Wer mit dem Gedanken spielt, sich einen Hund anzuschaffen, steht vor einer großen Entscheidung. Bevor diese gefällt wird, sollte man sich im Klaren darüber sein, dass ein Hund auch große Verantwortung mit sich bringt. Eine artgerechte Hundehaltung erfordert sowohl einige finanzielle und zeitliche Voraussetzungen als auch eine angemessene Wohnsituation. Von diesen Faktoren sowie Ihrem eigenen Aktivitätslevel sollte auch die Wahl der Hunderasse abhängig gemacht werden. In unserer neuen Serie geben wir Ihnen jede Woche hilfreiche Tipps und Informationen rund um das Thema Hundeanschaffung. Heute haben wir Ihnen wichtige Informationen zum Thema „Mischling vs. Rassehund“ zusammengestellt.

Was ist beliebter?

Mischlinge erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und führen auch die AGILA-Hitliste der beliebtesten Hunderassen an. Heutzutage sind etwa ein Drittel unserer Hunde Mischlinge. In den meisten Fällen sind diese Hunde nicht das Ergebnis einer gezielten Züchtung, sondern entstehen eher zufällig. Ein großer Unterschied zwischen Mischlingen und Rassehunden besteht vor allem im Kaufpreis. Mischlingshunde sind in der Regel preiswerter als reinrassige Hunde. Das bedeutet aber keinesfalls, dass sie die „schlechteren“ Hunde sind. Es heißt sogar, dass Mischlinge robuster und weniger anfällig für Erbkrankheiten sind. Diese Behauptung gilt allerdings mittlerweile als überholt. Forscher der Tierärztlichen Hochschule Hannover haben herausgefunden, dass es hinsichtlich Erkrankungen keinen merkbaren Unterschied zwischen Mischlingen und Rassehunden gibt.

Faktor Gesundheit

Entscheidend für die Gesundheit eines Hundes ist der Genpool, den er von seinen Vorfahren erbt. Aufgrund häufiger Überzüchtung kann es daher bei Rassehunden dazu kommen, dass sie allein durch ihre Herkunft anfälliger für einige Erkrankungen sind. Deshalb gilt: Sollten Sie sich für einen Rassehund entscheiden, informieren Sie sich ausgiebig über den Züchter, versichern Sie sich, dass dieser seriös ist, die Papiere stimmen und die Tiere gesund sind. Um sich vor hohen Tierarztkosten abzusichern, empfiehlt sich für jeden Hundehalter der Abschluss einer Hundekrankenversicherung oder einer Hunde-OP-Versicherung.

Vorhersehbare Rassehunde

Während bei reinrassigen Hunden Aussehen, Größe und auch Charakterzüge bis zu einem gewissen Maße vorausgesehen werden können, sind Mischlinge häufig eher Überraschungspakete. Das ist vor allem dann so, wenn die beteiligten Rassen nicht bekannt sind oder sich in ihrem Erscheinungsbild und in ihren Wesenszügen vollkommen voneinander unterscheiden. Ein Mischling ist eben ein echtes Unikat und genau das ist auch der Grund, warum sich so viele Menschen für einen Mischlingshund entscheiden. Im Endeffekt ist die Wahl zwischen Mischling und Rassehund eine Herzenssache und muss aus dem Bauch heraus entschieden werden. Beide „Rassen“ haben ihre Vor- und Nachteile.

Egal ob Mischling oder Rassehund, generell gilt: Lassen Sie sich Papiere und Gesundheitszeugnisse zeigen und schauen Sie sich die Zucht bzw. die Herkunft des Hundes genau an. Eine Übersicht der wichtigsten Tipps zur Hundeanschaffung haben wir für Sie in einem PDF zusammengefasst. Wie Sie einen seriösen Züchter erkennen, welche Vorteile der Hundekauf im Tierheim haben kann und auf was Sie beim Hundekauf generell achten sollten, erfahren Sie nächste Woche.

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