Spielt man mit dem Gedanken, sich eine Katze anzuschaffen, steht man vor einer wichtigen Entscheidung, die mit Bedacht gefällt werden sollte. Eine Katze bringt langfristig Verantwortung mit sich. Oft sind die Samtpfoten als Einzelgänger bekannt, jedoch sollten Zeit und Zuwendung, die aufgebracht werden müssen, nicht unterschätzt werden. Auch finanzielle Voraussetzungen und eine angemessene Wohnsituation sind für eine artgerechte Katzenhaltung essentiell.

Die genannten Faktoren können relevant für die Wahl zwischen Hauskatze und Freigänger sein. In unserer neuen Serie geben wir Ihnen hilfreiche Tipps und Informationen rund um das Thema Katzenanschaffung. Lesen Sie heute, wieviel Zeit und Raum Sie für einen Stubentiger aufbringen müssen.

Wohnungskatze oder Freigänger?

Um abschätzen zu können, wieviel Zeit eine Katze benötigt, stellt sich zuerst die Frage, ob es sich um eine Wohnungskatze oder einen Freigänger handeln soll. Freigänger sind weniger zu Hause, müssen jedoch auch regelmäßig raus und rein gelassen werden. Den Winter verbringen Freigänger meist lieber im Warmen. Der Zeitaufwand für frei streunende Samtpfoten mag vielleicht über die meiste Zeit des Jahres geringer sein, dennoch brauchen auch diese Vierbeiner angemessene Betreuung. Wohnungskatzen bekommen bei weitem nicht so viele Eindrücke wie Freigänger, weshalb sie besonders viel beschäftigt und ausgelastet werden müssen. Um Langeweile vorzubeugen und einer Wohnungskatze auch während Ihrer Abwesenheit Abwechslung zu ermöglichen, kann ein zusätzlicher Artgenosse helfen. Dieser sollte möglichst von Beginn an dabei sein, damit einer reibungslosen und innigen Katzenfreundschaft nichts im Wege steht.

Versorgung im Urlaub 

Wird die Katze schon frühzeitig ans Autofahren gewöhnt, kann man sie prinzipiell auch mit in den Urlaub nehmen. In der Regel sind lange Autofahrten sowie neue und ungewohnte Räumlichkeiten jedoch purer Stress für Samtpfoten, auch die Urlaubsmöglichkeiten mit Katze sind eher gering. Daher sollte man sich schon vor der Anschaffung Gedanken über die Versorgung während des Urlaubs machen. Da Katzen sich am wohlsten in ihrer gewohnten Umgebung fühlen, ist eine Versorgung in den eigenen vier Wänden am besten. Eine Alternative sind Katzenpensionen, jedoch sind diese auch mit hohen Kosten verbunden (circa 10 Euro pro Tag). Ein bei Katzenhaltern stets geschätzter Vorteil ist die Unabhängig- und Selbstständigkeit der Samtpfoten. Richtig vorbereitet kann also auch ein ein- bis zweitägiger Ausflug unternommen werden. Futterautomaten sind für die getimte Fütterung des Stubentigers hilfreich, zudem sollte für ausreichend frisches Wasser und eine saubere Katzentoilette gesorgt werden. Im Idealfall sieht eine Person mindestens einmal täglich nach dem Rechten und beschäftigt sich mit dem Stubentiger.

Benötigter Raum

Eine Faustregel besagt, dass der Wohnraum für eine Katze nicht unter 50 Quadratmetern liegen sollte, bei zwei Katzen nicht unter 60. Es sollten mindestens zwei Zimmer vorhanden sein. Ist das ganze Terrain für den Vierbeiner von nur einem Platz aus überblickbar, bietet die Umgebung zu wenig Anreize. Neben der eigentlichen Größe der Wohnung ist bei der Entscheidung für einen Freigänger zusätzlich die Umgebung und somit das zukünftige Revier zu bedenken. Optimal ist ein eigener Garten, stark befahrene Straßen bzw. direkte Verkehrsnähe sprechen eher gegen die Haltung einer Freigänger-Katze.

Katzen werden im Schnitt um die 15 Jahre alt, besonders robuste Vierbeiner können jedoch auch ein Alter von 20 Jahren oder gar mehr erreichen. Sich einen vierbeinigen Begleiter zuzulegen sollte also nicht kurzerhand beschlossen werden. Fragen Sie sich also unbedingt, ob Sie auch wirklich langfristig die Verantwortung für ein Tier übernehmen können und wollen. Lesen Sie im nächsten Teil unserer Serie, welche Kosten eine Katze mit sich bringt. Eine Übersicht der wichtigsten Tipps zur Katzenanschaffung haben wir für Sie in einem PDF zusammengefasst.

Foto: © chalabala/fotolia.com

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