Häufig sieht man sie in den Schaufenstern asiatischer Geschäfte: Die Maneki Neko, auch bekannt als Winkekatze. In Deutschland ist sie zu einem beliebten Dekorationselement geworden, allerdings kennen die wenigsten den Hintergrund des Glücksbringers, der sowohl in der japanischen als auch in der chinesischen Kultur vorkommt.

Grausame Legenden

Es gibt verschiedene Geschichten, die den Ursprung der Maneki Neko beschreiben. Eine davon ist die eines reichen Mannes, der während eines Sturmes Schutz unter einem Baum suchte. Eine Katze winkte ihm zu und lud ihn in einen Tempel ein. Kurz darauf schlug ein Blitz in den Baum ein, unter dem der Mann Schutz gesucht hatte. Er war so dankbar, dass er dem Tempel viel Geld spendete und so Wohlstand brachte. Eine weitere (blutigere) Legende besagt, dass eine Geisha einen Stubentiger besaß. Eines Tages krallte sich die Fellnase an dem Kleid ihrer Besitzerin fest, weshalb der Hausherr sie für besessen hielt und ihr den Kopf abschlug. Der fliegende Kopf des Vierbeiners landete auf einer Schlange, die kurz davor war, die Geisha anzugreifen. Damit rettete auch in dieser Geschichte eine Katze einem Menschen das Leben.

Verschiedene Aufgaben

Maneki Neko heißt aus dem Japanischen übersetzt „herbeiwinkende oder einladende Katze“. Sie hebt ihren Arm also nicht zum Abschied, sondern zur Begrüßung, um jemanden willkommen zu heißen. Doch nicht jede Figur erfüllt den gleichen Zweck. Zum einen ist wichtig, welche der beiden Vorderpfoten nach oben zeigt: Die rechte winkt Wohlstand und Geld herein, die linke lockt Kunden an. Sind beide Hände erhoben, soll das zusätzlich Schutz bringen. Daneben spielen auch die Farben des Fells eine bemerkenswerte Rolle:

  • Gold ist die klassische Farbe für Geld und Wohlstand
  • Weiß steht für Frohsinn, Reinheit und positive Dinge
  • Gefleckt ist eine traditionelle Farbvariante, die am meisten Glück bringen soll
  • Schwarz hält böse Geister fern
  • Grün bringt Gesundheit
  • Rot oder Rosa versprechen Erfolg in der Liebe und der Freundschaft

Zusätzlich gibt es verschiedene Varianten, in welchen die Katze unterschiedliche Gegenstände trägt. Rote Halsbänder mit Glöckchen sind darauf zurückzuführen, dass sie häufig den Stubentigern zur Zierde umgelegt wurden. Die Münze steht für eine alte Währung und bedeutet Reichtum, ebenso wie ein Hammer. Hält die Maneki Neko einen Fisch, verstärkt dies das Glück, das die Katze ihrem Besitzer bringt.

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