Im Jahre 2015 wurden in Deutschland laut statista.de ca. 40,77 Millionen Privathaushalte gezählt. In 12,9 Millionen davon lebt mindestens eine Katze und in 7,9 Millionen mindestens ein Hund. Viele Menschen halten sowohl Hund als auch Katze. Das birgt nicht selten Probleme, denn die Vierbeiner kommunizieren völlig verschieden.

Hund/Katze - Katze/Hund

Wenn Hunde mit dem Schwanzwedeln, bedeutet das oftmals (aber nicht immer!), dass der Vierbeiner freudig aufgeregt ist. In der Katzensprache ist das Schwanzwedeln eindeutig nichts Gutes. Katzen fühlen sich dadurch bedroht. Schnurren wird wiederum von Hunden als Knurren missdeutet. Bellen ist Katzen nicht geheuer. Hunde haben außerdem andere Beruhigungssignale als Katzen. Sie drehen zum Beispiel den Kopf zur Seite und lecken sich über die Schnauze, um zu signalisieren, dass sie in Ruhe gelassen werden wollen und selbst keine Gefahr darstellen. Katzen blinzeln dagegen. Insgesamt gibt es unter Katzen kaum relevante Beschwichtigungssignale.

Voneinander lernen

Und doch gibt es dicke Freundschaften zwischen Katzen und Hunden. Es gibt sogar Katzen, die hundetypische Beruhigungssignale zeigen. Wie kann das sein? Katzen sind Meister im Nachahmen. So können sie sich das entsprechende Verhalten von einem Hund abschauen. Deshalb ist es am besten, wenn die Vierbeiner früh mit anderen Tierarten in Kontakt kommen und das entsprechende Verhalten kennen lernen. Das gilt für Katzen und für Hunde.

Achtung: Nicht jeder gehört zum Rudel

Immer wieder hört man verzweifelte Hundebesitzer, deren Vierbeiner gerade die Nachbarskatze zum Teufel gejagt hat, sagen: „Aber unsere Katze liebt er doch über alles.“ Und Katzenbesitzer machen sich Sorgen, ihre Samtpfote könnte die Gefahr, die von fremden Hunden ausgeht, unterschätzen. Dumm gelaufen für die Hundebesitzer, Entwarnung für die Katzenbesitzer! Die Vierbeiner unterscheiden sehr genau, wer zum Rudel gehört und wer eben nicht.

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