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CatFACS Analyse von Katzenmimik
Es ist nicht immer einfach, die Körpersprache unserer Lieblinge, wie zum Beispiel die Warnsignale der Katze, richtig zu deuten. Um herauszufinden, ob wir die Körpersprachunserer liebsten Vierbeiner richtig deuten, hat eine Gruppe von Biologen der britischen University of Lincoln die Gesichtsausdrücke von Katzen bis ins kleinste Detail untersucht. 29 Katzen auf einem kanadischen Tierheim wurden hierfür unterschiedlichen Situationen ausgesetzt und dabei gefilmt. Anschließend wurden die 275 vier-sekündigen Videos mit Hilfe von „CatFACS“ (Cat Facial Action Coding System) analysiert. Bei der Software handelt es sich um ein wissenschaftliches Beobachtungsinstrument zur Erkennung und Codierung von Gesichtsbewegungen bei Katzen basierend auf deren Gesichtsanatomie. Das Programm erfasst selbst noch kleinste Bewegungen der Gesichtsmuskeln und erleichterte den Forschern damit, die Katzenmimik genau zu deuten.
Katzenmimik: Angst, Frust und Interesse
Entgegen der vorherigen Annahme, dass hinter den Gesichtsausdrücken unserer verschmusten Stubentiger viele verschiedene Bedeutungen stecken, brachte die Untersuchung mittels „CatFACS“ eher ernüchternde Fakten zutage. Wie die Forscher herausfanden, spielt sich die Mimik von Katzen zwischen mäßig interessiert, Angst und Frust ab. Gesichtsausdrücke, die auf Glück oder Traurigkeit hinweisen, kommen hingegen nicht vor. Unsere Samtpfoten sind dazu nicht in der Lage. Blinzelt die Katze intensiv, ist das nach den Auswertungen der Biologen ein Zeichen dafür, dass sie Angst hat. Starrt sie wie hypnotisiert etwas an, richtet sie ihre Ohren nach vorne und betrachtet Objekte mit leicht geneigtem Kopf, deutet das eher auf ein entspanntes, interessiertes Gemüt hin. Das Nasenlecken hingegen, das wir Menschen häufig als Katzenhygiene oder Hunger deuten, ist ein Zeichen dafür, dass die Katze frustriert ist und beschäftigt werden möchte. Gleiches gilt für flackernde Ohren oder Fauchen.
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Einschränkungen der Katzenmimik-Studie
Die Forscher schränken die Aussagekraft ihrer Studien allerdings ein Stück weit ein. Den trotz der Genauigkeit der angewandten Software könnte möglicherweise durch die Gesichtsbehaarung der Tiere manch eine Regung unerkannt bleiben. Außerdem räumten die Wissenschaftler ein, dass sich infolge der geringen Anzahl der untersuchten Tiere auch Abweichungen bei dem einen oder andern Stubentiger ergeben können. Zudem wurden nur im Tierheim lebende Samtpfoten beobachtet und keine Wohnungskatzen, die unter anderen Bedingungen leben. Eine Nachfolgestudie zur Katzenmimik ist daher schon geplant.
Verwendetes Bildmaterial
Foto: © Ekaterina Kolomeets/Adobe Stock