Es passieren so schnell Missverständnisse beim Zusammenleben mit einem Stubentiger - deswegen ist es wichtig, die Katzensprache zu verstehen. Bedeutet Schnurren wirklich immer Wohlbefinden? Was meint sie, wenn sie mit dem Schwanz schlägt, mit den Pfoten scharrt oder die Ohren zurücklegt? Ein paar Beispiele über die Bedeutung Katzensprache helfen, die Kommunikation zwischen Ihnen und Ihrer Samtpfote zu vereinfachen.

Katze-Mensch-Wörterbuch

In der Kommunikation zwischen Katzen und Menschen läuft so einiges anders: Haben Sie sich schon einmal gewundert, warum Ihre Katze Menschen mag, die die Vierbeiner selbst wiederum überhaupt nicht mögen und sie ignorieren? In der Katzensprache bedeutet diese Nicht-Beachtung tatsächlich Demut und Friedfertigkeit - letztendlich versteht die Samtpfote das als Freundschaftsgeste. Ich habe für Sie einige Verhaltensbeispiele und ihre Bedeutung aufgelistet:

  • Schnurren: Wenn eine Katze schnurrt fühlt sie ich meistens wohl - es kann aber auch auftreten, wenn sie Schmerzen hat oder trauert. Sie versucht dann sich damit selbst zu beruhigen.
  • „Milchtreten“ (Treteln auf einer Stelle): Das ist ein klarer Ausdruck von Wohlbehagen.
  • Miauen: Wird von Katzen unter anderem zur Begrüßung, aber auch zum Beschweren und Wehklagen genutzt sowie um Aufmerksamkeit zu bekommen.
  • Blinzeln: Man sagt auch, dass zublinzeln ist ein Katzenlächeln. Es zeigt die Zuneigung - blinzeln Sie doch einmal zurück!
  • Mit Köpfchen, Pfote oder Körper anstoßen: Schmuse oder spiele mit mir! Die Katze fordert ganz klar Aufmerksamkeit.
  • Das Köpfchen an Sie reiben: Meins! Eine besitzergreifende Geste. Sie signalisiert, dass Sie zu ihr gehören.
  • Nasenkuss: Kalt, feucht, aber unheimlich lieb gemeint. Sie können sich glücklich schätzen, wenn das passiert - es ist eine zärtliche Freundschaftsbekundung.
  • Knabbern und Lecken: Das ist sogar ein wahres Liebeszugeständnis!
  • Langsames, schwungvolles Schwanzschlagen: Sie befindet sich in einer ruhigen Stimmung, ist aber gleichzeitig sehr an ihrer Umgebung interessiert.
  • Schütteln und Scharren mit den Vorderpfoten: Ihr Liebling fühlt sich unsicher und unbehaglich in der Situation.
  • Katze leckt sich die Lippen: Sie ist nervös und unsicher.
  • Wegschauen: Die Katze will nicht streiten, beschwichtigt und ordnet sich unter. Demutsverhalten.
  • Augen verengen/langes, direktes Anstarren: Bei Katzen bedeutet das Aggression. Die unterlegene Katze wendet dann den Blick ab.
  • Peitschendes Schwanzschlagen: Gesteigerte Konzentration, Erregung, kurz vorm Angriff.
  • Ohren zurückgelegt: Die Katze hat Angst. Unterwerfungsgeste.

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