowohl die Impfkosten als auch die Kosten weiterer Vorsorgeuntersuchungen bis zur Leistungsgrenze.

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