Wussten Sie, dass Ihr Liebling ungefähr 100 verschiedene Laute von sich geben kann? Natürlich sind einige Stubentiger gesprächiger und andere Artgenossen etwas ruhiger. Trotzdem gibt es einige besonders häufig auftretende Töne, bei denen es sinnvoll ist, ihre Bedeutung zu kennen.

Miauen

Kleine Kätzchen wissen von kleinauf, dass sie die Aufmerksamkeit ihrer Mutter über Miauen erlangen. Im Erwachsenenalter ist das gegenseitige Anmaunzen unter Stubentigern eher ungewöhnlich, doch wir Menschen dienen noch immer als Adressat. Ob zur Begrüßung, Forderung nach Essen oder allgemein nach Aufmerksamkeit: Miauen ist vielfältig. Versuchen Sie, auf die individuellen Töne des Miauens zu achten, vielleicht können Sie lernen, die Nuancen zu unterscheiden und wissen so, was genau Ihre Katze gerade „sagen“ möchte.

Fauchen und Schnurren

Fauchen und Schnurren gehören wohl zu den bekanntesten Geräuschen, die unsere Lieblinge von sich geben. Genau deswegen haben wir zwei eigene Artikel dazu geschrieben, um diese Äußerungen genau zu erklären. Hier geht es zum Beitrag über das Schnurren und hier zum Thema Fauchen.

Paarungsruf

Ebenfalls für Aufmerksamkeit (diesmal aber bei Artgenossen) sollen an Babygeschrei erinnernde Töne sorgen, die normalerweise in schneller Abfolge besonders laut abgegeben werden. Dabei handelt es sich um einen Paarungsruf. Stoßen zwei Kater aufeinander, ist ähnliches Geschrei allerdings eher als Kampfgesang zu interpretieren, der bei Angriffen ausgestoßen wird.

Trillern oder Gurren

Dieses Geräusch könnte man als leicht abgeschwächte Variante des Miauens sehen. Die sehr hohen, fröhlichen Schreie sind mit einer positiven Atmosphäre verbunden und geben dem Tier die Möglichkeit, seine Freude auszudrücken (zum Beispiel bei der Fütterung).

Zwitschern oder Schnattern

Manche Katzen beobachten mit Hingabe das Treiben im Garten durch das Fenster ihrer Wohnung. Sieht der Stubentiger einen Vogel, kann es sein, dass er die Geräusche des fremden Tieres imitiert. Ergebnis ist ein markantes Klappergeräusch, bei dem der Unterkiefer vibriert und Aufregung ausdrückt, der kleine Jäger würde schließlich am liebsten seine auserkorene Beute angreifen. Gleichzeitig kann das Geräusch Zeichen von Frustration sein, weil der Stubentiger seinem Jagdinstinkt nicht nachgehen kann.

Knurren

Knurren steht für Angst, Aggression, Wut oder Überreizung. Einige Katzen knurren, wenn bei der Fütterung der Mensch oder ein Artgenosse zu nah an ihre Futterschale tritt – in jedem Fall möchte ein knurrender Stubentiger in Ruhe gelassen werden.

Jaulen

Dieses Geräusch kann einem einen kalten Schauer über den Rücken jagen. Lautes Heulen bzw. Jaulen ist ein Ausdruck größten Unwohlseins, von Schmerzen, Angst oder Orientierungslosigkeit. So kann es sein, dass die Samtpfote eingesperrt ist, nicht mehr von einem Baum runterkommt, Wasser, Nahrung oder medizinische Versorgung braucht.

Neben diesen Lauten haben Katzen selbstverständlich eine Vielzahl an weiteren Varianten, sich auszudrücken. Weitere Informationen zur Sprache Ihres Stubentigers finden Sie hier.

Foto: © jarafoti/Adobe Stock

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