Langes Hundefell mag süß aussehen und schön kuschelig sein, bringt allerdings auch seine Herausforderungen mit sich. Gerade im Winter kann der Hundespaziergang komplizierter werden, wenn sich Schneeklumpen im Hundefell bilden und sich nur schwer wieder lösen lassen. Hinzu kommt, dass der Vierbeiner die Klumpen häufig abknabbern will und dabei den gesundheitsschädlichen Schnee frisst. Damit Sie und Ihr Liebling die Winterzeit trotzdem genießen können, haben wir die besten Tipps gegen Schneeklumpen im Hundefell für Sie zusammengefasst.


Inhaltsverzeichnis:


Die richtige Frisur gibt es nicht

Einfach ab mit dem Fell? Das mag zwar nach der einfachsten und effektivsten Methode gegen Schneeklumpen im Hundefell klingen, ist bei niedrigen Temperaturen allerdings selten eine gute Idee. Mit dem Fell nehmen Sie Ihrem Hund schließlich seinen wichtigsten Schutz vor der Winterkälte. Was Sie ein wenig zurechtstutzen können, ist das Fell zwischen den Zehen und Pfotenballen. Hier sammeln sich häufig besonders schmerzhafte Klümpchen, oft sogar mit etwas Streusalz und Split vermischt. Darüber hinaus sollten Sie auf einen ausreichenden Schutz der Pfoten – z.B. mittels eines speziellen Balsams, Melkfett oder generell einer fetthaltigen Creme – achten, da die Ballen gerade im Winter stark belastet werden und sonst einreißen können.

Fette und Öle gegen Schneeklumpen im Hundefell

Das Prinzip klingt einleuchtend: Rückfettend wirkende Substanzen im Fell verhindern, dass sich der Schnee ansammeln kann. Dafür werden verschiedene Mittel angepriesen, die Sie vor dem Spaziergang Ihrem Liebling auf das Fell auftragen sollen. Im Internet oder im Fachhandel können Sie spezielles Pfotenspray finden, dessen Fokus allerding häufig eher auf der Pfotenpflege liegt, als dass es gegen Schneeklumpen im Hundefell hilft. Alternativ eignet sich in einigen Fällen Pferdeglanz-Spray – vorausgesetzt, es ist als PH-neutral und ungiftig ausgeschrieben. Was den Preis betrifft, dürfte reines, flüssiges Glycerin kaum zu unterbieten sein. Sie erhalten es bereits für ein paar Euro im Internet oder der Apotheke und kennen den Lebensmittelzusatzstoff vielleicht eher unter der Nummer E422. Glycerin ist der Grundstein aller Fette und findet sich in geringen Mengen beispielsweise auch als Feuchthaltemittel in Hundeleckerlis. Ideal ist pflanzlich hergestelltes Glycerin, dessen Basis zum Beispiel Kokosöl sein kann. Sämtliche Mittel sollten Sie natürlich immer zunächst an einer kleinen Stelle an der Pfote testen, um allergische Reaktionen auszuschließen. Achten Sie außerdem darauf, dass Ihr Liebling sich nicht sofort das Fell abschleckt – die „Pfotenpflege“ sollte er zur Sicherheit in größeren Mengen nicht zu sich nehmen.

Schneeklumpen im Hundefell mit Hundekleidung verhindern?

Hundeschuhe können die Pfotenballen sicher vor Split und Eis schützen, wobei beim durchschnittlichen Spaziergang allerdings auch einfacher Pfotenbalsam o.ä. ausreichen sollte. Gegen Schneeklumpen im Hundefell sind Schuhe allerdings eher nebensächlich, da sich die Schneebälle häufig auch weiter oben an den Beinen sammeln und besonders bei kleinen Hunden auch den Bauch betreffen können. Dagegen kann ein Overall helfen, der noch dazu einen wärmenden Effekt hätte. Die meisten Vierbeiner sind allerdings wenig begeistert von der Hundekleidung – wägen Sie also bei Ihrem Liebling ab, wie sehr ihn die Bekleidung stören würde und welchen Mehrwert sie tatsächlich bringt.

Foto: © R.Bitzer Photography/Adobe Stock

(1)