Manchmal kommen auch unsere Hunde um eine Diät nicht mehr herum. Schuld sind wir Besitzer, denn kaum betteln uns die großen Kulleraugen an, stecken wir unserem Liebling doch wieder ein Leckerli zu. Die Folgen sind im wahrsten Sinne gewaltig: Aus einem nur anfangs kleinem Moppelchen wird schnell eine laufende Kugel - in Deutschland ist inzwischen jeder zweite Hund zu dick! Doch das ist extrem gefährlich, denn die überflüssigen Pfunde führen in vielen Fällen zu Gelenkschäden, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Die Pfunde müssen purzeln!

Bei einem Hund sollte man beim Streichen über den Brustkorb, die Rippen unter einer dünnen Fettschicht fühlen und noch eine „Taille“ erkennen können. Wenn dem nicht so ist, sollte schnellstens gehandelt werden: Eine Ernährungsumstellung muss her. Wenden Sie sich zunächst an einen Tierarzt, um Krankheiten abzuklären. Diät in Krankheitsfällen wird genau von dem Tierarzt vorgeschrieben und ist strikt einzuhalten. Allein auf die Kalorienzahl kommt es da nicht unbedingt an. Es kann sein, dass der Hund auf bestimmte Nährstoffe nicht verzichten darf, andere wiederum unbedingt meiden muss. Ist Ihr Hund zu dick, weil er zu viel gefressen hat, bekommt er vom Tierarzt oder einem Ernährungsberater einen Diät- und Trainingsplan. Der ist meistens so ausgelegt, dass der Hund bei der Diät zwei Prozent seines Körpergewichtes pro Woche verliert. Oft raten Tierärzte zu speziellem kalorienreduzierten Futter. Das enthält dann alle nötigen Nährstoffe und macht schneller satt.

Das sollten Sie bei der Diät beachten

Junk Food und Süßigkeiten für Menschen sind selbstverständlich tabu und gesundheitsschädigend! Hundeleckerlies sollten generell nur 10 Prozent der Hundeernährung ausmachen. Bei der Diät verzichten Sie am besten ganz auf Leckerlies oder wenn dann geben nur ganz wenig kalorienreduzierte. Spielen Sie doch einfach als Belohnung mit Ihrem Hund. Dadurch freut er sich und hat gleichzeitig noch Bewegung - besser geht es nicht. Denn Bewegung trägt viel zum Abnehmen bei und gehört zu einer Diät dazu. Wie viel Bewegung Ihr Hund braucht wird in einem individuellen Trainingsplan festgelegt. Der Hund verweigert das Futter Natürlich geht es nicht, dass der Hund gar nichts mehr frisst, weil ihm das Futter nicht mehr schmeckt. Mit einigen Tricks können Sie aber die Diät für Hunde schmackhaft machen:

  • Mischen Sie langsam jeden Tag immer etwas mehr neues Futter unter das alte. So kann sich ihr Liebling an den neuen Geschmack gewöhnen.
  • Wärmen Sie das Futter handwarm an, damit es seine Aromen entfaltet.
  • Statt zwei bis drei große Mahlzeiten füttern Sie mehrmals am Tag kleine Portionen. Wenn eine Futterration nicht aufgefressen wird, sollten Sie sie nach einer Viertelstunde wieder wegnehmen und ihm bei der nächsten Fütterung eine frische Portion geben.

Dass das Futter plötzlich immer weniger wird, ärgert den Hund natürlich. Er fängt an unzufriedener zu werden und ständig zu betteln. Halten Sie durch - es geht um die Gesundheit Ihres Lieblings!

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