Ihr Liebling ist eigentlich gut erzogen und läuft zu Ihnen, wenn Sie ihn rufen. Nur kommt er langsam in die Jahre und seine Sinne lassen nach, auch das Gehör. Was im Haushalt kaum ein Problem sein mag, kann spätestens beim Spaziergang zur Herausforderung werden: Wir haben ein paar Tipps, wie Sie damit umgehen.

Unsicherheit durch getrübte Sinne

Bei einem Waldspaziergang fühlt sich Ihr Vierbeiner ohne Leine am wohlsten und erkundet fröhlich die Umgebung. Doch auf einmal sieht und hört er Herrchen nicht mehr, er fühlt sich verloren. Im schlimmsten Fall hört er zwar noch Ihren Ruf, kann die Richtung jedoch nicht zuordnen, gerät in Panik und läuft tief in den Wald. Wenn diese Gefahr besteht, sollten Sie mindestens auf eine Schleppleine zurückgreifen, um gefährliche Situationen zu vermeiden.

Bei leichten Einschränkungen des Hörvermögens gibt es noch ein paar weitere Tricks, mit denen Sie und Ihr Liebling einen entspannten Spaziergang haben:

  • Gewöhnen Sie Ihren Hund an Körpersignale wie ein ausholendes Winken oder Klatschen mit den Händen. Derartige Zeichen sind auch von weitem als eindeutiges „Komm“ verständlich. Bis dieses Signal vollkommen erlernt ist, brauchen Sie allerdings etwas Geduld.
  • Behalten Sie die Entfernungen im Auge. Lassen Sie Ihren Hund nur so weit vorlaufen, wie er Sie noch hören kann. Rufen Sie ihn immer wieder zu sich, bevor er sich zu weit entfernt.
  • Achten Sie auf Unerwartetes. Mit getrübten Sinnen passiert es schnell, dass Ihr Liebling den anderen Hund, der Ihnen entgegenkommt, erst spät bemerkt. In der Schrecksituation werden seine Reaktionen unberechenbar, weshalb Sie ihn unbedingt rechtzeitig zu sich holen sollten.

Nicht zu eitel für eine Leine

Nehmen Sie Ihren Hund an die Leine, wenn Sie sich der Kontrolle über ihn nicht mehr sicher sind, insbesondere an von vielen Spaziergängern besuchten Orten oder befahrenen Straßen. Damit schützen Sie nicht nur andere Personen und Tiere, sondern auch sich selbst und Ihren Liebling. Fällt Ihnen ein ungewöhnlich schneller oder früher Gehörverlust auf, empfehlen wir Ihnen einen Besuch beim Tierarzt, um mögliche altersunabhängige Ursachen für einen Gehörschaden zu klären.

Foto: © ognjeno/Adobe Stock

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