Dass die geliebte Fellnase mal krank wird, lässt sich meist leider nicht vermeiden. Im folgenden Artikel haben wir uns mit einer ganz bestimmten Infektionskrankheit beschäftigt, die gefährliche Folgen haben kann: Die Leptospirose bei Hunden. Erfahren Sie Wissenswertes über Symptome, Behandlung und Vorbeugung der Krankheit.

Ansteckung

Die Leptospirose wird von Bakterien, den Leptospiren, verursacht und führt auf Dauer zu Nieren- und Leberversagen. Nicht nur Hunde, sondern auch andere Tiere wie Katzen, Rinder und Schweine können an Leptospirose erkranken. Besonders gefährlich ist die Krankheit, da sie vom Tier auf den Menschen übertragen werden kann (Zoonose). Hauptsächlich werden die winzigen Bakterien über Urin übertragen. Dort können sie Wochen bis Monate überleben. Besonders Hunde nehmen die Leptospiren schnell auf. Die Gefahrenquelle: Wasserpfützen. Verrichtet ein erkrankter Hund seine Notdurft in der Nähe einer Wasserpfütze, ist die Gefahr hoch, dass Artgenossen sich beim Erfrischen während des alltäglichen Spaziergangs anstecken.

Symptome für Leptospirose beim Hund

Die häufigsten Symptome einer Leptospirose beim Hund sind:

  • Fieber
  • Mattigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Durchfall
  • Vermehrtes Durstgefühl
  • Blutgerinnungsstörungen

Durch das häufige Brechen und den Durchfall gehen wichtige Mineralstoffe und oft auch Blut verloren. Mineralstoffe und ausreichend Blut im Körper brauchen Lebewesen jedoch, um fit zu sein. Es entsteht also ein Teufelskreislauf, der den Hund immer schwächer werden lässt.

Behandlung der Leptospirose beim Hund

Besteht der Verdacht auf eine Leptospirose beim Hund, wird zunächst eine Urinprobe vom Tierarzt untersucht, bei der die Bakterien bis zu 50% nachgewiesen werden können. Blutuntersuchungsbefunde deuten auf die entstehenden Nieren- und Leberschäden hin. In aller Regel werden die erkrankten Hunde stationär aufgenommen und zusätzlich zu einer Behandlung mit Antibiotika werden die weiteren Symptome mittels Infusionen behandelt.

Leptospirose beim Hund darf keinesfalls unterschätzt werden. Wird die Infektion rechtzeitig erkannt und therapiert, überleben ca. 50% der Hunde. Bei Jungtieren stehen die Chancen aufgrund des noch unausgereiften Immunsystems jedoch schlechter. Zur Vermeidung einer Erkrankung sollte der Hund regelmäßig geimpft werden. In aller Regel beinhaltet die große Jahresimpfung auch einen Impfschutz gegen Leptospirose. Trotz der Impfung kann es leider dennoch vorkommen, dass Hunde erkranken, da der Impfstoff nicht gegen alle Bakterienstämme der Leptospirose wirksam ist. Bemerken Sie eines oder mehrere Symptome bei Ihrem vierbeinigen Liebling, sollte schnellstmöglich ein Tierarzt aufgesucht werden. Einen durchaus nützlichen Schutz vor ausufernden Tierarztkosten kann eine Hundekrankenversicherung bieten.

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhalter sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.

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