Stubentiger als Bewohner kleiner Läden sind nichts Neues, weder in New York, noch in Hong Kong. Doch manche streben nach etwas mehr Luxus, wie die Fellnasen in Manhattans Hotel „Algonquin“. Wir haben für Sie zusammengefasst, was es mit dieser ganz besonderen Tradition auf sich hat.

Vom Streuner zum Ehrengast

Der erste vierbeinige Bewohner des New Yorker Nobelhotels war Billy: Der Streuner suchte Anfang der 1920er Jahre in der Lobby nach Schutz und Futter und wurde zum Stammgast. Damit stellte Billy den Beginn des ungewöhnlichen Brauches dar, denn seitdem wird im Algonquin stets eine Samtpfote beherbergt. Billys Nachfolger war Hamlet der Erste, welcher seinen Namen aufgrund seiner gelegentlichen „Starallüren“ erhalten hatte, und nach welchem auch die folgenden Kater benannt werden sollten.

Kein Haar in der Suppe

Zwar werden auch die Sofalöwen mit besonderen Leckereien verwöhnt, allerdings haben sie in der Küche und im Restaurantbereich des Algonquins nichts zu suchen. 2011 kam eine neue Regelung der Gesundheitsbehörden hinzu, welche auch die Lobby zur Tabu-Zone für Katzen erklärte, da dort ebenfalls Essen serviert wurde. Dem begegneten Fans der Fellnasen mit Entsetzen, da dies für die damalige Anwohnerin Matilda Leinenzwang bedeutete, bis sie durch Training gelernt hatte, auch die Lobby nicht zu betreten. Gleichzeitig begründete der Bürgermeister die neuen Vorschriften damit, dass es den Hygienestandard der New Yorker Restaurants anheben würde.

Hamlet der Siebte

Matilda die Dritte war vermutlich die berühmteste aller Samtpfoten, sie schaffte es sogar ins Fernsehen. Ihr Leben als Hotelkatze erforderte Geduld und Gelassenheit im Umgang mit den vielen Besuchern, die Fotos von ihr machen wollte und Fanpost für sie schrieben. Im Juli 2017 wurde sie schließlich in die Rente entlassen und von einem Gast adoptiert, bei welchem sie bis zu ihrem Tod im Oktober ihren Ruhestand genießen konnte. Ihr Nachfolger ist Hamlet der Siebte, der nun als neuer „Katzenbotschafter“ fungiert und dessen Aktivitäten Sie auf seiner eigenen Facebook-Seite verfolgen können.

Foto: © fotos4u/fotolia.com

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