Werdende Eltern sind dann häufig besorgt und stellen sich die Frage, ob ihr Haustier kinderkompatibel ist und es nicht unter Umständen sogar eine Gefahr für die Schwangerschaft darstellt. 

Allergiegefahr – Kann das Haustier bleiben?

Ist eine Trennung vom Haustier notwendig, weil ein Baby kommt? Diese drastische Maßnahme, darin sind sich Experten einig, ist in den meisten Fällen nicht nötig. Viele Bedenken sind unberechtigt und die Realität zeigt, dass sich der Umgang mit den geliebten Haustieren sogar beruhigend und entspannend auf Schwangere auswirken kann. Eine Ausnahme gibt es jedoch: Das plötzliche Auftreten von Allergien. Durch die Hormonumstellung reagiert eine sehr geringe Zahl von Schwangeren allergisch auf Tierhaare. In solch einem Fall empfehlen die deutschen Allergieverbände Eltern, sich, auch wenn es sehr schwer fällt, vom Tier zu trennen.

Vorsicht bei der Katzenkloreinigung!

Wichtig ist es, dass werdende Mütter im Umgang mit ihren Tieren streng auf Hygiene achten. Insbesondere sollten sie es vermeiden, mit Katzenkot in Kontakt zu kommen, da sich darin oft Erreger der Toxoplasmose finden. Dabei handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die durch den Parasiten Toxoplasma gondii verursacht wird und in der Schwangerschaft ernste Folgen haben kann. Trägt eine Schwangere bereits Antikörper gegen die Parasitenerkrankung in sich, schützen diese auch das Ungeborene vor einer Ansteckung. Gefährlich wird es bei einer Erstinfektion während der Schwangerschaft, denn auch das Ungeborene kann sich dann anstecken. Dies kann zu schwerwiegenden Schäden beim Kind oder gar zu einer Fehlgeburt führen. Sind sich werdende Mütter nicht sicher, ob sie gegen Toxoplasmose bereits immun sind, kann ein Test beim Hausarzt Klarheit verschaffen. Der normale Kontakt mit Katzen ist jedoch unbedenklich. Lediglich die Reinigung des Katzenklos muss während der Schwangerschaft einem anderen Familienmitglied überlassen werden.

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Tipps für den richtigen Umgang mit Hund und Katze in und nach der Schwangerschaft

Damit die Haltung von Haustieren vor und auch nach der Geburt kein Problem ist, gilt es also, einige Grundregeln zu beachten:

  • Hygiene: Reinigen Sie während der Schwangerschaft nicht selbst das Katzenklo und benutzen Sie Gummihandschuhe bei der Gartenarbeit, da sich auch in der Erde Katzenkot befinden kann. Wichtig ist auch das gründliche Händewaschen nach dem Kontakt mit dem Haustier, damit Sie beim Zubereiten oder während des Verzehrs von Lebensmitteln keine Erreger aufnehmen.
  • Impfen, entlausen, entwurmen: Da beim Streicheln des Haustieres Würmer auf den Menschen übertragen werden können, sollten Hunde und Katzen regelmäßig geimpft und entwurmt werden – vor allem dann, wenn Kleinkinder im Haus leben oder die Tiere viel in der freien Natur sind. Auch sollten sie auf Fellparasiten wie Flöhe untersucht werden. Am besten eignet sich also ein rundum Check beim Tierarzt. Vor anfallenden Tierarztkosten schützt dabei der Tierkrankenschutz von AGILA.
  • Allergien: Da Felltiere Allergien auslösen können, sollten sich Eltern auf jeden Fall ärztlich beraten lassen. Für Babys nicht allergischer Eltern scheint es jedoch positiv zu sein, wenn sie zusammen mit Tieren aufwachsen, da, so die Vermutung, ihr Abwehrsystem dadurch gestärkt wird und sie vor Allergien besser geschützt sind.
  • Vierbeiner auf das Baby vorbereiten: Auch für Ihren Vierbeiner ist es eine ungewohnte Situation, wenn plötzlich ein Baby da ist. Daher sollten Sie ihn auf das neue „Rudelmitglied“ vorbereiten. Besuche bei Freunden, die bereits Nachwuchs haben, können helfen, Ihre Fellnase mit der Situation vertraut zu machen. Auch sollten Hunde und Katzen lernen, welche Bereiche der Wohnung  (z. B. Bettchen oder Wickeltisch des Babys) für sie tabu sind. Umgekehrt sollten jedoch auch genügend Rückzugsmöglichkeiten für das Tier gegeben sein. Als eiserne Regel gilt: Das Baby niemals mit dem Tier alleine im Zimmer lassen. Die neue Freundschaft muss stets beaufsichtigt werden.

 

Verwendetes Bildmaterial

Foto: © Wouter Tolenaars/fotolia.com

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