Ob trocken oder nass, vegetarisch oder rohes Fleisch: Die Vielfalt an Hundefutter ist enorm und wir passen genau auf, was in den Napf unserer Hunde kommt. Und das ist auch wichtig, schließlich sind nicht in jedem Futter die nötigen Nährstoffe enthalten. Doch jetzt gibt es einen neuen Trend. Wir erklären Ihnen, was es mit „Clean Feeding“ auf sich hat.

Nachhaltige Ernährung für Hund und Halter

Anke Jobi hat ihr Leben der Hundeernährungsberatung gewidmet. Auf ihrer Website informiert sie umfassend über den neuen Trend „Clean Feeding“, der übersetzt „saubere Fütterung“ bedeutet.

 „Clean Eating“, also sauberes Essen, ist bei uns Menschen schon länger bekannt. Dabei geht es um eine gesunde und vollwertige Ernährung, bei der möglichst wenig verarbeitete Lebensmittel gegessen werden und man stattdessen lieber auf frische Produkte zurückgreift. Man schaut sich nicht nur an, was auf dem Teller liegt, auch die Herkunft des Essens spielt eine wichtige Rolle. Und genau diese Grundsätze gelten auch für das „saubere Füttern“ unserer Vierbeiner.

Woher kommt mein Futter?

Eine ausgewogene Hundeernährung macht nicht nur das aus, was im Napf liegt. Stattdessen sollte sich der Halter laut „Clean Feeding“ auch Gedanken über den Ursprung des Futters machen. Dabei gibt es verschiedene Schwerpunkte, wie beispielsweise eine nachhaltige Landwirtschaft und eine tierfreundliche Nutztierhaltung. Wenn unser Liebling artgerecht leben soll, wäre dann nicht auch eine artgerechte Haltung seiner „Nahrung“ gerechtfertigt? Wo kommen die Zutaten her? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich das saubere Füttern.

Flexibles Konzept

Klare Regeln gibt es beim „Clean Feeding“ nicht. Es geht vielmehr darum, Anregungen und Orientierungshilfen für ein gesundes und gleichzeitig umweltfreundliches Ernährungsverhalten zu bieten. Die vermittelten Grundsätze können individuell an die Fütterungsmethode des jeweiligen Hundes angepasst werden und erfordern keine vollkommene Umstellung. Sie können also flexibel Maßnahmen Schritt für Schritt in Ihren Alltag integrieren. Fertigfutter wird allerdings eher als nicht als „sauber“ eingestuft. Doch auch hier können Sie sich an „Clean Feeding“-Maßstäben orientieren, wenn es beispielsweise um Bio-Zertifikate geht. Informieren Sie sich am besten bei Ihrem Tierarzt, welche Variante für Ihren Vierbeiner am geeignetsten ist.

Foto: © Lilli/Adobe Stock

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