Eine Ausstellung über unsere Lieblinge ist fast schon naheliegend, wenn man die Hunde-Begeisterung unserer Gesellschaft bedenkt. Kunst eigens für vierbeinige Besucher ist schon etwas außergewöhnlicher. Und eine Fellnase als richtiger Mitarbeiter hat definitiv Seltenheitswert.

Experte für Schädlingsbekämpfung

Schädliche Insekten sind kein neues Problem für Museen. Motten fressen empfindliche Stoffe wie Seide oder Wolle, Käfer knabbern sich tief in Holzobjekte und Silberfische zerstören jedes noch so kostbare Buch. Und selbst wenn vielleicht keines der bestehenden Objekte gefährdet ist, so bringt jeder Neuzugang die Gefahr einer Infizierung mit ungewünschten Insekten. Das Museum of Fine Arts in Boston hat seit Anfang des Jahres einen neuen Ansatz, solchen Problemen vorzubeugen: Riley, einen Experten für Schädlingsbekämpfung mit einer besonders feinen Nase.

Hundefreundliche Eingewöhnung

Der Weimaraner Welpe wurde im Januar 2018 zum Mitglied der Belegschaft ernannt. In einer offiziellen Pressekonferenz erläuterte das Museum seine künftigen Aufgaben. Rileys Training begann mit einfachen Grundlagen der Sozialisierung und Gewöhnung an das neue Umfeld, bis er schließlich für die Identifizierung von Schädlingen bereit war. Nun lebt Riley bei der Leiterin des Schutzdienstes der Ausstellungen und tritt jeden Morgen gemeinsam mit ihr seine Schicht an. Er überprüft neueinkommende Objekte und streift durch die Räumlichkeiten, um seine zweibeinigen Kollegen auf mögliche Gefahren für die Kunstwerke aufmerksam zu machen.

Museumshund auf Instagram

Riley ist übrigens erst im Oktober 2017 geboren, seine Karriere hat er damit besonders früh begonnen. Wer Riley in Aktion sehen will, kann dessen Leben unter #RileyTheMuseumDog verfolgen. Mehr Beiträge zu den vierbeinigen Kollegen der AGILA Mitarbeiter gibt es außerdem auf AGILAs Instagram-Kanal.

Foto: © WOD/Adobe Stock

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