Dass Menschen unter einer Allergie gegen Hunde und Katzen leiden können, ist bekannt. Doch es geht auch umgekehrt, vermuten Wissenschaftler bereits seit über einem Jahrzehnt. Aber wie können unsere Vierbeiner gegen uns allergisch sein?

Tierallergie gegen Menschenhaare und -haut?

Jucken, Niesen, Atemprobleme – die Symptome von Hunden und Katzen mit einer Umweltallergie sind ähnlich wie bei Menschen, die unter einer Tierhaarallergie leiden. Bei Hunden äußert sich die Unverträglichkeit vornehmlich in Hautproblemen, bei Katzen dagegen kann es auch häufiger zu Asthma kommen. Neben den bekannten Allergieauslösern bei unseren Vierbeinern, wie beispielsweise durch Flöhe bei Katzen, Pollen oder Futtermilben, stehen auch menschliche Haare und Hautschuppen unter Verdacht, allergische Reaktionen auszulösen. Kann das Kuscheln und Kraulen also zur Qual werden?

Keine eindeutigen Nachweise einer Allergie

Unterschiedliche Wissenschaftler, beispielsweise von der Ludwig-Maximilians-Universität in München, der Universität Wien und der University of Edinburgh, haben Hauttests und Ausschlussverfahren so interpretiert, dass Hunde und Katzen gegen Menschen allergisch sind. Das Problem: Die Vierbeiner haben häufig gleichzeitig auf andere Stoffe allergisch reagiert und Besitzer können nicht einfach den Kontakt zu ihren Haustieren abbrechen, um herauszufinden, ob die Symptome dann verschwinden. Eine Tierallergie gegen Menschen lässt sich also nicht sicher diagnostizieren. Die Vermutung liegt jedoch dann nahe, wenn andere Unverträglichkeiten, wie zum Beispiel gegen Pollen, Milben oder Produkte der Halter (Handcremes, Parfums, etc.), ausgeschlossen wurden.

Behandlung allergischer Symptome bei Tieren

Wird vermutet, dass Tierallergien bei menschlichen Haaren oder Hautschuppen auftreten, lassen sich die Symptome gezielt bekämpfen. Wie bei anderen Umweltallergien können zum Beispiel Inhalationen oder Medikamente die allergischen Reaktionen eindämmen. Durch Waschungen mit medizinischen Shampoos reduzieren Sie die Menge allergieauslösender Stoffe im Fell Ihres Vierbeiners und stärken die natürliche Hautbarriere. Was ebenfalls empfohlen wird, ist den Hund nicht mit ins Bett zu lassen und auch davon abzusehen, das Bett mit der Katze zu teilen – dort befinden sich nämlich besonders viele Hautschuppen von Ihnen. Eine gute Hautpflege Ihrerseits ist ebenfalls sinnvoll, da trockene Haut besonders stark schuppt. Staub und Rauch verschlimmern die Symptome – letzteres ist jedoch auch für Nicht-Allergiker gesundheitsschädlich, da Passivrauch Passivrauch Gefahren für Katzen und für Hunde birgt.

Foto: © Luetjemedia/Adobe Stock

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