Für uns Menschen sind Bananen als gesunder Snack bekannt, der sogar gegen Durchfall hilft. Da kann das Obst unseren Samtpfoten doch auch nicht schaden, oder? In diesem Beitrag klären wir, ob Katzen Bananen essen dürfen.


Inhaltsverzeichnis:


Warum mag meine Katze Bananen?

Unsere Stubentiger sind doch sonst immer so wählerisch mit dem, was sie in ihrem Napf erlauben - warum sollten Sie dann plötzlich Banane essen wollen? Davon abgesehen, dass das Essen auf unseren Tellern für unsere Samtpfoten eh immer besonders interessant zu sein scheint, werden Katzen wahrscheinlich vom recht intensiven Geruch reifer Bananen angelockt. Außerdem bieten Bananen im Vergleich zu anderem Obst wie Äpfeln den großen Vorteil, dass sie schön weich sind und darum sehr viel leichter in den kleinen Katzenmäulern verschwinden.

Sind Bananen für Katzen giftig?

Grundsätzlich enthalten Bananen keinen bestimmten Giftstoff, der Ihrer Katze gefährlich werden könnte - das kann bei anderen Lebensmitteln, beispielsweise Weintrauben, durchaus der Fall sein.

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Allerdings sind die Früchte häufig stark gespritzt, sodass Ihre Katze keine Bananenschalen beknabbern oder belecken sollte! Bananen enthalten zudem einige Stoffe, die Ihrer Katze schaden können. 

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate wie Zucker und Stärke sind zwar wichtige Energielieferanten – die Verdauung unserer Samtpfoten ist allerdings nicht darauf ausgelegt, größere Mengen davon zu verwerten. Da Ihr Liebling bereits über Eiweiße und Fette aus dem Katzenfutter mit Energie versorgt wird, stellen Bananen einen Überschuss an Kohlenhydraten dar, der den Magen-Darm-Trakt Ihres Lieblings überfordern und zu Verdauungsproblemen führen kann. Zudem fördern die überflüssigen Kalorien Übergewicht, sofern Sie nicht mit der gesamten Tagesration der Katze verrechnet werden.

Dass Bananen uns Menschen so gut schmecken, liegt nicht zuletzt an der großen Menge enthaltenem Fruchtzucker. Und - wie leider so oft - gehen "Lecker" und "Ungesund" Hand in Hand: Nascht Ihr Liebling zu regelmäßig oder zu viel von dem süßen Obst, steigt sein Risiko, an Diabetes zu erkranken.

Kalium

Kalium ist ein Spurenelement, das wichtig für die Herzfunktion unserer Stubentiger ist und die Nieren unterstützt. Doch hier kann es auch zu viel des Guten geben: Ein Kalium-Überschuss kann leider sogar die Herzfunktion beeinträchtigen. Da Kalium in Bananen enthalten ist, birgt die Frucht die Gefahr der Überversorgung mit diesem Stoff.

Sind Bananen für Katzen gesund?

Ob als frisches Obst, in Form von Bananenbrot oder als Bananenchips... Die Frucht bedient für uns Menschen alles möglichen Vorlieben. Für unsere Haustiere sollten Sie die Fütterung von Bananen allerdings begrenzen. Katzen haben andere Ernährungsbedürfnisse als wir - das heißt, selbst wenn Ihrem Liebling ein kleines Stück Banane gut bekommt: Zuträglich zu einer ausgewogenen Ernährung ist es trotzdem nicht. 

Gesunde Inhaltsstoffe in Bananen

Bei uns Menschen darf der süße Snack gerne regelmäßig auf dem Teller landen. Schließlich ist bekannt, dass Bananen gesund sind, da sie viele Vitamine und Mineralstoffe enthalten: Sie sind unter anderem reich an B-Vitaminen, die verschiedene Körperfunktionen unterstützen - darunter die Produktion von Blutzellen, Nervenfunktion und die Verdauung. Außerdem enthalten Bananen Magnesium, Calcium und Phosphor. Außerdem können die in Bananen enthaltenen Ballaststoffe überschüssiges Wasser binden, weshalb sie ein bekanntes Mittel gegen Durchfall sind.

Für Katzen gelten diese Vorteile allerdings nicht unbedingt. Die Sofalöwen sind natürliche Fleischfresser und ziehen eigentlich so gut wie alle notwendigen Nährstoffe aus tierischen Produkten. Die Frucht enthält keine Stoffe, die für die Gesundheit der Katze wichtig sind - das Lebensmittel ist also keine nützliche Ergänzung zur Ernährung Ihres Lieblings.

Helfen Bananen gegen Durchfall bei Katzen?

Bei uns Menschen kann das in Bananen enthaltene Pektin dazu beitragen, überschüssiges Wasser im Darm zu absorbieren und somit den Stuhl fester zu machen.

In einigen Fällen und mit etwas Glück die Gabe von Bananen an Katzen mit vorübergehendem Durchfall tatsächlich dazu beitragen, die Beschwerden zu lindern. Allerdings sollten Sie die Gesundheit Ihrer Katze nicht davon abhängig machen, ob die Samtpfote die Banane zufällig gut verträgt oder nicht! Zumal das Obst bei Katzen auch schnell zu Verdauungsbeschwerden und Verstopfungen führen kann. Bei Durchfall sollten Bananen nicht das Mittel der Wahl sein.

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Das ist bei der Fütterung von Bananen zu beachten

Katzen dürfen grundsätzlich Bananen essen, ohne dass Sie sich Gedanken um eine Vergiftung machen müssen. Es ist jedoch wichtig, dass Sie bei der Fütterung ein paar Punkte beachten, damit es nicht doch zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommt. Natürlich sollten Sie die Bananenschale zuvor entfernen. Diese ist nicht nur schlecht verdaulich, sondern meist mit schädlichen Pestiziden belastet.

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Bananen für Katzen nur in Maßen

Kohlenhydrate wie Zucker und Stärke sind für Katzen ungesund. Doch auch die anderen Inhaltsstoffe lassen sich nicht unbedingt leicht verdauen und einige sind in zu hohen Dosen sogar schädlich. Darum gilt: Katzen dürfen Bananen nur in kleinen Mengen essen. Außerdem sollten Sie von regelmäßiger Bananen-Fütterung absehen.

Auf Unverträglichkeiten achten

Nicht alle Katzen vertragen Bananen gleich gut. Es ist wichtig, in den nächsten Stunden oder sogar Tagen auf Verdauungsprobleme zu achten, wenn Sie Banane zum ersten Mal füttern. Neben Verstopfungen, die vor allem von zu großen Mengen Bananen ausgelöst werden, kann sich eine Unverträglichkeit auch in Symptomen wie Erbrechen und Durchfall äußern.

Dürfen Kitten und Senioren Bananen essen?

Bei Kitten und Senioren sollten Sie auf die Fütterung von Bananen verzichten. Kätzchen, die noch vor kurzem die Milch ihrer Mutter getrunken haben, sollten nur spezielles Futter bekommen. Ihr Verdauungssystem ist nämlich noch dabei, sich zu entwickeln. Schwer verdauliche Menschennahrung wie Bananen können im empfindlichen Magen-Darm-Trakt eines Kittens unter anderem zu Reizungen und Entzündungen führen.

Auch Katzensenioren reagieren häufig empfindlicher auf das falsche Futter. Zudem sind ihre Körper generell geschwächter, sodass Sie keine unnötige zusätzliche Belastung durch Verdauungsprobleme riskieren sollten.

Alternativen zu Bananen für Katzen

Stellen Sie sich vor der Gabe von Banane grundsätzlich die Frage: Muss ich meiner Katze wirklich Banane füttern oder habe ich nicht eine katzenfreundlichere Alternative zur Hand? Hier ein paar Ideen:

Alternativen zu Bananen für Katzen

Käse

Die meisten Katzen lieben Käse noch viel mehr, als Mäuse es tun! Wichtig ist hier jedoch vor allem aufgrund des hohen Fettgehalts Mäßigung. Außerdem sollten Sie unbedingt laktosearme Käsesorten wählen. Dazu gehören besonders lange gereifte Käse, beispielsweise Parmesan, doch auch Hüttenkäse ist erlaubt.

Welchen Käse dürfen Katzen essen?

 

Geschälte Gurke

Gurken sind zwar ebenso wie Bananen kein wichtiger Bestandteil einer Katzenernährung - sie belasten die Verdauung der Samtpfoten allerdings in der Regel nicht so sehr. Außerdem sind sie sehr kalorienarm und wasserhaltig, was dem hohen Flüssigkeitsbedarf Ihres Lieblings entgegenkommt. Wichtig ist es jedoch, die Gurke zu schälen. Die Schale würde die Verdauung wieder mehr beanspruchen und ist in der Regel gespritzt. Außerdem haben Gurken meist nicht so einen interessanten Geruch oder Geschmack für Katzen - dennoch können Sie versuchen, ob Sie Ihren Sofalöwen auch damit zufriedenstellen.

Hühner- oder Putenfleisch

Katzen sind Fleischfresser. Wollen Sie Ihrem Liebling eine Freude bereiten, dann können Sie ihm gegartes und ungewürztes Hühner- oder Putenfleisch zubereiten. Das kommt der natürlichen Ernährungsweise der Katze entgegen und ist auf jeden Fall eine besondere Leckerei! Auch ganze Küken oder Mäuse, wie in der Prey-Fütterung gegeben werden, könnten Ihrem Sofalöwen gefallen - allerdings ist das eine für uns recht unappetitliche Variante.

Katzenminze

Katzenminze macht Katzen glücklich - zumindest die meisten. Die Pflanze ist ein natürlicher Launemacher für unsere Samtpfoten und wird auf unterschiedlichste Verarbeitungsweise angeboten. Unter anderem können Sie nach speziellen Leckerlies angeboten werden und - natürlich nur in Maßen gefüttert - eine anregende Wirkung auf Ihren Liebling haben können.

Klassische Katzenleckerlis

Es mag zwar offensichtlich sein, aber: Es gibt Katzenleckerlis nicht ohne Grund. Achten Sie hier einfach darauf, dass sie keinen unnötigen Zucker enthalten und ziehen Sie die über die Leckerlis verabreichten Kalorien vom normalen Futter ab. Wählen Sie außerdem altersgerechte Produkte, also Kitten-Leckerlis für Kitten, Senioren-Leckerlis für Senioren etc., die auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt sind. Es kann nämlich beispielsweise sein, dass in Leckerlis für Kitten noch Milch enthalten ist, die erwachsene Katzen nicht mehr vertragen.

Eine praktische Übersicht darüber, was alles in den Napf Ihrer Samtpfote darf, finden Sie hier: 

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Dieser Artikel wurde geprüft von Tierärztin Melanie Müller.

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhaltende sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall eine Tierärztin oder einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.

Foto: © Titel: Uwe Bergwitz – stock.adobe.com | Text: YURII Seleznov – stock.adobe.com; FurryFritz – stock.adobe.com; Fotikphoto – stock.adobe.com

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